17. Februar 2018 / 20:46 Uhr

Kommentar: Peinlich-Plakat, versuchter Platzsturm – HSV-Fans schon zweitklassig!

Kommentar: Peinlich-Plakat, versuchter Platzsturm – HSV-Fans schon zweitklassig!

André Batistic
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Einige Fans des Hamburger SV haben kein gutes Licht auf den Verein geworfen, findet SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic.
Einige Fans des Hamburger SV haben kein gutes Licht auf den Verein geworfen, findet SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic. © imago/Screenshot Twitter/Montage
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Der erste Bundesliga-Abstieg des Hamburger SV rückt immer näher. Der Effekt des Trainer-Wechsels von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach scheint bereits aufgebraucht – und jetzt werden auch die Fans unruhig. Der HSV zerfleischt sich selbst, meint SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic.

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Volksparkstadion, 15.20 Uhr: Ein geschmackloses Plakat wird von einigen Fans der HSV-Nordtribüne offengelegt. Darauf die Worte: „Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt.“ Zehn Minuten vor Anpfiff, genau vor den Augen der Spieler, die sich gerade vor den vermeintlich treuesten der treuen Fans warm machen. Motivation im Abstiegskampf sieht anders aus. Was ein solches Plakat mit der Psyche von jungen Spielern wie dem erst 18 Jahre alten Shootingstar Jann-Fiete Arp macht? Die Antwort gibt der Schüler, der erstmals seit Dezember wieder in der Startelf steht, auf dem Platz gegen Bayer Leverkusen. Bis zu seiner Auswechslung in der 54. Minute liefert er eine erschreckend schwache Vorstellung ab. Und er war bei Weitem nicht der Einzige ...

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Fans selbst in dunkelsten Zeiten loyaler

Eigentlich sollte man meinen, dass die HSV-Fans wissen, wie man mit einer Mannschaft umgehen muss, die sich im Abstiegskampf befindet. Schließlich gibt es seit der Saison 2011/12 kaum eine andere Aufgabe in der Bundesliga für den Hamburger SV.

Doch der Frust wird immer größer. Nach dem 1:2 gegen Leverkusen versuchen einige Anhänger dann auch noch, den Platz zu stürmen. Nur die Polizei kann die Unruhestifter aufhalten. Polizisten, Ordner und Pferde sichern daraufhin den Eingang zur Spieler-Kabine ab. Szenen, die es selbst in dunkelsten Doppel-Relegationszeiten nicht gegeben hat.

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Das einzige Erstklassige am HSV? Die Ligazugehörigkeit!

Man wird den Eindruck nicht los, dass das einzige Erstklassige am HSV derzeit allein die Ligazugehörigkeit ist. Die Fans? Mit Aktionen wie am Samstag nicht! Der Vorstand? Nicht mit einer Schlammschlacht wie jetzt vor den Wahlen zum HSV-Vorstand am Sonntag! Die sportliche Führung? Schon gar nicht. Im Winter wurde es auch wegen Geld- und Investor-Problemen verpasst, wichtige Kader-Korrekturen vorzunehmen. Der Trainerwechsel wirkte überstürzt – und der Effekt des Gisdol-Nachfolgers Bernd Hollerbach scheint bereits abgenutzt.

Die Quittung der internen Querelen hat der HSV jetzt erhalten: Wieder muss wegen der Sorge um den ersten Bundesliga-Abstieg der Geschichte gezittert werden – und neuerdings auch wegen Drohungen der Fans. Eine traurige Entwicklung.

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