SGD-Coach Uwe Neuhaus beim Abschlussgespräch in der Lobby des Teamhotels “Guadalmina Spa & Golf Resort”. SGD-Coach Uwe Neuhaus beim Abschlussgespräch in der Lobby des Teamhotels “Guadalmina Spa & Golf Resort”. © Jochen Leimert
SGD-Coach Uwe Neuhaus beim Abschlussgespräch in der Lobby des Teamhotels “Guadalmina Spa & Golf Resort”.

„Keine Traube am Baum zu sehen“ - Dynamo-Coach Neuhaus plant für die Rest-Rückrunde ohne weitere Transfers

Nach zehn Tagen an der Costa del Sol kehrt Dynamo am Sonntag nach Dresden zurück. Trainer Uwe Neuhaus (58) zog vor der Abreise aus Marbella Bilanz.

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Wie zufrieden sind Sie mit dem Trainingslager?

„Ich bin schon sehr zufrieden. Das Hotel kannten wir, die Plätze kannten wir. Die Plätze waren – vor allem weil wir als Erster drauf durften – perfekt. Von daher war ich mit den Umständen, die wir vorgefunden haben, natürlich zufrieden. Auch mit der Mannschaft, mit der Art und Weise, mit den Spielen. Im Spiel gegen die Bremer Amateure war der Wille zwar da, wir haben sie auch gut beschäftigt, aber wir haben zu viele Fehler gemacht und zu viele Kontermöglichkeiten zugelassen. Da haben wir sicherlich noch ein bisschen Luft nach oben.“

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Dynamo hat diesmal den Rekord aufgestellt, war so lange im Trainingslager wie kein anderer Zweitligist. Was war der Grund?

„Ich wollte mal Erster in der Tabelle sein (lacht). Nein. Man weiß ja nie, wie das Wetter ist. Man muss ja langfristig planen. Als wir uns entschieden haben, so lange hier zu bleiben, wusste keiner, wie das Wetter wird. Wenn wir drei Tage eher zu Hause gewesen wären und hätten gefrorene Plätze vorgefunden, hätten wir uns geärgert, dass wir nicht länger gebucht haben. Ich glaube, es war die richtige Maßnahme, es war ja auch nicht superlang. Alles was in Richtung 14 Tage geht – und man hat nach fünf, sechs Tagen noch nicht mal die Hälfte geschafft –, dann wird das schon für den Kopf schwer. Ich denke, dass jeder die Umstände, das schöne Wetter genossen hat. Das bisschen Regen konnten wir auch ganz locker verkraften.“

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Die wichtigste Nachricht des Trainingslagers ist: Es gibt außer den Langzeitverletzten keine Ausfälle.

„Ich habe vorher schon gesagt, dass es eines meiner Ziele ist, dass möglichst alle Spieler alle Einheiten mitmachen können. Das hat nicht ganz geklappt: Marvin Schwäbe hat zwei, drei Tage aussetzen müssen, Kevin Ehlers auch, aber ansonsten waren alle dabei. Das ist sehr, sehr wichtig.“

Wie sind Sie taktisch weitergekommen?

„Taktisch in dem Sinne, dass wir auf dem aufgebaut haben, was wir sowieso gemacht haben. Das wollten wir den Spielern nach dem Urlaub auch wieder ins Gehirn bringen. Dass die Automatismen, die wir uns in Monaten und Jahren erarbeitet haben, auch wieder funktionieren. Es war eine sehr kurze Vorbereitungsphase: drei Wochen und zwei Tage bis St. Pauli. Da kann man jetzt nichts Neues anfangen. Wir haben sowohl unser Pressingspiel aktiviert als auch unseren Spielaufbau noch mal einstudiert und auch in den Spielen gut sichtbar umgesetzt. Wir haben am Donnerstag auch das Defensivverhalten geübt. Das heißt aber nicht, dass wir uns permanent um den eigenen Strafraum verbarrikadieren wollen. Es gibt immer Momente im Spiel, wo es sich ein bisschen dreht. Wo man keinen Zugriff hat, ins Leere läuft und die Räume größer werden. Dies im Spiel zu erkennen und dann defensiv gut gestaffelt zu stehen, das war der Sinn und Zweck der Maßnahme.“

Rückblick auf das Trainingslager der SG Dynamo Dresden

Wie hat sich Marcel Franke gemacht?

Er hat sich sehr gut eingefügt, was in der Gruppe nicht anders zu erwarten war. Er hat nicht wie ein Fremdkörper gewirkt, sich schnell eingelebt und er trainiert ordentlich. Er ist ein Profi.

Haben Sie die Stammplätze schon vergeben?

„Nein, ich habe mich noch nicht festgelegt. Die letzten Wochen des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass wir – wenn alle Spieler gesund sind und aus einem großen Pool zugreifen können – eine Mannschaft haben, die jeden schlagen kann. Die auch auf dem Platz harmoniert. Mit vielen Verletzten wird es etwas schwieriger. Jetzt liegt es an mir, die richtige Zusammenstellung zu finden, aber da bin ich überhaupt noch nicht festgelegt. Wir haben noch anderthalb Wochen Zeit bis St. Pauli. Da hat jeder auch weiterhin die Chance, Punkte zu sammeln.“

Dynamo im Trainingslager: Marcel Franke im Kurz-Interview

Von wem erwarten Sie nach der Hinrunde noch einmal einen Schub?

„Eigentlich von allen. Ich kann ja jetzt keine drei oder vier Spieler herausheben, die über allen thronen und die geglänzt haben. Man muss das immer im Zusammenhang sehen. Unter den vielen Wechseln, die wir vornehmen mussten, hat der eine oder andere Spieler auch gelitten. Das Zusammengreifen der Räder hat nicht so ganz funktioniert. Da hat der eine Fehler gemacht, dann der andere, aber das war alles der Situation geschuldet.“

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Peniel Mlapa muss sich steigern, oder?

„Ich glaube, dass der ,Penny‘ das auch weiß. Er hat eigentlich einen ganz guten Start gehabt, mit seinen Toren. Dass er mehr leisten kann, das weiß er selber auch. Ich habe in den Tagen gesehen, dass er dazu bereit ist. Das ist die Voraussetzung. Ob er das auf dem Platz umsetzen kann, werden die nächsten Wochen zeigen.“

Das Thema Markkanen hat sich geklärt. Ist das eine Belastung gewesen?

„Eine Belastung nicht. Eine Entlastung. Wenn einer keine Lust hat, hier zu spielen, dann ist es vor allem für uns besser, wenn er geht.“

DURCHKLICKEN: Dynamo Dresden trainiert am Strand

Wollen Sie als Trainer Ersatz haben?

„Wir sind immer im Austausch, auch darüber haben wir uns unterhalten (lacht).“

Sind Sie denn optimistisch, dass noch was passieren wird?

„Wenn jemand da ist, werden wir es auf jeden Fall sofort sagen. Die Frage ist nicht so einfach mit Ja oder Nein zu beantworten. Das ist schon sehr kompliziert, aber wir vertrauen dem Kader, den wir haben. Die größte Baustelle, die wir hatten, ist behoben. Mit Mlapa und Röser haben wir zwei Stürmer, die ähnlich gelagert sind und gezeigt haben, dass sie in unser System passen. Jetzt müssen sie leistungsmäßig noch ein bisschen obendrauf packen, das ist jedem klar. Jetzt noch einen anderen Stürmer zu holen – das ist schwer. Das hängt auch davon ab, was der Markt hergibt. Es ist keine Traube am Baum zu sehen.“

Dynamo im Trainingslager: Florian Ballas im Kurz-Interview

Ist Vasil Kusej schon so weit, dass man ihn mal bringen könnte?

„Wann soll ich ihn bringen? Wenn wir in Not sind? Das wäre ihm gegenüber sehr unfair. Dann würden zu viele zu viel von ihm erwarten. Ich glaube nicht, dass er dem Druck standhalten würde. Wenn es gut läuft, dann kann man ihm ein paar Minuten geben. Aber dann ist er auch nicht der, den wir unbedingt brauchen.“

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Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Rest-Rückrunde?

„Ich erwarte schon, dass wir es schaffen, nicht in den Abstiegsstrudel reinzukommen. Damit nicht die Nerven entscheiden.“

Was muss sich außer der Verletzungssituation ändern?

„Ich glaube, dass sich mit gesunden Spielern schon einiges ändert. Dass wir dann Qualität haben, die ausreicht – natürlich mit den Grundtugenden, die man beim Fußball braucht: die Kompaktheit, Leidenschaft, Herz und absoluten Einsatz.“

Auf die Trainingsbedingungen in Dresden freuen Sie sich bestimmt weniger, oder?

„Im Moment sieht es nicht so schlecht aus. Wenn die Temperaturen so bleiben, haben wir keine gefrorenen Plätze. Die Plätze im Großen Garten sind in einem guten Zustand. Im Moment deutet sich nicht an, dass da irgendwo Winter ist. Ich kann auf den Winter verzichten. Er braucht von mir aus nicht mehr kommen, aber ich fürchte, da habe ich keine Chance.“

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Dürfen Sie im Stadion trainieren?

„Das kann ich mir nicht vorstellen, der Rasen ist frisch verlegt, muss noch anwachsen. Wir werden aber sicherlich vor dem Pauli-Spiel mal reingehen.“

Wie sieht die kommende Woche aus?

„Montag ist definitiv frei, am Dienstag trainieren wir zweimal, am Mittwoch und Donnerstag einmal. Freitagmorgen noch mal, dann ist das Spiel gegen Mlada Boleslav.“

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