Zwischen zwei Fangruppierungen von RB Leipzig herrscht deutlich mehr als nur ein bisschen dicke Luft. Zwischen zwei Fangruppierungen von RB Leipzig herrscht deutlich mehr als nur ein bisschen dicke Luft. © Picture Point
Zwischen zwei Fangruppierungen von RB Leipzig herrscht deutlich mehr als nur ein bisschen dicke Luft.

Konflikt zwischen Fans von RB Leipzig eskaliert

Nach einer Schlägerei nach dem Spiel gegen Hannover 96 fliegen zwischen den Red Aces und L.E. United die Fetzen.

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Leipzig. Schuldzuweisungen, Provokationen – und nun auch körperliche Übergriffe. Der Konflikt in der Fanszene von RB Leipzig spitzt sich zu. Nach dem Sieg gegen Hannover 96 Anfang November wurden zwei Mitglieder vom linken, ultra-nahen Fanklub Red Aces geschlagen und verletzt. Eine Person erlitt einen Nasenbeinbruch. Laut „Spiegel Online“ durch Anhänger, die zur Gruppierung L.E. United gehören. Eine LVZ-Anfrage blieb von beiden Gruppen bis Redaktionsschluss unbeantwortet. RB Leipzig hat die mutmaßlichen Übeltäter laut „Spiegel Online“ abgemahnt, im Wiederholungsfall droht ein Hausverbot. Die Beschuldigten kündigten in einer Erklärung rechtliche Schritte an.

Schilderungen gehen auseinander

Denn laut denen stellt sich der Konflikt vor einer Sportbar in der Jahnallee völlig anders dar. „Ohne erkennbaren Grund wurden wir plötzlich von zwei Personen verbal und mit eindeutigen Gesten massiv provoziert. Alle vor Ort sind zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass es sich um gewaltbereite Hannoveraner handelt“, behaupten sie. Die Verletzungen seien nicht von United-Mitgliedern zugefügt worden. Nach dem ersten Scharmützel – und auch nach dem Heimspiel gegen Bremen – soll es vor der Bar zu einer Racheaktion von „teilweise vermummten Personen“ aus dem Umfeld der Red Aces gekommen sein.

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Die Interpretation der Vorfälle geht auseinander: Die Aces warfen L.E. United „rassistische oder homophobe“ Pöbeleien sowie eine „rechte bis rechtsoffene“ Gesinnung vor und vermuten ein politisch motiviertes Vorgehen um die Deutungshoheit in der Kurve. Die Gegenseite vertritt die Losung „Keine Politik im Stadion!“ und fühlt sich in die rechte Ecke gedrängt. Ein Motto, das von rechten Fans häufig gegen linke Ultras eingesetzt wird.

RB will "Familienverein" bleiben

L.E. United hatte sich nach den Übergriffen gegen RB-Anhänger in Dortmund formiert. Die Mitglieder, an den schwarzen Fischerhüten gut zu erkennen, schließen Gewalt zur Selbstverteidigung ausdrücklich nicht aus. Aber können sie für private Vergehen vom Klub belangt werden? Laut Sportrechtler Johannes Arnhold könne RB Fans nur bei Verstößen gegen die Stadionordnung „im unmittelbaren Bereich um die Red-Bull-Arena“ ausschließen. Ein bundesweites Stadionverbot sei auch bei Verstößen außerhalb möglich. Bedingung: ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren.

Der Klub kündigt unterdessen an, auch in Zukunft alles dafür zu tun, dass die Heimspiele nicht für die politische Auseinandersetzung von linken und rechten Gruppen genutzt werden. „RB Leipzig wird konsequent gegen alle vorgehen“, erklärte ein Sprecher, „die die friedliche Fankultur missachten, die andere beleidigen oder gar körperlich attackieren.“ Das Label „Familienverein“ soll schließlich auch weiterhin gelten.

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