23. Januar 2018 / 13:27 Uhr

Kommentar: Nations League ist die nächste Schnapsidee der Uefa

Kommentar: Nations League ist die nächste Schnapsidee der Uefa

Heiko Ostendorp
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Noch ein weiterer Wettbewerb für die Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw - SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp kann sich mit der Idee nicht anfreunden.
Noch ein weiterer Wettbewerb für die Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw - SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp kann sich mit der Idee nicht anfreunden. © imago/Montage
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Statt den Spielplan zu entschlacken, werden die Stars der besten Nationalmannschaften der Welt weiter ausgequetscht. Das ist Wahnsinn, findet SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp

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Die Quittung für den mittlerweile völlig übersättigten Fußball-Terminkalender bekam die deutsche Nationalmannschaft schon am Ende des vergangenen Jahres, als der Klassiker gegen Frankreich nicht mal ausverkauft war - und dies in einer fußballbegeisterten Stadt wie Köln.

Es ist aus verschiedenen Gründen durchaus verständlich, dass die Fans nicht mehr jeden Quatsch mitmachen und auch die Bundesliga-Bosse irgendwann auf die Barrikaden gehen. So wie es die meisten jetzt tun, wenn es um die neu geschaffene Nations League geht. Karl-Heinz Rummenigge spricht von einer "inflationären Entwicklung der Wettbewerbe", Hoffenheims Alexander Rosen glaubt, dass die Interessen der Uefa "rein finanzieller Natur" seien. Natürlich haben beide absolut Recht!

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Die Nations League ist die nächste Schnapsidee des europäischen Fußball-Verbandes, der hofft, sich neben der Champions League und der Europameisterschaft mit einem weiteren Wettbewerb die Taschen vollmachen zu können. Leidtragende sind neben den übersättigten Zuschauern wieder mal die Klubs und die Profis, die ohnehin schon mit der immer weiter wachsenden Belastung zu kämpfen haben.

Bereits in den letzten Jahren waren viele Stars verletzt oder nicht in Topform, wenn es um die Pötte der großen Wettbewerbe ging. Statt auf diese bedenkliche Entwicklung mit der einzig richtigen Maßnahme zu reagieren - nämlich die Anzahl der Pflichtspiele endlich zu verringern - quetscht der Verband die Profis weiter bis aufs Letzte aus. Hoffentlich gibt es die Antwort in Form eines Boykotts. Wenn schon nicht von den Spielern selbst, dann zumindest von ihren Anhängern.

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