Vor dem Aus: Es spricht viel dafür, dass die Zeit von Daniel Stendel als Trainer von Hannover 96 vorbei ist.  Vor dem Aus: Es spricht viel dafür, dass die Zeit von Daniel Stendel als Trainer von Hannover 96 vorbei ist.  © imago/zink (Archiv)
Vor dem Aus: Es spricht viel dafür, dass die Zeit von Daniel Stendel als Trainer von Hannover 96 vorbei ist. 

Klare Signale: 96-Trainer Stendel muss gehen

Nach dem enttäuschenden 0:0 beim FC St. Pauli und dem Abrutschen auf Platz vier scheint die Entlassung des 96-Trainers beschlossene Sache zu sein.

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Wenn sich die Clubführung von Hannover 96 am Sonntag trifft, um über die aktuelle Situation zu beraten, dann bedeutet das für die leitenden Angestellten des Vereins nichts Gutes. Nach einem Treffen vor zwei Wochen stellte der Fußball-Zweitligist Geschäftsführer Martin Bader und den Sportlichen Leiter Christian Möckel frei. 

An diesem Sonntag ging es um die Zukunft von Daniel Stendel als 96-Trainer. Auch wenn es bis zum späten Abend keine Bestätigung gab, so scheint die Entlassung von Stendel beschlossene Sache zu sein.

Keine Rückendeckung von Heldt

Eine Entscheidung werde zeitnah fallen, sagte Clubchef Martin Kind am Sonntag Abend im NDR-Sportclub: „Ich denke, dass wir das am Montag, spätestens am Dienstag entscheiden.“ Wegen der schwachen Spiele seines Teams steht der 42-jährige Stendel schon seit Wochen in der Kritik, nach dem 0:0 am Sonnabend beim FC St. Pauli wurde der Unmut der Fans noch größer.

Auch vom neuen 96-Manager Horst Heldt gab es nach der Nullnummer in Hamburg, durch die die „Roten“ erstmals seit dem 6. November 2016 nicht mehr auf einem der ersten drei Plätze stehen, keine Rückendeckung für den 96-Coach. „Wir sammeln jetzt erst einmal die Eindrücke. Wir werden dann sortieren und schauen, wie es weitergeht“, sagte Heldt nach Spielende.

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Auf der Pressekonferenz wollte sich Stendel zu seiner Zukunft nicht äußern: „Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Mit mir hat noch keiner gesprochen. Ich denke, ich habe die Mannschaft gut vorbereitet. Wir haben alles versucht, es sollte nicht sein.“

Auch Sonntagmorgen war der 42-Jährige zu keiner Stellungnahme bereit, ein für nach dem Training angekündigtes Gespräch mit den Medienvertretern wurde abgesagt. Gegen Mittag verließ Stendel die Arena durch den Hinterausgang. Danach soll er sich mit Kind zu einem Gespräch getroffen haben.

Schmiedebach: Auf keinen Fall gegen den Trainer gespielt

Dabei dürfte es dem ehemaligen 96-Profi nicht leichtgefallen sein, die erneut enttäuschende Leistung seiner Mannschaft in Hamburg zu erklären. Mit einer lange Zeit sehr defensiven taktischen Ausrichtung erspielten sich die „Roten“ kaum Chancen, erst in den letzten 15 Minuten der Begegnung drehte 96 auf und kam zu drei guten Gelegenheiten. Doch Waldemar Anton scheiterte am Pfosten (82. Minute), und auch Martin Harnik Sekunden später sowie Uffe Bech (86.) brachten den Ball nicht im Tor unter.

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„Das waren eher zwei verlorene Punkte, weil wir am Ende des Spiels viel Druck aufgebaut haben und ein Tor hätten machen müssen“, sagte Innenverteidiger Florian Hübner. 

Zur Situation von Trainer Stendel wollten sich die Profis nicht äußern. Man habe jedoch deutlich gesehen, dass die Mannschaft auf keinen Fall gegen den Trainer gespielt hat, sagte Kapitän Manuel Schmiedebach.

"Für mich ist das lächerlich"

Das stimmt. Für den Trainer aber auch nicht.Rückendeckung erhielt Stendel von St.-Pauli-Coach Ewald Lienen: „Also, ich hab da noch selbst eine Frage“, sagte der ehemalige 96-Coach zum Ende der Pressekonferenz. „Ich frage mich, wie man in einer Situation, wo der Punktestand 49, 47, 47, 46 ist und man kurz davor ist, in die Bundesliga zurückzukehren, den Trainer infrage stellen kann? Ich finde das skandalös, für mich ist das lächerlich.“

Hannover 96 (Herren) Fussball 2. Bundesliga Region/Hannover

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