11. Juli 2018 / 17:57 Uhr

Kevin Blumenthal: Mit Tochter Leni gegen Hertha BSC 

Kevin Blumenthal: Mit Tochter Leni gegen Hertha BSC 

Marius Böttcher
Gegen den Fußball-Bundesligisten aus Berlin wartet auf Innenverteidiger Kevin Blumenthal viel Arbeit. 
Gegen den Fußball-Bundesligisten aus Berlin wartet auf Innenverteidiger Kevin Blumenthal viel Arbeit.  © Oliver Schwandt
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Brandenburgliga: Hertha-Fan Kevin Blumenthal trifft mit dem MSV Neuruppin auf seine Vorbilder.

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Einmal gegen seinen Lieblingsverein spielen – welcher Fußballer träumt nicht davon? Für Kevin Blumenthal wird das am Donnerstagabend (18.30 Uhr) Wirklichkeit. Der Innenverteidiger des Brandenburgligisten MSV Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) trifft in einem Testspiel im heimischen Volksparkstadion auf Hertha BSC. Und damit auf den Club, dem er vor 20 Jahren sein Fanherz schenkte.

„Das ist nach dem Landespokal-Halbfinale gegen Babelsberg 03 ein absolutes Highlight für mich. Ich freue mich auf diese einmalige Chance, gegen die Jungs zu spielen, die ich sonst vor dem Radio, dem Fernseher oder auch ab und zu im Stadion unterstütze“, erklärt er, dass aufgrund der zeitlichen Komponente Besuche im Olympiastadion nur noch selten vorkommen. Für den gebürtigen Prignitzer, Blumenthal wuchs in der Gemeinde Groß Pankow auf und erlernte bei seinem Heimatverein sowie beim Pritzwalker FHV das Fußball-Abc, ist das Duell mit der „Alten Dame“ aber nicht das erste Spiel gegen einen Bundesligisten. Nach seinem Wechsel 2015 zum MSV Neuruppin – zuvor kickte er fünf Jahre beim Malchower SV in der Oberliga – hieß sein erster Testspielgegner SV Werder Bremen. „Die haben ja schon zweimal ein Trainingslager bei uns absolviert. Da war es natürlich cool, sich mit solch einem großen Namen im deutschen Fußball zu messen“, verrät Blumenthal, der als Niederlassungsleiter bei einer Recycling-Firma arbeitet.

​Schwester Sandra ist DFB-Schiedsrichterin

Während der Hauptstadtclub bereits mitten in der Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison steckt, starten die Fontanestädter fast aus der Kalten: „Wir haben am Montag und Dienstag locker trainiert, fangen aber erst nächste Woche so richtig an. Bei Hertha wollen sich alle anbieten und stellen Ansprüche, während der Saison in der ersten Elf zu stehen. Eine gewisse Intensität sollte in den Zweikämpfen dabei sein, unnötige Fouls werden wir aber vermeiden wollen.“ Als Defensivspezialist dürfte es der 28-Jährige eher mit den Angreifern des Bundesligisten zu tun bekommen. Auf eine Offensivkraft freut er sich besonders: „Ich hoffe darauf, gegen Vedad Ibisevic zu spielen. Das was er macht, sieht immer so unspektakulär aus. Er ist als Gegenspieler bestimmt unbequem, kämpft mit Haken und Ösen. Aber erstmal müssen wir versuchen, überhaupt in die Zweikämpfe zu kommen“, scherzt Blumenthal, der dank des Testspiels gegen Bremen weiß, „wie schnell das alles geht“.

Kevin Blumenthal und seine Tochter Leni.
Kevin Blumenthal und seine Tochter Leni. © Privat
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Noch herrscht große Vorfreude bei Kevin Blumenthal, der auch dank der ganzen Familie zu seinem Lieblingssport kam. Seine Schwester Sandra Stolz ist nämlich keine Unbekannte in Fußball-Deutschland, sondern leitet als Schiedsrichterin seit 2011 Spiele in der Frauen-Bundesliga. Im Mai diesen Jahres pfiff sie sogar das DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayern München, bei dem auch Bruder Kevin, gemeinsam mit Töchterchen Leni-Jolien, zusah.

​Kevin Blumenthal: "Vorne ein Ding reinmurmeln, das wäre was"

Eben jene läuft am Donnerstagabend auch an der Hand ihres Papas ins Volksparkstadion ein. „Kurz vor dem Anpfiff wird bestimmt eine gewisse Nervosität eintreten. Da ist es natürlich schön, meine Tochter bei mir zu haben“, wird „Blume“ den besonderen Moment genießen können. Auch die Siebenjährige kann sich für die Leidenschaft ihres Papas und ihrer Tante begeistern, kickt selbst bei den Bambinis in ihrem Heimatort Groß Pankow. „Wenn ihr Fußball Spaß macht, freut es mich natürlich“, sagt ein stolzer Papa.

Innerhalb der Mannschaft gibt man sich vor dem ungleichen Duell realistisch. „Unsere Ziele sind wahrscheinlich die gleichen, wie von allen Amateurteams, die gegen einen Großen spielen. Nicht zweistellig verlieren und vorne ein Ding reinmurmeln, das wäre was. Aber wir und alle Zuschauer sollten es vor allem genießen“, meint Blumenthal, der zudem hofft, den einen oder anderen Hertha-Profi in einen kurzen Plausch zu verwickeln.

​Wunsch-Trikot vom "Vedator"

„Ob im Spiel oder danach, das ist ganz egal. Vielleicht ist es ja sogar möglich, ein Trikot zu erhaschen. Wenn ja, dann würde ich mir das von Ibisevic holen“, erklärt Kevin Blumenthal. Ein Selfie mit dem „Vedator“ und Töchterchen Leni ist dann sicherlich auch noch drin.

In Bildern: RSV Eintracht - Hertha BSC 0:7 (0:5).


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