17. Juli 2018 / 06:20 Uhr

Kommentar: Die WM in Russland war der Abschied vom Fußball

Kommentar: Die WM in Russland war der Abschied vom Fußball

Heiko Ostendorp
Twitter-Profil
<b>SPORT</b>BUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp zeichnet ein dunkles Bild von den anstehenden Turnieren.
SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp zeichnet ein dunkles Bild von den anstehenden Turnieren. © imago/Montage
Anzeige

SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp blickt auf die in halb Europa stattfindende EM 2020 und die Winter-WM 2022 in Katar voraus. Sein Fazit: Wir müssen uns von dem Fußball, den wir kennen und lieben, verabschieden.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Die Diskussionen über die WM sind noch in vollem Gange: War Russland ein guter Gastgeber? Immerhin blieben die befürchteten Ausschreitungen und Skandale aus. Oder war die Weltmeisterschaft doch eher eine Propagandaveranstaltung, die Wladimir Putin dazu nutzte, um der Welt ein unwirkliches Bild seines Landes zu suggerieren und im Schatten des Fußballs seine politischen Ziele durchzudrücken?

Mehr Kontroverses zur WM 2018

Egal, welcher Meinung man ist – aus rein sportlicher Sicht steht jetzt schon fest: Besser wird es in Zukunft garantiert nicht. In zwei Jahren findet erstmals eine EM in halb Europa statt. Mit 24 Teams in zwölf Ländern. Dass da eine echte Turnieratmosphäre aufkommen kann, darf zumindest bezweifelt werden.


War die WM ein Erfolg? Stimmt hier ab!


Ein noch befremdlicheres Szenario steht 2022 an, wenn die WM-Endrunde in Katar ausgetragen wird – zum ersten Mal im europäischen Winter. Das Finale geht am 18. Dezember, am vierten Advent, über die Bühne. Public Viewing mit Glühwein und Bratäpfeln auf dem Weihnachtsmarkt? Was für eine irrsinnige Vorstellung.

Wie genau das Turnier ablaufen wird, ist übrigens völlig offen. FIFA-Boss Gianni Infantino regte gerade an, bereits bei der kommenden WM die Teilnehmerzahl von 32 auf 48 aufzustocken. Da Katar (kleiner als Schleswig-Holstein) dies unmöglich bewältigen könnte, kommen plötzlich die mit Katar politisch über Kreuz liegenden Wüstenstaaten Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate als Zweitausrichter ins Spiel. Was für eine absurde Vorstellung.

So oder so ist klar: Spätestens die kommenden Turniere sind ein endgültiger Abschied vom Fußball, wie ihn die Fans einmal kannten und liebten.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt