RB Leipzigs Neuzugang Kevin Kampl RB Leipzigs Neuzugang Kevin Kampl © Picture Point
RB Leipzigs Neuzugang Kevin Kampl

Kampl-Transfer: So lief der Deal zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen

Nach dem teuersten Verkauf ist er der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte: Kevin Kampl wechselt für bis zu 20 Millionen Euro zu RB Leipzig. Ralf Rangnick gab am Donnerstag Einblicke in die Verhandlungen mit Bayer Leverkusen.

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Leipzig. Seit Tagen wurde der Vollzug erwartet, am Ende dauerte die Verpflichtung von Kevin Kampl doch bis zum Deadline-Day. Der Offensivspieler unterschrieb am Donnerstag gegen 12 Uhr seinen Kontrakt mit RB Leipzig, wenige Stunde bevor das Transferfenster schloss.

Für RB-Sportdirektor Ralf Rangnick ist dieser Termindruck kein Problem. Im Gegenteil: Gefühlt hatte für ihn Leipzig noch alle Zeit der Welt. Kein Vergleich mit dem ersten Kampl-Transfer vor fünf Jahren. Damals wechselte der Spieler im Sommer zunächst vom VfL Osnabrück zum VfR Aalen. In drei Ligaspielen unter dem damaligen Trainer Ralph Hasenhüttl schoss Kampl zwei Tore und legte noch zwei Treffer auf. Rangnick lotste den Spieler noch in derselben Wechselperiode zu Red Bull Salzburg und machte ebenfalls am 31. August das Geschäft perfekt.

BILDER aus der Karriere von Kevin Kampl

Allerdings drückte seinerzeit das heranrückende Ende der Wechselfrist gewaltig. „Da haben wir uns in der Geschäftsstelle gegenseitig bald über den Haufen gerannt. Kevin haben wir sicherheitshalber woanders hingesetzt. Dafür war es heute relativ entspannt“, erinnerte sich Rangnick. Möglich wurde die Verpflichtung des slowenischen Nationalspielers erst durch den Verkauf von Oliver Burke am vergangenen Freitag für rund 15,2 Millionen Euro zu West Bromwich Albion. „Wir haben Kevin auch gesagt, dass wir nur tätig werden können, wenn dieser Wechsel vorher passiert“, so der Sportdirektor, der die Grundsätze des Financial Fair Play stets im Auge haben muss.

Teuerster Zugang der Vereinsgeschichte

Und auch Leverkusen musste noch mitspielen. Am Verhandlungstisch saßen für Bayer Sportdirektor Rudi Völler und dessen Assistent Jonas Boldt. „Die Gespräche waren sehr fair und korrekt“, betonte Rangnick. Das sei ohne Streiks abgegangen, ein Seitenhieb auf das Theater von Ousmane Dembélé in diesem Sommer vor seinem Wechsel von Dortmund nach Barcelona.

RB Leipzig hat damit innerhalb einer Woche zwei Rekordtransfers durchgezogen. Mit dem Deal über rund 70 Millionen Euro für den Wechsel von Naby Keita im kommenden Jahr zum FC Liverpool verbuchte der deutsche Vizemeister seinen bisher teuersten Verkauf.

BILDER: Die Neuzugänge von RB Leipzig

RB überschreitet "freiwillige Altersgrenze"

Kampl ist im Gegenzug die bisher kostspieligste Verpflichtung. Die Ablöse soll zwischen geschätzten 17 und 18 Millionen Euro liegen. Mit Zusatzvereinbarungen könnte sie sogar auf 20 Millionen Euro klettern. Genaue Angaben machte RB dazu nicht. Nur so viel ließ sich Rangnick entlocken: Der Marktwert auf dem Portal Transfermarkt.de sei zu niedrig angesetzt. Kampl wird dort mit 15 Millionen Euro beziffert.

Und noch ein Wert ist bemerkenswert. Leipzig ist mit der Verpflichtung von seiner selbst gesetzten Altersgrenze von 24 Jahren abgerückt. Kampl liegt mit seinen 26 Jahren deutlich darüber und wird am 9. Oktober bereits 27 Jahre alt. „Jetzt oder nie, in einem Jahr wäre Kevin schon ein bisschen alt für uns gewesen. Jetzt kann er seine besten Jahre noch vor sich haben und braucht keine Anlaufzeit bei uns“, meinte Rangnick.

Älter als Kampl sind nur Fabio Coltorti (36), Marvin Compper (32), Dominik Kaiser (28) und Stefan Ilsanker (28).

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