12. April 2018 / 22:40 Uhr

Kommentar zum neuen Bayern-Trainer Niko Kovac: Es gibt zwei große Verlierer

Kommentar zum neuen Bayern-Trainer Niko Kovac: Es gibt zwei große Verlierer

Marco Fenske
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Auf Niko Kovac wartet beim FC Bayern eine große Aufgabe.
Auf Niko Kovac wartet beim FC Bayern eine große Aufgabe. © Getty
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Niko Kovac wird neuer Bayern-Coach. Der Noch-Trainer von Eintracht Frankfurt wird den Rekordmeister im Sommer übernehmen. Dafür ist ihm Glück zu wünschen - doch die Bayern gehen auch wegen eigener Fehler ein großes Risiko ein, kommentiert SPORTBUZZER-Chef Marco Fenske.

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Die Reaktionen

Gratulation, Niko Kovac! Der 46 Jahre alte Kroate bekommt den begehrtesten Trainerposten im deutschen Fußball - im Sommer folgt er auf Jupp Heynckes und wird Coach des FC Bayern. Eine Chance, die sich Kovac, seit 2016 erfolgreich in Frankfurt, nicht entgehen lassen wollte: verständlich, nachvollziehbar, menschlich - wenngleich man schon die Frage stellen muss, warum er vor weniger als zehn Tagen noch sagte: „Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass ich im nächsten Jahr hier (in Frankfurt) Trainer bin. Punkt.“ Ja, andere haben im Fußball auch schon gelogen. Besser macht es das nicht.


In der Personalie Kovac gibt es schon jetzt zwei große Verlierer.

1. Die Bosse des FC Bayern (Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge): Wie schon bei der Auswahl des Sportdirektors (am Ende wurde es Hasan Salihamidzic - also bitte!) standen sich die Großkopferten auch beim Casting des Cheftrainers im Weg. Als sie sich endlich auf Thomas Tuchel geeinigt hatten, zuckte der nur mit den Schultern - weil Tuchel längst bei Paris, das sich ehrlicher um ihn bemüht hatte, im Wort stand. Die Folge: Rummenigge und Hoeneß gehen ein unnötiges Risiko mit Kovac.

2. Eintracht Frankfurt mit seinem Sportvorstand Fredi Bobic: Der Vater des Eintracht-Erfolgs wurde nicht müde, zu betonen, dass Kovac in Frankfurt bleibt. „Ich kann die Eintracht-Fans beruhigen“, „Wir planen hier gemeinsam die Zukunft“ - Bobic hat jetzt ein ähnlich großes Glaubwürdigkeitsproblem wie Kovac; und sein Verein jenes, einen neuen Trainer finden zu müssen.

So reagiert Fredi Bobic

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Kovac kann sich nicht auf einen starken Chef verlassen

Niko Kovac ist wirklich zu wünschen, dass er nicht der dritte große Verlierer wird. Nicht auszudenken, wenn Noch-Trainer Jupp Heynckes das Triple abräumt, unmenschlich große Fußstapfen hinterlässt, in die ein Trainer-Lehrling nur schwer treten kann. Auf einen starken Chef wird er sich jedenfalls nicht verlassen können. Denn der heißt ja Hasan Salihamidzic - und war ebenfalls nur ein Notnagel.

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