16. Dezember 2017 / 12:27 Uhr

Kommentar: Arschloch-Entgleisung - Eberl hat absolut recht!

Kommentar: Arschloch-Entgleisung - Eberl hat absolut recht!

Heiko Ostendorp
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SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp findet die Reaktion von Max Eberl auf die Pfiffe der eigenen Fans richtig.
SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp findet die Reaktion von Max Eberl auf die Pfiffe der eigenen Fans richtig. © imago/Montage
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Gladbachs Sportdirektor Max Eberl geht auf die eigenen Fans los, weil sie junge Spieler ausgepfiffen hatten. Er darf das - findet SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp.

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Peinlicher Ausraster oder wohltuende Offenheit?

Nach dem 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV platzt Gladbachs Sportdirektor Max Eberl der Kragen. Weil es zwischendurch Pfiffe von den eigenen Anhängern gab, beschimpft er die Fans der Borussia als "Arschlöcher". Das geht gar nicht, werden viele jetzt sagen und die Moralkeule schwingen - ich sehe es komplett anders.

Jeder, der jetzt den Stab über Eberl bricht, sollte sich mal in dessen Lage versetzen. Nach dem Sieg am Freitagabend sprang seine Mannschaft zwischenzeitlich auf Platz 4. Gladbach holte trotz arger Verletzungssorgen 28 Punkte in der Hinrunde und kann am Mittwoch gegen Leverkusen ins Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. Seit Jahren spielt der Klub, der vor sechs Jahren praktisch tot war, ums internationale Geschäft mit.

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Eberl kuscht nicht vor dem eigenen Anhang

Natürlich war Eberls Wortwahl daneben und mittlerweile hat er sich dafür ja auch entschuldigt. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er nun mal ein Mensch ist, der seinen Emotionen manchmal freien Lauf lässt. Ich finde es gut und richtig, dass er nicht - wie viele andere - vor dem eigenen Anhang kuscht, sondern die Dinge klar anspricht und sogar sagt, dass die Dauernörgler zu Hause bleiben oder zu Bayern gehen sollen.

Mit Michael Cuisance und Reece Oxford standen gegen den HSV zwei 18-jährige in Gladbachs Startelf, die ihre Sache richtig gut machten und die eine große Zukunft haben. Entdeckt hat diese Top-Talente übrigens wieder mal Super-Nase Eberl, der wie kein anderer für die Wiederbelebung des Klubs steht, der sich im letzten Sommer gegen einen Wechsel zu Bayern entschied und stattdessen in Gladbach verlängerte. Dass ausgerechnet diese jungen Burschen ausgepfiffen wurden, tat ihm doppelt weh.

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Das alles sollten sich die Leute, die am Freitag gepfiffen haben, mal durch den Kopf gehen lassen. Geht das Theater mit den eigenen Fans aber so weiter, würde ich nicht mal ausschließen, dass Eberl irgendwann selbst zum Arschloch wird und die Anhänger mit ihren Pfiffen alleine zurück lässt.

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