25. August 2018 / 21:21 Uhr

Klockmann rettet Auftaktsieg des VfL Lübeck-Schwartau

Klockmann rettet Auftaktsieg des VfL Lübeck-Schwartau

Redaktion Sportbuzzer
Pawel Genda war zusammen mit Thees Glabisch jeweils sechs Treffern bester Schwartauer Werfer beim 25:22-Heimsieg zum Zweitliga-Auftakt.
Pawel Genda war zusammen mit Thees Glabisch jeweils sechs Treffern bester Schwartauer Werfer beim 25:22-Heimsieg zum Zweitliga-Auftakt. © CHRISTIAN SCHAFFRATH/54°
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25:22 in der 2. Handball-Bundesliga gegen HBW Balingen-Weilstetten

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Die Serie der Auftaktsiege hält: Der VfL Lübeck-Schwartau ist mit einem 25:22-Sieg gegen den selbsternannten Meisterschaftsanwärter Balingen-Weilstetten in die Saison gestartet, hat 1653 Zuschauer in der Hansehalle mit einer vor allem kämpferisch starken Leistung begeistert.

Als ausgerechnet Dadi Runarsson zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit dem 25:21 die erste Vier-Tore-Führung herausgeworfen hatte, war der Hansehöllen- Funke endgültig auf den letzten Zuschauer übergesprungen und jedem klar: Der VfL würde auch in der siebten Saison in Folge sein erstes Heimspiel gewinnen. Dass die selbsternannten Aufstiegsanwärter aus Balingen-Weilstetten schließlich mit ihrer letzten Aktion einmal mehr am überragenden Dennis Klockmann scheiterten, passte ins Bild: Fünf Siebenmeter brachten sie nicht an „Klocki“ vorbei im Tor unter, mit 16 Paraden war der VfL-Schlussmann entscheidend für einen letztlich mit unermüdlichem Einsatz erkämpften Sieg.

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Der VfL hatte mit allen Mitteln versucht, die Gäste in ihrer Spielvorbereitung zu täuschen. Nicht nur, dass die vermeintlich noch verletzten Toni Podpolinski und Sebastian Damm eine „Wunderheilung“ erlebt hatten. Erst wenige Stunden vor dem Anpfiff wurde zudem publik, dass Jan Schult nicht spielen würde, weil er bereits am Donnerstag am Meniskus operiert wurde. er hatte sich beim Krafttraining mehrere Einrisse im Außenmeniskus des rechten Knies zugezogen, die geglättet wurden. Schult wird vier bis sechs Wochen fehlen.

So musste es ohne ihn gehen. Und ohne Steffen Köhler (Infekt) und Kapitän Martin Waschul (Daumenbruch). Und es ging. Der VfL stellte eine erstklassige Deckung, im Innenblock harmonierten Pawel Genda und Fynn Ranke (der HBW-Spielmacher Martin Strobel immer wieder rechtzeitig stellte), auf den Halben arbeiteten Metzner und Hansen sehr beweglich mit, außen begannen Thees Glabisch und Rückkehrer Finn Kretschmer. Und sie packten kräftig zu. Fünf Gegentore nach 15 Minuten, davon drei per Siebenmeter (zwei weitere hatte Klockmann da schon pariert) – eine erstklassige Startbilanz.

Doch die Gäste machten es nicht schlechter. Mit Ausnahme von Benjamin Meschke, der den durchgebrochenen Hansen ins Gesicht schlug. Nach sechs Minuten und glatt Rot war der Saisonstart für ihn wieder beendet. Vier Minuten später war Hansen erneut außer Gefecht gesetzt, hatte die Gäste-Abwehr sein Trikot in Stücke gerissen. Es ging kräftig zur Sache. Doch der VfL hatte Lösungen parat. Hansen druckvoll aus der Mitte, zunächst vor allem Genda aus dem Rückraum und Ranke vom Kreis sorgten dafür, dass der VfL den HBW hinterherlaufen ließ. Erst als die Zuspiele von Metzner an den Kreis unpräzise wurden und die Gäste ins Gegenstoßspiel kamen, zogen sie gleich und in den letzten Minuten vorbei, als die VfL-Deckung die Zuordnung vermissen ließ.

Der Ex-Balinger Dadi Runarsson, kurz vor der Halbzeit erstmals auf der Platte, traf zum 11:13-Halbzeitstand – und ließ Trainer Greve darauf hoffen, dass beim Isländer „der Vulkan ausbrechen“ würde, als er auch nach Wiederbeginn gleich traf. In der Deckung vorgezogen, störte der 22-Jährige die Gäste empfindlich und Klockmann zog den Gästen letztlich den Zahn, parierte zwei weitere Siebenmeter, fischte frei Würfe weg. Vorn drehte Hansen auf, rieb sich in Eins-gegen-eins-Situationen auf, und als Glabisch mit drei Treffern in Folge auf 22:19 stellte, Podpolinski einen Steal verwertete, Hansen seine überragende Leistung krönte und Runarsson den letzten VfL-Treffer erzielte, war der erste Sieg im Kasten. Christian Schlichting

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