10. Oktober 2018 / 16:19 Uhr

Kommentar: Schubert fängt bei Eintracht Braunschweig im Minusbereich an

Kommentar: Schubert fängt bei Eintracht Braunschweig im Minusbereich an

Alex Leppert
Der neue Eintracht-Trainer André Schubert steht vor einer Herkulesaufgabe.
Der neue Eintracht-Trainer André Schubert steht vor einer Herkulesaufgabe. © 2016 Getty Images
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Nach völlig verkorkstem Saisonstart musste Hendrik Pedersen bei Eintracht Braunschweig seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger André Schubert steht bereits vor seinem Amtsantritt mächtig unter Druck. Das ist vor allem ein Fehler der Verantwortlichen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Alex Leppert.

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Endlich hat das unwürdige Schauspiel ein Ende. Seit Wochen war der Rausschmiss von Henrik Pedersen erwartet worden, nun wurde er auch vollzogen. Der Däne, ein Menschenfänger im positiven Sinne, wird als grandios gescheitertes Experiment in die Geschichte von Eintracht Braunschweig eingehen.

"Intern nicht frühzeitig gegenzusteuern, war ein Fehler"

Genau wie er die Liga unter- und einige seiner Spieler überschätzt hatte, lagen auch Aufsichtsrat und Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt mit ihrer Auswahl, an der auch der längst freigestellte Sportliche Leiter Marc Arnold beteiligt war, völlig daneben. Kann passieren. Aber intern nicht frühzeitig gegenzusteuern, das war gewiss ein Fehler.

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Der (bald ehemalige) Präsident: Wenn es nach Sebastian Ebel (zugleich Aufsichtsratvorsitzender) geht, darf Erfolglos-Trainer Henrik Pedersen weitermachen. Doch im Aufsichtsrat gibt es auch andere Stimmen. Der bisher für Integrität stehende Vereinschef hat am Samstag nach dem 2:2 gegen Lotte gezeigt, dass er die Lage wohl etwas falsch einschätzt. Als er vor den Südkurven-Fans von einem „saugeilen Spiel“ sprach, wurde er ausgepfiffen und beschimpft. Freilich hatte ein Einheizer der Fans bei diesen direkt zuvor eine Erwartungshaltung geweckt, der Ebel gar nicht entsprechen konnte. So bekam er den ganzen Frust ab. Viele fragen sich aber auch so, ob Ebel den Laden überhaupt noch im Griff hat. Zur Galerie
Der (bald ehemalige) Präsident: Wenn es nach Sebastian Ebel (zugleich Aufsichtsratvorsitzender) geht, darf Erfolglos-Trainer Henrik Pedersen weitermachen. Doch im Aufsichtsrat gibt es auch andere Stimmen. Der bisher für Integrität stehende Vereinschef hat am Samstag nach dem 2:2 gegen Lotte gezeigt, dass er die Lage wohl etwas falsch einschätzt. Als er vor den Südkurven-Fans von einem „saugeilen Spiel“ sprach, wurde er ausgepfiffen und beschimpft. Freilich hatte ein Einheizer der Fans bei diesen direkt zuvor eine Erwartungshaltung geweckt, der Ebel gar nicht entsprechen konnte. So bekam er den ganzen Frust ab. Viele fragen sich aber auch so, ob Ebel den Laden überhaupt noch im Griff hat. ©
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Schubert hat kaum Kredit

Mit André Schubert wurde zwar einer geholt, der bislang nirgendwo langfristig gearbeitet hat. Er hat jedoch genug Erfahrung, um auch in schwierigen Situationen das Richtige zu tun. Denn Schubert ist ein erfahrener Cheftrainer, der bereit ist, auch sich selbst weiterzuentwickeln.

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Aktuell geht es bei der Eintracht nicht mehr um Konzepte, sondern ums pure Überleben. Und das wird auch deshalb schwer, weil das Vertrauen der Anhänger in die Verantwortlichen seit dem Abstieg stark gesunken ist. Schon Pedersen hatte angesichts der nie geklärten Frage, wie es zu dem unfassbaren Abstieg kommen konnte, nicht mehr bei Null beginnen dürfen. Schubert fängt, was den Kredit angeht, nun sogar noch weiter im Minusbereich an. Das macht die Aufgabe für ihn nicht einfacher.

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