13. Januar 2017 / 08:07 Uhr

Kleiner Kader mit Potenzial

Kleiner Kader mit Potenzial

Frank Müller
Safi Nyembo ist mit sechs Treffern die beste Torschützin im Team des FFV Leipzig.
Safi Nyembo ist mit sechs Treffern die beste Torschützin im Team des FFV Leipzig. © LVZ
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FFV-Fußballerinnen arbeiten an Konsolidierung

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Leipzig. „Wir wollen ein ganz normaler Regionalliga-Verein werden“, sagte Frank Tresp, Trainer und „Macher“ des FFV Leipzig, vor der Saison. Gut ein halbes Jahr später haben sich die Fußballerinnen in der dritten Frauenliga nach dem Abstieg aus Liga zwei und finanziellen Turbulenzen gefangen. In der Winterpause stehen sie auf Platz neun. Das ist nicht überragend, aber immerhin sechs Punkte vor den Abstiegsrängen. „Mit unserem Potenzial darf man eigentlich nicht absteigen“, so Tresp, der aber einen kleinen Kader zur Verfügung hat.

Im Sommer verließen den ehemals als sächsisches Frauenfußball-Leistungszentrum gegründeten Verein 17 Spielerinnen. RB übernahm den kompletten Nachwuchs, nicht aber das erste Frauenteam. Tresp überredete aus Personalnot heraus ein paar ältere Spielerinnen, beim FFV weiterzumachen. Unterdessen ist vor wenigen Tagen auch Marlene Ebermann von Fortuna Leipzig zurückgekehrt.

Mit ihr, Safi Nyembo, der 31-jährigen „old Lady“ und zugleich mit sechs Treffern besten Torschützin des Teams, Christin Janitzki, Yvonne Starick, Ulrike Menzel sowie Katharina Freitag hat er ein relativ routiniertes Gerüst in der Mannschaft. Die jungen Spielerinnen sind um Anschluss bemüht.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie in der schwierigen Situation eine Trotzreaktion gezeigt hat. Unsere Stärke ist die Geschlossenheit“, lobt der 53-Jährige, der schon seit 18 Jahren Frauen-Teams betreut.. „Wir wollen uns als Verein weiter entschulden und sind dabei, den Nachwuchs vollkommen neu aufzubauen. Wir haben ganz guten Zulauf“, so Tresp. Unterdessen spielen wieder 25 Mädchen in den Altersklassen B und C. Die finanziellen Probleme habe man ebenfalls im Griff. 30 000 Euro sind noch beim Sächsischen Fußball-Verband (SFV) abzuzahlen. „Mit dem SFV haben wir eine Ratenvereinbarung, das läuft solide“, sagt Tresp. In der SFV-Sportschule „Egidius Braun“ in Abtnaundorf ist der FFV mittlerweile auch angesiedelt, während am nahen Gontardweg nun die RB-Mädel kicken.

Für die Rückrunde erwartet Tresp eine Steigerung: „Weil jetzt besseres Training möglich ist.“ Heute ist Trainingsstart, das erste Pflichtspiel steht am 19. Februar mit dem Landespokal-Halbfinale in Görlitz an. „Wir wollen den Pott holen, auch um im DFB-Pokal mitmachen zu können“, lautet das Ziel.

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