03. Dezember 2018 / 20:43 Uhr

"Können meine Nummer löschen": Zoff um Nichtantritt zwischen TSV Goltern und SV Wilkenburg

"Können meine Nummer löschen": Zoff um Nichtantritt zwischen TSV Goltern und SV Wilkenburg

Tobias Kurz
Golterns Trainer Gustav Kuhn will sich den schwarzen Peter nicht zuschieben lassen.
Golterns Trainer Gustav Kuhn will sich den "schwarzen Peter" nicht zuschieben lassen. © imago/HochZwei/Angerer
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Am Sonntag gab es mächtig Ärger zwischen dem TSV Goltern und dem SV Wilkenburg, der bis zum Nichtantritt des SVW führte. "Meine Telefonnummer können sie getrost ersatzlos aus ihrem Telefon löschen", schoss Wilkenburgs Pressesprecher Martin Volkwein gegen die Golterner. Deren Trainer Gustav Kuhn wehrte sich.

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Keinen Fußball, aber dafür mächtig Zoff gab es am Wochenende zwischen dem TSV Goltern und dem SV Wilkenburg. Die Wilkenburger traten in Goltern mangels Personal nicht an – und fühlten sich von den Gastgebern unfair behandelt.

Wilkenburg bat um Spielverlegung

Hintergrund: Bereits Ende Oktober hatte der SVW wegen einer Vereinsfeier am Samstag um eine Verlegung der Partie gebeten. Eine Vorverlegung auf Samstag war aufgrund einiger Hannover-96-Stadiongänger aufseiten des TSV nicht möglich, unter der Woche hätte nur auf dem Ascheplatz gespielt werden können, der allerdings auf unbestimmte Zeit gesperrt ist.

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Garbsens Yasin Güzelcümbüs überwindet den eingewechselten Letteraner Torhüter Patrick Wegner, trifft aber nur die Latte. ©
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"Wir hatten daraufhin mit Golterns Trainer Gustl Kuhn vereinbart, als eleganteste Lösung dieses Dilemmas das Spiel einfach abzusagen, wenn es die Witterungsverhältnisse irgendwie hergeben“, erklärte SVW-Pressesprecher Martin Volkwein und fügte an: „Bis 11.30 Uhr haben wir abgewartet, ob angesichts der Regenfälle aus Goltern eine Reaktion erfolgt.“ Das war nicht der Fall, also entschieden sich die Gäste, die laut Volkwein auch mit Unterstützung aus der zweiten Mannschaft nur neun Spieler zusammenbekamen, zum Nichtantritt.

"Spielen nicht um Qualifikationspunkte für die Champions League"

„Ein wenig mehr Fair-Play hätte ich mir schon gewünscht, zumal wir in unserer Spielklasse nicht um Qualifikationspunkte für die Champions League spielen“, schimpfte Volkwein.

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Goltern-Coach Kuhn wehrt sich

Golterns Coach Kuhn hielt jedoch dagegen: Der Rasenplatz sei "in einem top Zustand" gewesen, der Schiedsrichter hätte demnach keinen Grund gehabt, die Partie nicht anzupfeifen. „Ich bin echt enttäuscht und auch ein bisschen stinkig, dass uns Wilkenburg jetzt den schwarzen Peter zuschieben will. Ich wäre zu einer Verlegung bereit gewesen, aber es hat nun einmal nicht geklappt. Dass Wilkenburg dann keine Mannschaft zusammenbekommt, ist nicht unser Problem“, ärgerte er sich.

Volkwein widersprach der Darstellung von Kuhn: „Wenn man es gewollt hätte, hätte man das Spiel ausfallen lassen und im Frühjahr nachholen können“ Sein Vorwurf: Goltern habe am Sonntag absichtlich gewartet, um die sicheren drei Punkte einzufahren – und sei so dem Risiko einer möglichen wetterbedingten Absage durch den Schiedsrichter aus dem Weg gegangen, der nach der Absage der Wilkenburger gar nicht erst anreiste, um den Platz zu begutachten.

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Rohes Spiel. ©

"Man sieht sich immer zweimal im Leben"

Einen Giftpfeil gen Goltern hatte Volkwein noch im Köcher: „Man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben und vielleicht kommen auch die Golterner einmal in die Verlegenheit, ein Spiel gegen uns verlegen zu müssen. Bei mir brauchen sie jedenfalls nicht mehr anzurufen und meine Telefonnummer können sie getrost ersatzlos aus ihrem Telefon löschen.“

Gleichwohl gestand er: „Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen, dass wir es so weit haben kommen lassen." Das sah Golterns Kuhn ähnlich: "Da sollte man in Wilkenburg vielleicht erst einmal intern im Verein klären, wieso man das nicht besser hinbekommen hat, bevor die Schuld bei anderen gesucht wird."

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