07. Oktober 2018 / 20:08 Uhr

Hier stimmt was nicht: Kevin Schumacher trifft - aber nicht für, sondern gegen Egestorf!

Hier stimmt was nicht: Kevin Schumacher trifft - aber nicht für, sondern gegen Egestorf!

Robby Echelmeyer
Germanias Kevin Schumacher feiert sein 2:0.
Eindeutig ein Archivbild: Kevin Schumacher jubelt nicht mehr für den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. © deisterpics/Stefan Zwing
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"Das Tor hätte er sich sparen können": Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder verliert bei Werder Bremen II mit 0:1 Den Treffer des Tages erzielt ausgerechnet Kevin Schumacher. Der Stürmer ist im Sommer von der Ammerke an die Weser gewechselt.

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Ausgerechnet Kevin Schumacher hat dafür gesorgt, dass der 1. FC Germania Egestorf/Langreder in der Regionalliga Nord weiter auf den ersten Auswärtspunkt warten muss. Beim SV Werder Bremen II verloren die Deisterstädter durch einen Treffer ihres Ex-Spielers mit 0:1 (0:1).

"Das Tor hätte er sich sparen können."

„Ich freue mich für Kevin, wenn er spielen darf und es für ihn gut läuft. Aber das Tor gegen uns hätte er sich natürlich sparen können“, sagte Gäste-Coach Jan Zimmermann. Auf ein nachträgliches Geschenk seiner Mannschaft hatte der am Freitag 39 Jahre alt gewordene A-Lizenzinhaber vergeblich gehofft.

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Die Germanen konzentrierten sich vor 350 Zuschauern auf Platz 11 am Weserstadion zunächst wie geplant auf die Defensivarbeit. „Wenn wir kompakt standen, haben sich die Bremer sehr schwergetan“, sagte Zimmermann. Doch hin und wieder agierte sein Team zu sorglos, so dass die Platzherren schon in der ersten halben Stunde zu mehreren Torchancen kamen.

Germania zunächst im Glück

Bei einem Steilpass von Jean-Manuel Mbom auf Schumacher war Egestorfs Schlussmann Markus Straten-Wolf noch zur Stelle (8. Minute). Lars Bünning zielte kurz darauf per Kopf knapp daneben (12.). Glück hatte der 1. FC nach einer Ecke, als Jonah Osabutey aus fünf Metern drüber schoss (26.).

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In der 32. Minute war es dann soweit: Osabutey entwischte Robin Gaida und legte den Ball quer zu Schumacher, der ihn für seinen dritten Saisontreffer nur noch ins leere Tor schieben musste.
„Wir sind nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld ausgekontert worden“, sagte Zimmermann. Genau das sei seinen Akteuren auch schon bei den vorherigen Niederlagen in Hannover (0:4) und Lübeck (2:5) passiert.

Stabiler nach dem Rückstand

„Ich verstehe nicht, warum wir auswärts gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenregion so schnell ungeduldig werden und unsere Grundordnung aufgeben“, fügte der Trainer kopfschüttelnd hinzu. Nach dem Rückstand präsentierte sich sein Team wieder stabiler.

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Garbsens Yasin Güzelcümbüs überwindet den eingewechselten Letteraner Torhüter Patrick Wegner, trifft aber nur die Latte. ©

Zur zweiten Halbzeit kam Jos Homeier für Torben Engelking, der erneut einen Tritt auf seinen ohnehin lädierten rechten Fuß abbekommen hatte. Und Homeier sorgte für neuen Schwung. Bei seinen beiden gefährlichsten Aktionen (63., 69.) fehlte ihm jedoch das nötige Glück. Zwischendurch strich ein Gaida-Kopfball haarscharf am Werder-Tor vorbei (67.).

Marko Ilic etwas zu hektisch

Mit Justin Wiechens brachte Zimmermann einen weiteren Offensivakteur. Kurz darauf konnte Marko Ilic eine Flanke von Kapitän Mirko Dismer nicht verwerten (73.). „Er war in dieser Situation etwas hektisch, hat aber insgesamt ein ordentliches Startelfdebüt abgeliefert“, sagte sein Trainer.

Die beste Gelegenheit der Schlussphase vergab Dominik Behnsen, der mit seinem Schuss aus 18 Metern an Bremens Keeper Luca Plogmann scheiterte (86.). Schumacher war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz. Nachdem er die beiden vorigen Partien seiner Mannschaft komplett von der Bank aus verfolgt hatte, durfte der 20-Jährige gegen seinen ehemaligen Verein für 66 Minuten ran. Diese Zeit reichte ihm bei seinem zehnten Saisoneinsatz, um zum Matchwinner zu avancieren.

"Hätten hier die Punkte mitnehmen können."

Sein Ex-Trainer ärgerte sich über die Niederlage: „Wenn wir taktisch disziplinierter aufgetreten wären, hätten wir hier die Punkte mitnehmen können.“ Vorerst bleibt es jedoch dabei, dass bei den Egestorfern auswärts die Null steht. Alle sechs Punktspielauftritte in der Fremde sind verloren gegangen. Hinzu kommt das bittere Pokal-Aus vom vergangenen Mittwoch beim Lokalrivalen TSV Havelse.

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