09. Januar 2018 / 21:48 Uhr

Kevin-Prince Boateng kämpft gegen Rassismus - und plant Zusammenschluss

Kevin-Prince Boateng kämpft gegen Rassismus - und plant Zusammenschluss

Redaktion Sportbuzzer
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Kevin-Prince Boateng ist angesichts der Werbung des Bekleidungsunternehmens H&M schockiert.
Kevin-Prince Boateng ist angesichts der Werbung des Bekleidungsunternehmens H&M schockiert. © imago/Screenshot
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Kevin-Prince Boateng von Eintracht Frankfurt hatte die schwedische Modekette H&M wegen eines umstrittenen Werbefotos kritisiert und sich mit Blaise Matuidi solidarisiert, der rassistisch beleidigt worden war. Jetzt plant er einen Zusammenschluss gegen den Rassismus.

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Kevin-Prince Boateng plant einen Zusammenschluss gegen Rassismus! Der Profi von Eintracht Frankfurt hatte zuletzt das umstrittende Werbefoto der schwedischen Modekette H&M kritisiert. Das Unternehmen hatte für einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" einen schwarzen Jungen modeln lassen und erntete dafür in sozialen Medien massiv Kritik. Boateng fragte auf Twitter, ob das ernst gemeint sei.

Die Modekette hatte sich nach der Kritik entschuldigt und das Bild zurückgezogen. Der Pulli war Teil einer Safari-Kollektion und wurde im britischen Online-Shop angeboten. Andere Kleidungsstücke, etwa mit der Aufschrift "Überlebensexperte", wurden von weißen Kindermodels präsentiert.

Boateng solidarisiert sich mit Matuidi


Boateng hatte sich davor mit dem französischen Nationalspieler Blaise Matuidi von Juventus Turin solidarisiert, der am Wochenende während des Auswärtsspiels bei Cagliari Calcio in der italienischen Liga wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden war. "Genug ist genug!!!", schrieb Boateng bei Twitter. "Ich stehe an deiner Seite, Blaise Matuidi, wir müssen stark bleiben und Rassismus JETZT bekämpfen!!!"

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Jetzt plant der Eintracht-Star einen Zusammenschluss gegen den Rassismus. "Wir müssen den Sport nutzen, um dagegen vorzugehen. Es gibt nichts Schöneres als Fußball, wo jede Nation zusammen spielt, zusammen feiert, zusammen traurig ist", wird er vom Kicker zitiert. Und weiter: "Jetzt reicht es mir mit reden, ich werde jetzt irgendetwas in die Hand nehmen und dagegen angehen. Wenn das meine Berufung ist vom großen Gott, Allah, Buddha, oder wie er auch heißt, dann werde ich das jetzt angehen." Mit Matuidi will er sich austauschen. "Wir müssen eine Front bilden und dagegen angehen", so Boateng.

Eintracht-Star engagiert sich seit Jahren gegen Rassismus

Der Spieler von Eintracht Frankfurt tritt seit Jahren gegen Rassismus in den Stadien und in der Gesellschaft ein. 2013 hielt der 30-Jährige am internationalen Tag gegen Rassismus eine Rede vor den Vereinten Nationen. Die UNO hatte ihn dazu eingeladen, weil Boateng zuvor noch als Spieler des AC Mailand nach rassistischen Rufen gegnerischer Fans den Platz verlassen hatte. Erst im Dezember war der Sohn eines ghanaischen Vaters und einer deutschen Mutter für sein Engagement mit einem Sonderpreis des Radiosenders 1LIVE ausgezeichnet worden.

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