Rani Khedira Rani Khedira spielt in der Bundesliga für den FC Augsburg. © Stefan Puchner
Rani Khedira

Khedira vor Rückkehr nach Leipzig: „Ich habe mit dem Wechsel sehr viel richtig gemacht“

Nach seinem Abgang aus Leipzig hat sich Rani Khedira in Augsburg innerhalb kurzer Zeit zum Stammspieler entwickelt. Im Sommer sollte er sogar zur WM fahren – hat dem tunesischen Verband aber abgesagt. 

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Leipzig/Augsburg. Obwohl Rani Khedira beim spektakulären 3:0-Sieg des FC Augsburg vergangenes Wochenende gegen Eintracht Frankfurt wegen einer Gelbsperre fehlte, wird er am Freitagabend bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte wieder in der Startelf stehen. In Leipzig, wo er drei Jahre seiner Karriere verbrachte und mit dem Verein den Aufstieg in die Bundesliga feierte, konnte er sich nie so richtig etablieren. Bei seinem neuen Verein FC Augsburg schenkt ihm der Trainer viel Vertrauen: „Es ist eine große Stärke, dass der Rani in verschiedenen Systemen sehr anpassungsfähig ist. Wir sind froh, dass er nach seiner Sperre wieder da ist. Es schaut schon sehr gut aus, dass er gegen Leipzig spielt“, sagte Manuel Baum am Mittwoch.

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17 Bundesliga-Einsätze stehen in dieser Saison bereits auf Khediras Konto, meist über die volle Spielzeit. Der 24-Jährige hat also einen großen Anteil daran, dass der FC Augsburg nur vier Punkte hinter RB Leipzig in der Tabelle steht und im Rennen um die internationalen Plätze mitmischt. „Ich habe mit dem Wechsel sehr viel richtig gemacht“, sagt der defensive Mittelfeldakteur. Zu seinem alten Verein habe er kaum noch Kontakt. Zuletzt schrieb er sich mit Sportdirektor Ralf Rangnick SMS: „Er hat mir gratuliert zu meiner Entwicklung, ich ihm zu seinem neuen Vertrag“, verrät Khedira.

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Keine Verabschiedung vor der Fankurve

Seiner Rückkehr in die Red-Bull-Arena am Freitagabend (20.30 Uhr) sieht der 24-Jährige entspannt entgegen, weil er sich beim Verein und den Fans nichts zu Schulden kommen ließ: „Ich denke, ich werde weder ausgepfiffen noch bejubelt. Deshalb wird es ein ganz normales Spiel.“ Vor die Leipziger Fankurve würde er sich allerdings nicht stellen, wenn seine Augsburger verlieren, um sich noch einmal von den RB-Anhängern zu verabschieden, so wie es Georg Teigl im Oktober 2016 tat. Der Österreicher wurde anschließend dafür von den FCA-Fans mächtig beschimpft. Inzwischen spielt Teigl nicht mehr in Augsburg, wurde im Januar an den Zweitligist Eintracht Braunschweig ausgeliehen.

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Khedira sagt WM in Russland ab

Ein Angebot des tunesischen Verbands, im Sommer bei der WM dabei zu sein, lehnte der 24-jährige Deutsch-Tunesier in dieser Woche ab. Khedira erklärt: „Die ausschlaggebenden Gründe dafür waren, dass ich in Deutschland aufgewachsen und geboren bin und nur deutsch spreche. Mein Spiel ist aber von Kommunikation auf dem Platz geprägt.“ Bisher absolvierte der Mittelfeldspieler auch nur Einsätze für deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaften.
Khedira empfindet die Zeit bis zum Turnier im Juni als zu knapp, um wirklich einen Bezug zur tunesischen Nationalmannschaft aufzubauen und helfen zu können. Der afrikanische Fußball sei zudem anders, als der europäische. „Ein wichtiger Punkt war auch die Fairness gegenüber den anderen Spielern, die sich in den letzten zwei Jahren den Arsch aufgerissen haben, um das Land mal wieder bei einer WM teilnehmen zu lassen. Da würde ich einem Spieler den Platz klauen“, meinte Khedira. Einfach hat er sich die Entscheidung allerdings nicht gemacht: „Es war ein langer Prozess, weil mein Papa auch ein stolzer Tunesier ist. Ich trage beide Nationen im Herzen.“

Region/Leipzig RB Leipzig-FC Augsburg (10/02/2018 15:30) RB Leipzig (Herren) FC Augsburg (Herren) RB Leipzig FC Augsburg Bundesliga Rani Khedira (FC Augsburg)

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