07. März 2018 / 20:21 Uhr

Kein Gegentreffer trotz russischer Härte: RB Leipzig setzt sich neues Ziel in Europa

Kein Gegentreffer trotz russischer Härte: RB Leipzig setzt sich neues Ziel in Europa

Anne Grimm
Emil Forsberg (li.) und RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bei der PK vorm Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg.
Emil Forsberg (li.) und RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bei der PK vorm Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg.
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RB Leipzig trifft gegen Zenit St. Petersburg auf eine mit russischen Nationalspielern gespickte Mannschaft, die für ihre Offensivstärke bekannt ist. Doch das Hasenhüttl-Team braucht dringend ein Erfolgserlebnis und hat sich vorgenommen, erstmals international kein Tor zu kassieren.

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Leipzig. Am Donnerstagabend beginnt ein neues Kapitel für RB Leipzig in der ersten Europapokalsaison: Das Achtelfinale beschert dem Team von Trainer Ralph Hasenhüttl gleich zwei Premieren. Das erste Duell mit einem russischen Gegner sowie die erste internationale K.O.-Runde, in der die Leipziger das Hinspiel zu Hause austragen. Für das dritte Novum will der Gastgeber selbst sorgen: „Wenn wir zu Hause ein richtig gutes Ergebnis erzielen wollen, das ist für mich ein zu Null-Spiel, dann müssen wir etwas schaffen, was wir noch nicht international geschafft haben“, sagte Trainer Ralp Hasenhüttl einen Tag vor dem Duell im heimischen Stadion gegen Zenit St. Petersburg.

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Doch das wird gar nicht so einfach: Die Leipziger haben vor eigenem Publikum noch keine internationale Partie ohne Gegentreffer bestritten, lediglich eins von vier Heimspielen gewonnen. „Wenn man in so einem Wettbewerb weiter kommen möchte, dann muss in solchen Situationen ein bisschen Abgeklärtheit dazu kommen. Wir brauchen uns vor St. Petersburg nicht verstecken, ich gehe davon aus, dass wir auch eine Überraschung schaffen und diese Mannschaft aus dem Wettbewerb werfen können“, ist Hasenhüttl optimistisch. Immerhin kann der Trainer bis auf Kevin Kampl, der mit muskulären Problemen zu kämpfen hat und pausieren muss, personell aus dem Vollen schöpfen.

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Ein Erfolgserlebnis würde nicht nur die Chancen aufs Europa-League-Viertelfinale erhöhen, sondern auch Auftrieb für den Kampf um die Champions-League-Plätze in der Bundesliga geben. In den vergangenen vier Spielen blieb das Hasenhüttl-Team wettbewerbsübergreifend sieglos. Passend dazu haben auch die RB-Fans eine Schwächephase. Am Donnerstagabend werden nicht viel mehr als 20.000 Zuschauer erwartet, so wenige waren es in dieser Saison noch nie. Der Leipziger Trainer hat Verständnis: „Das ist für mich überhaupt kein Problem. Wir haben das vierte Heimspiel hintereinander, zwischen den ausverkauften Heimspielen gegen Dortmund und Bayern, es ist spät und in der Woche, die Partie läuft im Free-TV. Das sich der ein oder andere eine Auszeit gönnt, ist klar“, erklärte der 50-Jährige.
Zenit noch im Winterschlaf?

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Dass mit Zenit eine russische Mannschaft kommt, die generell sehr robust agiert, sieht Emil Forsberg nicht als Problem. „Klar, wir erwarten ein hartes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Aber wir sind vorbereitet und heiß. Wer hätte gedacht, dass wir im Achtelfinale stehen“, meinte der schwedische Nationalspieler voller Vorfreude. Ein kleiner Vorteil für die Leipziger könnte sein, dass der Gegner erst vergangenes Wochenende nach der langen Winterpause, die in der russischen Premjer Liga aufgrund der klimatischen Verhältnisse von Dezember bis Anfang März dauert, wieder in den Ligabetrieb eingestiegen ist.

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Forsberg fordert: „Wir haben keine Zeit, die zu unterschätzen, sondern müssen sofort bereit sein.“ Denn die Spielweise der Petersburger ist offensiv ausgerichtet, schon 20 Tore erzielte Zenit im internationalen Wettbewerb. Das soll sich trotz des Fehlens des gelbgesperrten Schlüsselspielers Leandro Paredes auch in Leipzig nicht ändern. „Verteidigen ist nicht unsere Art“, kündigte Trainer Roberto Mancini an, dessen Aussagen auf der Pressekonferenz vom italienischen ins russische sowie ins deutsche übersetzt werden mussten. Den internationalen Wettbewerb nimmt 53-jährige Zenit-Coach sehr ernst, glaubt aber: „In der Europa League haben wir es schwer, weil viele Mannschaften besser sind als wir. Aber wir wollen jedes Spiel gewinnen, das trifft auch morgen zu.“

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