06. Juli 2018 / 16:28 Uhr

Klopp verrät: Beckenbauer wies auf Karius-Gehirnerschütterung hin

Klopp verrät: Beckenbauer wies auf Karius-Gehirnerschütterung hin

Redaktion Sportbuzzer
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Liverpool-Torwart Loris Karius (links) patzte im Champions-League-Finale zweimal schwer. Franz Beckenbauer (kleiner Kreis, oben) gab Trainer Jürgen Klopp den entscheidenden Tipp, dass der Keeper eine Gehirnerschütterung hatte.
Liverpool-Torwart Loris Karius (links) patzte im Champions-League-Finale zweimal schwer. Franz Beckenbauer (kleiner Kreis, oben) gab Trainer Jürgen Klopp den entscheidenden Tipp, dass der Keeper eine Gehirnerschütterung hatte. © imago/VI Images/Montage
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Liverpools Loris Karius patzte im Champions-League-Finale gegen Real Madrid zweimal schwer. Später stellte sich heraus: Er hatte eine Gehirnerschütterung. Ausgerechnet Franz Beckenbauer gab den entscheidenden Hinweis auf die Diagnose.

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Dieser Anruf könnte die Karriere von Liverpool-Torwart Loris Karius gerettet haben: Am Tag nach dem verlorenen Champions-League-Finale in Kiew gegen Real Madrid (1:3) meldete sich kein geringerer als Ex-Bayern-Präsident und Fußball-Ikone Franz Beckenbauer bei Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. Sein Keeper hatte im Finale schwer gepatzt und zwei Gegentreffer verursacht – wie sich später herausstellte, aufgrund einer im Spiel erlittenen Gehirnerschütterung. Wie Klopp gegenüber dem Vereinssender LFCTV nun verraten hat, brachte ihn Beckenbauer auf die richtige Diagnose. Beckenbauer hatte sich nach der "Sommermärchen-Affäre" aus der Öffentlichkeit weitestgehend zurückgezogen.

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Der „Kaiser“ sagte laut Klopp: „Ich komme gerade vom Arzt, dein Torhüter hatte eine Gehirnerschütterung.“ Daraufhin ließ sich der deutsche Torwart von einem Spezialisten in den USA untersuchen, der die Vermutung Beckenbauers bestätigte. Klopp verteidigte Karius im Vereins-TV nun deutlich: „Fünf Tage nach dem Finale hatte er 26 von 30 Anzeichen für eine Gehirnerschütterung. (…) Wir benutzen es nicht als Entschuldigung, wir benutzen es als Erklärung.“

Mit einem schlampigen Abwurf hatte Karius dem Franzosen Karim Benzema den Führungstreffer zum 2:1 geradezu geschenkt, beim dritten Treffer der Madrilenen ließ er einen 35-Meter-Schuss von Gareth Bale durch die Finger flutschen. „Eine Schande, dass es in so einem Spiel passiert“, sagte Jürgen Klopp direkt nach dem Abpfiff und fügte beim TV-Sender Sky hinzu: „Das wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht.“ Verursacht wurde die Gehirnerschütterung zwei Minuten vor dem ersten Patzer durch Real-Madrid-Kapitän Sergio Ramos, der zu Beginn des Spiels bereits Liverpool-Superstar Mo Salah bei einem Foul eine Schulterverletzung zugefügt hatte. Er erwischte Karius mit dem Ellenbogen am Kopf.

Bericht: Karius auch in der kommenden Saison die Nummer eins

Wie die englische Zeitung Mirror berichtet, soll Karius auch in der kommenden Saison die Nummer eins bei den „Reds“ bleiben. Auch weil der 25-Jährige wohl keine Konkurrenz zur kommenden Saison bekommt. Jan Oblak von Atlético Madrid und der Römer Alisson, die in Liverpool im Gespräch waren, werden wohl nicht verpflichtet.

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Auch, weil Klopp mit den Leistungen von Karius vor dem Champions-League-Finale zufrieden war und die Gehirnerschütterungserklärung akzeptiert: „So ist es nun mal. Sie machen einen Fehler, den sie nicht mehr ändern können. Für mich ist die Gehirnerschütterung zu 100 Prozent die Erklärung.“ Im Vorbereitungsspiel gegen Chester FC am Samstag soll der Torwart, der zuletzt mit einem Instagram-Video aus dem Urlaub auf sich aufmerksam gemacht hatte, wieder im Tor stehen. Und das hat er zu einem Teil auch Franz Beckenbauer zu verdanken.


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