11. Juli 2018 / 11:58 Uhr

Kommentar: Mit dem Ronaldo-Deal hat auch Italien die Bundesliga abgehängt

Kommentar: Mit dem Ronaldo-Deal hat auch Italien die Bundesliga abgehängt

Tom Vaagt
Cristiano Ronaldo wertet die Serie A auf, die Bayern und die Bundesliga laufen hinterher – meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.
Cristiano Ronaldo wertet die Serie A auf, die Bayern und die Bundesliga laufen hinterher – meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt. © Verwendung weltweit
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Durch den Wechsel von Cristiano Ronaldo verliert die Bundesliga im europäischen Vergleich weiter an Boden. Ohne Weltstars, Spektakel und Spannung blättert der Lack gewaltig. Ein Kommentar von SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Spaniens La Liga bleibt zumindest noch Lionel Messi. In der französischen Ligue 1 zaubert Neymar. In Englands Premier League tummeln sich unzählige Hochbegabte mit reichlich Gefühl in den Füßen. Und die italienische Serie A hat seit Dienstagabend Cristiano Ronaldo. Wow! Das klingt nach Spektakel. Europas Topligen haben in der kommenden Saison wieder reichlich zu bieten. Halt! Stopp! Moment! Da fehlt doch was… Genau: die Bundesliga. Oder besser die Weltmeisterliga. Na ja, zumindest noch bis Sonntag. Nach dem WM-Finale in Russland ist dann auch dieser Restglanz futsch. Es bleibt ein Produkt aus dem mittleren Regal. Ohne Weltstars, aber mit einem Serienmeister, der die nach Spannung dürstenden Fans seit Jahren in den Schlaf spielt.

Mehr zum Ronaldo-Transfer

Der Transfer von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin verdeutlicht: Die wahren Spitzenligen haben die Bundesliga abgehängt. Selbst die Serie A – vor ein paar Jahren noch Inbegriff für Fan-Randale, veraltete Stadien und abgeplatzten Lack – ist durch die Ankunft von Fußball-Heiland und Marketingmaschine „CR7“ vorbeigezogen. Der Lack blättert inzwischen hierzulande. Gewaltig. Ein Ronaldo-Deal bei einem Bundesligisten ist nahezu undenkbar. Auch weil sie beim FC Bayern weiter uneins darüber sind, ob 100-Millionen-Transfers nun Sinn ergeben oder nicht. Im ligaweiten Vergleich ein luxuriöses Dilemma. Schließlich können die restlichen Klubs von derartigen finanziellen Möglichkeiten nur träumen.

Die Rechnung ist einfach: keine Investoren, keine Weltstars, kein Mega-TV-Vertrag nach englischem Vorbild. Die Folge: Während anderswo an jedem Wochenende ein Hollywood-Blockbuster mit Starbesetzung gezeigt wird, bleiben dem deutschen Fan nur „Lindenstraße“, „Schwarzwaldklinik“ und das „Traumschiff“. Das muss man mögen.

Ronaldo wechselt zu Juventus - Die Pressestimmen

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