07. Februar 2018 / 17:38 Uhr

Koalitionsvertrag: Große Koalition will eSports als Sportart anerkennen

Koalitionsvertrag: Große Koalition will eSports als Sportart anerkennen

Angelo Freimuth
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Sport-Revolution: Die neue Regierung könnte eSports als Sportart anerkennen - mit weitreichenden Folgen. 
Sport-Revolution: Die neue Regierung könnte eSports als Sportart anerkennen - mit weitreichenden Folgen.  © Blizzard/Hainke/Twitter@ESBD_Verband
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Dem eSports in Deutschland winkt ein großer Durchbruch. Bei den Verhandlungen für einen neuen Koalitionsvertrag einigten sich CDU, CSU und SPD darauf, eSports als Sportart anerkennen und beispielsweise bezüglich olympischer Perspektive unterstützen zu wollen.

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Der neue Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD bestimmt derzeit die Nachrichten. Die Einigung der Parteien auf eine Zusammenarbeit in einer großen Koalition wird offenbar auch für den eSports tiefgreifende Folgen haben. Demnach will die neue Regierung den elektronischen Wettbewerb als Sportart anerkennen und bei weiteren Entwicklungen unterstützen.

Der eSport-Bund Deutschland begrüßt die Entscheidung der neuen Regierungsparteien. "Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr noch erleben, was für deutsche eSportlerinnen und eSportler für über 20 Jahre ein Traum blieb: die politische, rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung als Sportart", kommentierte Präsident Hans Jagnow.

"Wir erkennen die wachsende Bedeutung der eSport-Landschaft in Deutschland an. Da eSport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir eSport künftig voll ständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen", heißt es im Koalitionsvertrag.

Offen ist noch, wie die Maßnahme umgesetzt werden soll. Bestenfalls seien die Auswirkungen für die deutsche Szene "tiefgreifend", so Hagnow, der erklärte: "Die Anerkennung als Sportart ermöglicht die Integration in die Sportförderung der Länder, die Reisefreiheit für Berufs-eSportler und Coaches und den Aufbau einer breiten Amateurstruktur."

eSports in USA oder Südkorea schon anerkannt

Bislang hinkte Deutschland bei der Entwicklung und Anerkennung des eSports hinterher. Nicht nur viele deutsche Sportverbände, sondern auch bisherige Regierungen zeigten sich skeptisch ob der Rolle des elektronischen Sports. So hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel noch am Dienstag erklärt: "eSports kann Vereinssport in keinster Weise ersetzen."

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In anderen Teilen der Welt, besonders in Asien, erfährt der elektronische Sport deutlich mehr Aufmerksamkeit. So ist eSports in Südkorea, Finnland oder auch den USA als offizielle Sportart anerkannt. Bei den Asian Games 2022 wird eSports außerdem erstmals eine Disziplin sein.

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