24. Juni 2018 / 14:47 Uhr

Kommentar: Warum Deutschland ein schlechter Gewinner war

Kommentar: Warum Deutschland ein schlechter Gewinner war

Marco Fenske
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Joachim Löw hatte gestern allen Grund zur Freude. Doch längst nicht alles läuft beim DFB rund, findet SPORTBUZZER-Chef Marco Fenske.   
Joachim Löw hatte gestern allen Grund zur Freude. Doch längst nicht alles läuft beim DFB rund, findet SPORTBUZZER-Chef Marco Fenske.    © Imago-Montage
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Zwar ist die deutsche Nationalmannschaft durch den spektakulären 2:1-Erfolg gegen Schweden zurück im WM-Rennen, dennoch sollte man nun dringend zum Ruhepuls zurückkehren und manche Dinge hinterfragen, mahnt SPORTBUZZER-Chef Marco Fenske. 

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Bei allem berechtigten Jubel über den Kunstschuss von Toni Kroos, den Sieg in letzter Sekunde und die Magie einer Weltmeisterschaftsnacht, die Deutschland im Idealfall bis ins Finale trägt: Es sind alle gut beraten, vorerst in den Ruhepuls zurückzukehren. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen – gaaanz langsam.

Nehmen wir für einen Augenblick die Brille der Euphorie ab und orientieren wir uns an den Fakten: Viel hat gegen den 24. der Weltrangliste Schweden nicht gefehlt und Deutschland wäre so gut wie ausgeschieden. Die beleidigte Generalabrechnung von Kroos mit allen Experten und Kritikern im Anschluss, die unnötige Stichelei von Oliver Bierhoff in Richtung des Gegners, dem er grundlos Zeitspiel unterstellte – und der provozierende sowie peinliche Jubel der beiden DFB-Mitarbeiter Georg Behlau und Uli Voigt, deren Job es ist, im Hintergrund Reisen und Interviews zu organisieren (was bilden die sich eigentlich ein, sich so aufzuführen?) hinterlassen mindestens einen Beigeschmack. Beiden droht jetzt eine Verurteilung durch die FIFA.

Mehr zum Jubel-Zoff

Überhaupt wird man den Eindruck dieser Tage nicht los, die Herren Weltmeister sind mehr damit beschäftigt, dünnhäutig und uneinsichtig auf Kritik zu reagieren statt die angebotenen Leistungen zu hinterfragen.

Deutschland ist in letzter Sekunde in dieser WM angekommen. Die schlechte Nachricht: nicht mehr. Die gute Nachricht: auch nicht weniger. Es bleibt zu hoffen, dass die Magie dieser WM-Nacht jetzt Kräfte freisetzt und dass am Mittwoch gegen die schwachen Südkoreaner eine Leistungsexplosion folgt. Bis dahin halten wir den Ruhepuls.

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