11. September 2018 / 10:39 Uhr

"Ich spreche aus Erfahrung": Kevin-Prince Boateng über Mesut Özil

"Ich spreche aus Erfahrung": Kevin-Prince Boateng über Mesut Özil

Redaktion Sportbuzzer
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Mit dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft hat der Ex-Frankfurter Kevin-Prince Boateng nicht gerechnet.
Mit dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft hat der Ex-Frankfurter Kevin-Prince Boateng nicht gerechnet. © Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
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Der ehemalige Frankfurt-Profi Kevin-Prince Boateng ist selten um eine klare Antwort verlegen. Doch bei Mesut Özils Abschied aus der DFB-Elf blieb dem 31-Jährigen zunächst die Spucke weg. Inzwischen hat er sich in einem Interview zu diesem Dauerthema geäußert und versucht, in die Seele des Arsenal-Stars hineinzuschauen.

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Der medienwirksame DFB-Rücktritt von Mesut Özil in drei Akten liegt bereits einige Wochen zurück. Dennoch ist und bleibt dieser Abgang ein Thema, das die Massen bewegt. Während der Weltmeister von 2014 Gerüchten zufolge aktuell seine Flucht vom FC Arsenal zu Fenerbahce Istanbul plant, hat sich mit Kevin-Prince Boateng nun ein Kenner des deutschen Fußballs zum Fall Özil geäußert.

Harte Kritik an Özil: Boateng kennt das Gefühl

Im Interview mir der Bild zeigte sich der frühere Profi von Eintracht Frankfurt (heute in Italien bei US Sassuolo Calcio aktiv) über den Rücktritt von Mesut Özil überrascht: "Ganz ehrlich: Ich war geschockt, denn damit habe ich nicht gerechnet." Boateng vermutet, dass es sich bei der Entscheidung um eine "Reaktion aus dem Stress" gehandelt habe. "Ich spreche da aus Erfahrung. Ich weiß ja, wie es ist, wenn sich alle auf dich eingeschossen haben, wenn du wirklich hart kritisiert wirst, wenn deine Familie angegangen wird. So etwas macht dich fertig, das kannst du nicht mal eben so verarbeiten", so der Mann, der sich mit dem Pokalsieg aus Hessen verabschiedet hatte.

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Auch wenn Joachim Löw einem möglichen Rücktritt vom Rücktritt Özils kürzlich den Riegel vorgeschoben hatte, könnte sich Kevin-Prince Boateng vorstellen, dass das letzte Wort hier noch nicht gesprochen ist: "Vielleicht kommt der Tag, wo er sagt: ‚Ich würde gern‘ wieder zurück.‘ Dann muss man schauen, ob sich die Tür noch mal öffnet. Es heißt zwar, sie sei unwiederbringlich zu, aber wer weiß, was passiert."

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Kevin Prince Boateng: der neue Denzel Washington?

In besagtem Interview sprach der exzentrische Fußballer nicht nur über das Dauerthema Özil, sondern auch über seine eigene Zukunft. Für die Zeit nach seiner aktiven Karriere liebäugelt der frühere Bundesligaspieler mit einer zweiten Laufbahn als Schauspieler, gerne auch in Hollywood: „Wenn schon, denn schon!“, sagte er. „Es müsste in Richtung Denzel Washington gehen, den finde ich wirklich gut.“

Wegen des zeitintensiven Fußballtrainings habe er ein erstes Film-Angebot ablehnen müssen - eine Rolle in der deutschen Serie „4 Blocks“, in der es um Berliner Familienclans geht: „Ich wollte es unbedingt machen, aber die Drehtage waren immer Montag und Dienstag, da hat es zeitlich leider nicht geklappt wegen des Trainings. Aber vielleicht kommt das noch“, erklärte der gebürtige Berliner.

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Auch einer Laufbahn als Musiker wäre der Mittelfeldspieler des italienischen Erstligisten US Sassuolo Calcio nicht abgeneigt. Unter dem Künstlernamen „Prin$$ Boateng“ veröffentlichte er im August seinen ersten Rap-Song „King“ samt Video. „Ich hätte nie gedacht, dass es so eine Welle nimmt. Ich hatte im Urlaub ein bisschen Zeit, deshalb haben wir das Video gemacht. Inzwischen hab' ich drei, vier Anrufe bekommen von Labels, die wollten, dass ich mehr Songs aufnehme. Ich hab' gesagt: 'Männer, ich hab' keine Zeit dafür. Ich bin Fußballer.'"

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