kinsombi Der mit den Tauen kämpft: Der neue Störche-Innenverteidiger David Kinsombi beim Training ohne Ball. © Ehlers
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Kinsombi glaubt an seine Chance

Holsteins 21-jähriger Neuzugang David Kinsombi verlässt sich auf die Kraft der inneren Ruhe

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Vier Bundesligaspiele, 26 Zweitliga-Einsätze, elf Drittliga-Partien und jede Menge Anerkennung: David Kinsombi hat mit seinen 21 Jahren unter Trainern wie Thomas Schaaf, Armin Veh oder Mirko Slomka schon reichlich Erfahrung im Profifußball gesammelt. Nicht zuletzt deshalb weiß der 1,84 Meter große Innenverteidiger ziemlich genau, was er sportlich will. Auch bei seinem neuen Arbeitgeber, Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel, bei dem der ehemalige U18-Nationalspieler mit kongolesischen Wurzeln einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben hat.

In Rüdesheim am Rhein geboren, in der Jugend von Mainz 05 fußballerisch ausgebildet, bei Eintracht Frankfurt erste Erstliga-Sporen verdient, nach einem halbjährigen Leih-Abstecher zum 1. FC Magdeburg beim Karlsruher SC in der vergangenen Saison zu einer Zweitliga-Stammkraft gereift – und nun die geografische Premiere im hohen Norden. „Ich komme in ein Gebiet, in dem ich noch nie war. Hier in Kiel ist es etwas anders als im Süden. Auch die Mentalität der Menschen. Aber alles hat Charme“, beschreibt Kinsombi seine erste Eindrücke vom Leben an der Förde.

Gar ins Schwärmen gerät der Neu-Storch, wenn der im Fach Wirtschaftswissenschaften an der Fern-Uni Hagen eingeschriebene Jungprofi in geschliffenen Formulierungen über seine neue Mannschaft spricht. „Gleich am Anfang kamen sechs, sieben Spieler auf mich zu, boten mir ihre Hilfe bei der Auto- und Wohnungssuche an. Die Eingewöhnung wird uns Neulingen wirklich leicht gemacht.“ Nach einem Zweieinhalb-Zimmer-Appartement fahndet der Defensivallrounder, damit er seine in Wiesbaden lebende Familie bei deren Besuchen unterbringen kann.

Überhaupt sei der ihm allseits bestätigte Teamgeist im Nest der Störche ein maßgebliches Argument für den Wechsel gewesen, sagt Kinsombi: „Es ist ein starkes Gefühl, auf eine echte Einheit zu treffen.“ Die größte Überzeugungsarbeit indes habe KSV-Chefcoach Markus Anfang geleistet: „Der Trainer hat mir seine Spielidee erklärt. Und ich konnte mich damit voll und ganz identifizieren.“Dass ein gutes Stück seines Herzens noch am Karlsruher SC hängt, daran lässt der Neu-Kieler keinen Zweifel: „Ich habe mich bis zum letzten Spieltag voll beim KSC reingehängt. Erst als nach vier Trainern in einer Saison der Abstieg besiegelt und damit mein bis 2018 laufender Vertrag nicht mehr gültig war, habe ich mich mit anderen Klubs beschäftigt.“

In Kiel muss sich der spielstarke Verteidiger gegen arrivierte Platzhirsche wie Kapitän Rafael Czichos (27), Dominik Schmidt (29) oder Niklas Hoheneder (30) durchsetzen. „Die Konkurrenz ist groß. Die anderen Kollegen in der Abwehrzentrale sind älter als ich, aber das muss keine Rolle spielen. Wir geben alle Vollgas, dann wird man sehen, für wen sich der Trainer entscheidet“, sagt Kinsombi und ergänzt: „Ich bin entspannt.“ Wer mit 19 Lenzen vor über 80000 Fans im Trikot der Frankfurter Eintracht als Gast von Borussia Dortmund seinen Mann gestanden hat, der weiß halt, dass ein großer Teil der Fußballkraft in der inneren Ruhe liegt.

Region/Kiel Holstein Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga David Kinsombi (Karlsruher SC)

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