12. Februar 2018 / 19:10 Uhr

Kicker des SV Dreetz überreicht Laura Dahlmeier die Fahne

Kicker des SV Dreetz überreicht Laura Dahlmeier die Fahne

Marius Böttcher
Biathletin Laura Dahlmeier bejubelt ihr zweites Olympia-Gold - mit der Fahne von Max Rogge (r.).
Biathletin Laura Dahlmeier bejubelt ihr zweites Olympia-Gold - mit der Fahne von Max Rogge (r.). © DPA
Anzeige

Der 25-jährige Max Rogge erlebt die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hautnah.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Bei den Olympischen Spielen dabei zu sein, ist das Ziel vieler Sportfans. Max Rogge vom SV Dreetz hat es geschafft – und zwar zum zweiten Mal. Er weilt gegenwärtig im südkoreanischen Pyeongchang, wo aktuell die 23. Auflage der Winterspiele stattfindet. Dies möglich machte ein Jugendaustausch in Südkorea.

Mit großen Erwartungen und einer gehörigen Portion Vorfreude stieg der 24-Jährige vorige Woche  mit 16 Begleitern in Berlin-Tegel, mit dem Reiseziel Ostasien, in den bereitstehenden Flieger. Als Reisegruppe des Landessportbundes Brandenburg (LSB) besuchen Rogge und seine Begleiter die Winterolympiade. „Ich habe mich über die Brandenburgische Sportjugend, was eine Jugendorganisation des LSB ist, für dieses Projekt beworben“, erklärt Rogge, der seine ersten Olympia-Erfahrungen bereits 2016 bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro (Brasilien) sammelte. Damals wurde sein Empfehlungsschreiben ebenfalls ausgewählt.

Besuch im Olympiastadion in Seoul

Das erste Ziel der insgesamt zehntägigen Reise war Seoul, die Hauptstadt Südkoreas. „Dort haben wir uns die ersten vier Tage aufgehalten und mit einheimischen Jugendlichen Kontakt gehabt“, gewann der Maschinenbau-Student viele neue Eindrücke. Sowohl kulinarisch als auch kulturell ist vieles anders als in Deutschland, doch Max Rogge will das Abenteuer, genießt neue Entdeckungen und bereist gern die Welt. Den Höhepunkt in der 10,2-Millionen-Metropole stellte der Besuch des Olympiastadions, wo bei den Olympischen Sommerspielen 1988 die Leichtathletik-Wettbewerbe ausgetragen wurden, dar.

Olympia 2018: Goldhoffnung Laura Dahlmeier

Zur Galerie
Anzeige

Nach dem Aufenthalt in der Großstadt ging es per Shuttle-Bus in die Provinz, in der Pyeongchang liegt. „Knapp zweieinhalb Stunden sind wir gefahren. Wir leben hier gemeinsam in einer großen Hütte und können uns glücklich schätzen, dass uns die zwei Busse zur Verfügung stehen“, informiert der Kreisliga-Kicker, dass der Olympiaort mit seinen gut 10 000 Einwohnern einem „Dörfchen“ ähnelt: „Verglichen mit Rio vor zwei Jahren ist das natürlich anders“.

Alles andere als klein ist bei Max Rogge jedoch das Verlangen nach dem sportlichen Wettkampf. Beim Rodeln der Männer bekam er hautnah den Jubel von Bronzemedaillengewinner Johannes Ludwig mit. Sowohl beim Biathlon-Sprint der Damen als auch bei der Verfolgung war er ebenfalls dabei und sah somit nicht nur beide Goldmedaillen von Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, die von der Presse ob ihrer Erfolge als „Goldmeier“ tituliert wird, sondern erlebte auch sein persönliches Highlight: „Beim Zieleinlauf in der Verfolgung habe ich ihr die deutsche Fahne gereicht. Das war der Wahnsinn“.

Mehr zu Fußball in Brandenburg

Doch damit nicht genug: Bereits am Sonntag durften sich die Brandenburger über ein ganz besonderen Erlebnis erfreuen. Nach der Teilnahme am Rodelwettbewerb der Männer ging es für eine Stippvisite ins Deutsche Haus. „Wir haben dort viele Gespräche mit unseren Sportlern geführt. Alle sind sehr aufgeschlossen und scheuen sich nicht vor Fotos oder einem Plausch. Sehr interessant ist auch, dass dort nicht nur Olympioniken dieser Winterspiele campieren“, berichtet Rogge über das Treffen mit den Ausnahmeathleten wie Fechterin Britta Heidemann, der ehemaligen Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch oder dem früheren Rennrodler Georg Hackl, welcher vielen nur als „Hackl Schorsch“ bekannt ist.

Hoffen auf Eric Frenzel

Noch zwei Tage kann Max Rogge die Olympia-Stimmung, welche laut seiner Aussage wegen der ruhigeren Kultur und des kalten Wetters von bis zu minus 15 Grad eher bedeckt ist, aufsaugen, ehe es am Donnerstag zurück nach Seoul geht, von wo die Gruppe über München nach Berlin fliegen wird. Bis dahin steht den Delegierten aber einiges bevor: „Eigentlich ist unser Tagesablauf flexibel. Wir halten uns am Olympiastadion auf oder flanieren auf der Medal Plaza, wo die Siegerehrungen stattfinden. Auch sportlich gibt es noch zwei Highlights: „Wir sind noch in der Snowboard-Halfpipe und bei der Nordischen Kombination“.

Mit Eric Frenzel, der bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne trug, gibt es dort sogar eine weitere Medaillen-Hoffnung. Könnte also durchaus sein, dass Max Rogge im Zieleinlauf noch eine zweite schwarz-rot-goldene Fahne übergeben wird.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt