11. Januar 2018 / 15:18 Uhr

Keita wirkt lustlos – RB-Trainer Hasenhüttl will Wogen glätten

Keita wirkt lustlos – RB-Trainer Hasenhüttl will Wogen glätten

Anne Grimm
Naby Keita ist zufrieden mit der RB Saisonleistung.
Naby Keitas Gedanken schienen zuletzt nicht gänzlich bei RB Leipzig zu sein. Im Training wirkte er lustlos. © imago
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Bleibt Naby Keita bis zum Sommer in Leipzig oder verabschiedet er sich schon im Winter nach England? Coach Hasenhüttl beteuert seinen Verbleib. Keitas Auftritt beim Training deutet auf andere Ambitionen hin.

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Leipzig. Ralph Hasenhüttl versuchte am Donnerstag gute Miene, zu der nervenaufreibenden nächsten Runde, in einem millionenschweren Spiel um Naby Keita zu machen. „Der aktuelle Stand ist unverändert zur ganzen Saison. Wir haben immer gesagt, dass es keinen Grund gibt, ihn vorher abzugeben. Dabei bleibt es. Dementsprechend wird er am Wochenende gegen Schalke spielen“, sagte der RB-Coach.

Der Spezialfall Naby Keita. Ausgerechnet vor dem Rückrundenstart gegen den Tabellenzweiten geht er in die nächste Runde. Der Guineer zeigte in den 20 Minuten öffentlichem Training am Donnerstag deutlich: Ich will hier schon im Winter weg. Autogramme für die Fans der Rasenballer gab der Star diesmal keine. Lustlos schlurfte der 22-Jährige als einer der Letzten auf den Platz. Während sich seine Teamkollegen schon mit dem Ball erwärmten, setzte sich der Feintechniker ins Golfcart.

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Erst nach Gesprächen mit Co-Trainer Zsolt Löw sowie Teampsychologe Sascha Lense schloss sich Keita der Übungseinheit an. „In der Phase, in der ihr noch da wart, war er sehr zurückhaltend. Als ihr weg wart, war er richtig gut“, versuchte Hasenhüttl die Wogen in der Öffentlichkeit zu glätten.

Lustlos beim Training

Die Causa Keita hat in diesen Tagen Priorität. Die Körpersprache und das Verhalten des Guineers deuten auf einen baldigen Abschied hin. Intern herrscht deshalb Unruhe. Sogar Sportdirektor Ralf Rangnick, sein Berater Helmut Groß und RB-Chef Oliver Mintzlaff gesellten sich am Donnerstag neben den Rasen am Cottaweg. Hatten sie dem 22-Jährigen am Morgen klar zu verstehen gegeben, dass ein Wechsel im Winter weiterhin keine Option ist?

� Die PK vor dem Topspiel gegen Schalke 04!

🎥 Die Pressekonferenz vor dem Topspiel gegen den FC Schalke 04 mit unserem Cheftrainer Ralph #Hasenhüttl. ___________ #RBLS04 #RBLMediengespräch

Posted by RB Leipzig on Donnerstag, 11. Januar 2018

Die RB-Verantwortlichen stecken in einer Zwickmühle. Vergangenen Sommer wollte der Verein mit dem vorzeitigen Transfer zum FC Liverpool, der dem Verein je nach abschneiden in dieser Saison zwischen 65 und 75 Millionen Euro in die Kassen spült, für Ruhe sorgen. Nun scheint alles von vorn zu beginnen, weil der FC Liverpool laut übereinstimmenden Berichten von „Bild“ und „Kicker“ für einen Transfer im Winter wohl gerne noch ein paar Millionen (15-20) extra locker machen würde. Der Premier-League-Club braucht Ersatz für Philippe Coutinho, der für etwa 120 Millionen zum FC Barcelona gewechselt ist. Doch was wäre es für ein Zeichen an die Leipziger Mannschaft, den Unterschiedsspieler trotz langfristiger Absprache vorzeitig gehen zu lassen?

Fotos: Naby Keita bei RB Leipzig

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Hasenhüttl versuchte die Gemüter zu beruhigen: „Er wird hier nochmal alles daran setzen, dieses halbe Jahr zu nutzen, um Eigenwerbung für sich zu machen. Ich gehe davon aus, dass er sich die Chance selbst nicht nehmen lässt.“ Und wie sieht Keita selbst die Lage? Der Trainer sagt: „Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, dass er mit euch über Gerüchte spricht, die irgendjemand in die Welt gesetzt hat. Seine Aufgabe ist es, Fußball zu spielen und das möglichst gut. Ich habe keine Sekunde einen Zweifel daran, dass er das am Samstag machen wird.“

Die beste Frage der Pressekonferenz kam zum Schluss: Was ist, wenn Klopp jetzt nochmal 50 Millionen extra hinlegt? Das wäre in etwa das Geld, das man nächstes Jahr in der Champions League verdienen kann. „Das sind Was-Wäre-Wenn-Fragen. Über die mache ich mir zwei Tage vor dem Spiel gegen Schalke wirklich keinen Kopf. Darauf will ich jetzt auch nicht antworten“, sagte Hasenhüttl und verabschiedete sich von den Journalisten.

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