03. Dezember 2018 / 08:15 Uhr

Kampf, Coolness, Kilometerfresser: So besiegt der VfL Wolfsburg wieder ein Spitzenteam

Kampf, Coolness, Kilometerfresser: So besiegt der VfL Wolfsburg wieder ein Spitzenteam

Andreas Pahlmann
Der Jubel nach dem zweiten Tor des VfL Wolfsburg in Frankfurt
Der Jubel nach dem zweiten Tor des VfL Wolfsburg in Frankfurt © imago/regios24
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Die einen hatten einen Lauf, die anderen sind mehr gelaufen: In der Fußball-Bundesliga bremste der VfL Wolfsburg mit einem 2:1-Auswärtssieg den Höhenflug von Eintracht Frankfurt.

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Der Gegner hatte einen Lauf – aber der VfL lief einfach mehr. Ausgerechnet bei der so formstarken Frankfurter Eintracht (zuvor zehn Siege und ein Remis in elf Pflichtspielen) gelang dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten der zweite Sieg in Folge. Beim 2:1 (1:0) wurde es am Ende zwar noch einmal dramatisch eng und hektisch, verdient war der Sieg trotzdem. Admir Mehmedi und Daniel Ginczek trafen für den Gast, der vor allem in Sachen Kampf und Einstellung erneut überzeugte.

In der Summe über vier Kilometer mehr gelaufen als der Gegner – so bremste der VfL das Team um das offensive Super-Trio Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller aus. Und wie schon gegen Leipzig hatte Trainer Bruno Labbadia auch diesmal wieder ein gutes Rezept gefunden – ein Umkehrspiel, das der oft energischen, aber auch leichtfertigen Eintracht richtig wehtun konnte. Für dieses Umkehrspiel braucht man Balleroberungen, und die hatten die Kilometerfresser des VfL.

Mittelfeldmann Maximilian Arnold: „Wie wir wieder gefightet und unser Tor verteidigt haben – das macht mich stolz.“ Die Leistung gegen den Ball müsse man „schon herausheben“, auch wenn zum Sieg natürlich mehr gehört – etwa die Coolness vorm Tor, die dem VfL in dieser Saison so oft gefehlt hatte. „Wir waren effizient“, meinte Arnold – und fügte grinsend hinzu: „Dass wir da vorn zwei nicht so ganz Blinde haben, ist auch gut...“

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Daniel Ginczek: Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg. Zur Galerie
Daniel Ginczek: "Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg." ©
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Nach langer Durststrecke hat der VfL sich nun die beiden Siege ausgerechnet gegen Top-Teams erkämpft, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt standen vor den Spielen gegen Wolfsburg jeweils auf Platz drei. „In den Spielen davor hat immer ein bisschen was gefehlt“, so Torschütze Mehmedi. „Jetzt hatten wir auch mal das Glück auf unserer Seite.“

Das galt in Frankfurt vor allem für die Anfangsphase, als Eintracht fast einen Elfmeter bekommen hätte und kurz danach den Pfosten traf. „Da“, so Arnold ehrlich, „habe ich nicht gedacht, dass wir hier was holen – aber danach hat man gemerkt, dass ein bisschen was geht.“ Und wie es ging. Der Mittelfeldspieler: „Vielleicht tun wir uns gegen Spitzenteams ein bisschen einfacher...“

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Koen Casteels. ©

Arnold gehörte mit Elvis Rexhbecaj und Yannick Gerhardt zur Mittelfeld-Zentrale des VfL, die auch in Abwesenheit der etatmäßigen Abräumer Josuha Guilavogui und Ignacio Camacho gut funktioniert. „Kompliment an Maximilian“, so Trainer Labbadia, „er nimmt seine Rolle an, macht nicht sein Spiel, sondern macht das, was die Mannschaft braucht.“

Gestern galt das auch für seine Nebenleute: Gerhardt war in seinem 100. Bundesliga-Spiel laufstärkster Spieler auf dem Platz, Rexhbecaj bereitete das zweite Tor vor. „Wir haben das gemacht, was gefragt war“, so Labbadia. „Und hätten wir den einen oder anderen Konter besser abgeschlossen, hätten wir auch eine ruhigere Endphase gehabt.“

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