Veilchen-Trainer Pavel Dotchev. (Archivbild) © dpa

Kein Punktepolster: Erzgebirge Aue und die verpasste Chance

Die Sachsen haben Punkte liegen gelassen und dafür gibt es klare Gründe.

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Aue. Die Chance, sich in der Englischen Woche so richtig frei zu schwimmen, hat der FC Erzgebirge Aue verpasst. Vier Punkte aus den drei Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga sind ordentlich, es hätten aber deutlich mehr sein können. Auch die 0:2-Niederlage am Samstag beim Karlsruher SC war «eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen», wie es Abwehr-Debütant Fabian Kalig ausdrückte.

«Wir haben 75 Minuten viele Sachen richtig gemacht», analysierte Trainer Pavel Dotchev. Und auch Kalig meinte: «Wir sind ganz gut in die erste Halbzeit reingekommen. Je länger das Spiel ging, haben wir dann aber immer mehr den Faden verloren». Der 23-Jährige war überraschend in die Startelf gerutscht, da sich Fabio Kaufmanns muskuläre Probleme als doch zu stark heraus stellten. Kalig machte, ebenso wie Ersatz-Torwart Robert Jendrusch, seine Sache gut. 

«So richtig verdient hatte den Sieg niemand», bemerkte Jendrusch am Sonntag. Die Partie im Wildparkstadion hatte lange Zeit kaum Zweitliga-Niveau. Aue fehlte ein strukturiertes Spiel nach vorn, der KSC wirkte, bis dato noch ohne Saisonsieg, völlig verunsichert. Die beiden früheren Karlsruher Pascal Köpke und Dimitrij Nazarov erwischten beide nicht ihre besten Tage, wobei Köpke im Sturmzentrum auch oft alleine gelassen wurde.

Lange Zeit wirkte das Spiel also wie ein typisches 0:0. Doch dann passierte das, was Jendrusch als «den Unterschied zwischen 2. und 3. Liga» bezeichnet. Nach einem schönen Pass des KSC und schlechter Abstimmung des FCE ergab sie die erste richtig gute Torchance für die Hausherren, die sie auch prompt nutzten. Aue warf alles nach vorn und kassierte nach einem langen Ball den zweiten Gegentreffer.

«Unser Problem ist, dass wir zu viele individuelle Fehler machen, die dann auch zu Gegentoren führen. Das werden wir in den nächsten Tagen intensiv aufarbeiten», kündigte Dotchev an. Egal, ob Steve Breitkreuz gegen Fürth, Julian Riedel gegen Braunschweig, die gesamte Abwehr gegen Bielefeld, oder am Samstag vor allem Sebastian Hertner - die ansonsten sichere Abwehr leistet sich immer wieder eklatante Fehler, die dann direkt bestraft werden und einige Punkte gekostet haben. 

Mut macht die ansonsten spielerisch gute Leistung. «Wir haben gezeigt, dass wir uns vor niemandem verstecken brauchen», gab sich Kalig selbstbewusst. Und auch Jendrusch meinte: «Wir können mithalten! Wir schauen mit breiter Brust auf das Spiel gegen Bochum». Am Freitag kommt der VfL nach Aue und wird zum nächsten Prüfstein. «Wir müssen auf jeden Fall Punkte holen», bemerkte Jendrusch. Sonst droht Aue in den roten Bereich zu rutschen. Das fehlende Punkte-Polster macht sich da bemerkbar. Aue ist derzeit absolut im Soll - aber eben auch nicht mehr. 

FC Erzgebirge Aue Fussball 2. Bundesliga Region/Dresden FC Erzgebirge Aue (Herren)

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