14. Januar 2019 / 22:05 Uhr

Jena-Trainer zerlegt Pannewitz nach Kündigung: "Offensichtlich hat er da eine Schwäche für"

Jena-Trainer zerlegt Pannewitz nach Kündigung: "Offensichtlich hat er da eine Schwäche für"

Redaktion Sportbuzzer
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Da war noch alles gut: Kevin Pannewitz im Gespräch mit Jenas Trainer Lukas Kwasniok.
Da war noch alles gut: Kevin Pannewitz im Gespräch mit Jenas Trainer Lukas Kwasniok. © imago/Christoph Worsch
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Die Kündigung von Ex-Toptalent Kevin Pannewitz sorgt auch fast eine Woche später noch für Wirbel. Jetzt hat sich Jenas Trainer Lukas Kwasniok zu Wort gemeldet und Pannewitz scharf kritisiert.

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Der Eklat um den vermeintlichen Problem-Profi Kevin Pannewitz und dessen Rauswurf beim Drittligisten Carl Zeiss Jena geht in die nächste Runde. Nach der fristlosen Kündigung des einstigen Toptalentes durch CZ und die schweren Vorwürfe, die der 27-Jährige im Gespräch mit der Bild lancierte ("Der Verein hat mich bei der ersten Gelegenheit abgeschossen") hat sich nun Jenas Trainer Lukas Kwasniok zu Wort gemeldet - und Pannewitz kritisiert. Der ehemalige Hansa-Profi soll mit deutlichem Übergewicht aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt sein.

"Ich muss sagen, dass ich noch nicht ganz so viele Menschen erlebt habe, die aufgrund einer Krankheit dann vermeintliche drei Kilo zunehmen", sagte Kwasniok bei Sport1. "Kevin hatte in Bezug auf die Gesamtdisziplin eines Profis Probleme." Harte Aussagen über das einstige Spitzentalent, für das die Station Jena eigentlich ein Schritt zurück in das Profigeschäft sein sollte. Zuvor hatte der Ex-Rostocker im Berliner Amateurfußball gespielt.

Die Stationen von Kevin Pannewitz

Rasanter Aufstieg: In Berlin hatte Kevin Pannewitz das Fußball-Abc beim MSV Normannia, dem Frohnauer SC, dem Nordberliner SC und Tennis Borussia Berlin gelernt. In der Hauptstadt begegnete er auch Auswahltrainer Hans Oertwig, der ihn später noch einmal nach Oranienburg holen sollte. 2008 wechselte der Mittelfeldspieler in die A-Jugend des FC Hansa Rostock, kickte in der U19-Bundesliga. Zur Galerie
Rasanter Aufstieg: In Berlin hatte Kevin Pannewitz das Fußball-Abc beim MSV Normannia, dem Frohnauer SC, dem Nordberliner SC und Tennis Borussia Berlin gelernt. In der Hauptstadt begegnete er auch Auswahltrainer Hans Oertwig, der ihn später noch einmal nach Oranienburg holen sollte. 2008 wechselte der Mittelfeldspieler in die A-Jugend des FC Hansa Rostock, kickte in der U19-Bundesliga. ©
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Pannewitz: "Vielleicht kam ich ihm gerade recht"

"Es gab auch im Urlaub Kontakt von Vereinsverantwortlichen mit Kevin, um ihn nochmal darauf hinzuweisen, dass er in guter Form zurückkommen soll", wird Kwasniok von der Sport1 zitiert. "Offensichtlich war er nicht ganz so krank. Den Urlaub konnte er jedenfalls antreten, der etwas weiter entfernt stattfand." Die Vorwürfe von Pannewitz, Kwasniok habe seine Gewichtsprobleme zum Vorwand genommen, um den Kader zu verkleinern ("Vielleicht kam ich ihm gerade recht") wies der Coach deutlich zurück. "Jena hat Kevin diese große Chance nochmal ermöglicht. Er hat sie eine Zeitlang genutzt, und jetzt ist er leider wieder in alte Verhaltensmuster verfallen. Offensichtlich hat er da eine Schwäche für, da kann ich ihm dann nicht mehr helfen", betonte Kwasniok.

Mehr zum Fall Pannewitz

Pannewitz stammt aus der Jugend von Hansa Rostock, wo er mit 17 Jahren debütierte. Seit dieser Zeit plagen den Mittelfeldspieler aber Gewichtsprobleme. Die Verantwortlichen könnten sich nicht 24 Stunden am Tag um ihre Spieler kümmern, sagte Kwasniok. "Es tut mir nicht leid. Ich kenne Kevin erst seit rund fünf Wochen. Ich glaube, dass er schon viele Chancen von meinen Trainerkollegen bekommen hat."

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