patrick kohlmann Holsteins neuer Co-Trainer Patrick Kohlmann (re.) mit den Kieler Neuzugängen (v. li.) Lukas Kruse, David Kinsombi und Atakan Karazor. © Nawe
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Kohlmanns Premiere als Holstein Kiels „Co“

Neuer Aufgabenbereich für den ehemaligen Linksverteidiger

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89 Pflichtspiele hat Patrick Kohlmann für den Fußball-Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel bestritten. Am 20. Mai nach dem 3:0-Heimerfolg gegen Halle beim Saisonfinale der Dritten Liga trugen die Kollegen den 34-Jährigen auf den Händen vom Rasen. Das Ende der aktiven Karriere des Linksverteidigers, nicht aber der Abschied aus dem Nest der Störche. Denn am Sonnabend war Kohlmann wieder für die KSV Holstein im Einsatz. Jetzt allerdings in anderer Mission. Dass der gebürtige Dortmunder - wie in den vergangenen drei Spielzeiten gewohnt – das Shirt mit der Nummer sieben trug, war lediglich der Tatsache geschuldet, dass sein neues Arbeits-Outfit noch nicht entsprechend der künftigen Aufgabe beflockt ist. Kohlmann rückt als Co-Trainer in den Stab von Chefcoach Markus Anfang auf.

„Das ist für mich optimal. Super, dass der Verein mir diese Möglichkeit bietet“, sagt „Kohle“ voller Spannung auf seine neue Tätigkeit. Nach seinem Bandscheibenvorfall im September des vergangenen Jahres seien erste Gedanken in Richtung Quereinstieg ins Trainergeschäft gereift. Nach Rücksprache mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, die wegen der Einschulung des siebenjährigen Filius bereits seit Sommer 2016 wieder in Dortmund leben, habe er das zunächst auf zwölf Monate befristete Angebot der Störche angenommen. „Die ganze Familie ist in Dortmund, ich bin der Einzige, der fehlt“, lacht Kohlmann und verweist auf den Status eines Fußballprofis: „Das ist immer ein bisschen wie auf Montage.“ Der Ur-Westfale soll Spiele analysieren, die Individualisierung im Alltagsbetrieb der Störche vorantreiben, steht als Stand-by-Spieler im Training zur Verfügung, soll in der Gegner-Beobachtung, Analyse und im Scouting eingebunden werden. „Werde ich in den Westen geschickt, kann ich immer mal wieder Frau und Kinder besuchen“, so Kohlmann.

Dass er sich in den ersten Tagen auf ein paar lockere Sprüche seiner Ex-Kollegen, bei denen er ein hohes Ansehen genießt, einstellen muss, ist dem von Anfang und dessen Vorgänger Karsten Neitzel mehrfach als Musterprofi geadelten Kohlmann bewusst: „Damit kann ich umgehen. Ich ändere ja jetzt nicht meinen Charakter, nur weil ich auf der anderen Seite stehe.“ Einem Duell in der neuen sportlichen Umgebung fiebert Kohlmann ganz besonders entgegen: „Ich habe immer davon geträumt, mit Holstein Kiel bei Union Berlin in der Alten Försterei aufzulaufen. In diesem Stadion mit der speziellen Stimmung zu spielen, gegen diesen besonderen Verein, das muss einfach Spaß machen.“ Worte der Vorfreude, die nicht verwundern. Schließlich trug der Mann mit den irischen Wurzeln in seinen sechs Jahren in der Bundeshauptstadt von 2008 bis 2014 immerhin 175 Mal das Trikot der Eisernen aus Köpenick, 142 Mal davon in der Zweiten Bundesliga.

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga

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