Manuel Gräfe hat seine ehemaligen Bosse unter anderem für die Berufung von Felix Zwayer zum FIFA-Schiedsrichter kritisiert. Manuel Gräfe hat seine ehemaligen Bosse unter anderem für die Berufung von Felix Zwayer zum FIFA-Schiedsrichter kritisiert. © imago
Manuel Gräfe hat seine ehemaligen Bosse unter anderem für die Berufung von Felix Zwayer zum FIFA-Schiedsrichter kritisiert.

Krasse Abrechnung: Manuel Gräfe attackiert Schiedsrichter-Kollegen

In einem Interview mit Zündstoff-Potenzial hat der Berliner vor allem die ehemaligen Schiri-Bosse Hellmut Krug und Herbert Fandel aufs Korn genommen. Er wirft ihnen Vetternwirtschaft vor.

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In der Schiedsrichter-Gilde bahnt sich heftiger Zoff an.

Bundesliga-Referee Manuel Gräfe hat in einem Interview mit Knalleffekt die beiden früheren Schiri-Bosse Hellmut Krug und Herbert Fandel frontal angegriffen. Im Berliner Tagesspiegel warf der 43-Jährige seinen Chefs grobes Fehlverhalten, Befangenheit und Vetternwirtschaft vor. Der Vorwurf: "Die beiden haben sich ihre Schiedsrichterliste so zusammengebastelt, wie sie es wollten."

Gräfe ließ im Tagesspiegel kräftig Dampf ab. Viele Bundesliga-Schiedsrichter seien nicht gut genug. "Da sind Leute in Positionen gekommen, für die sie einfach nicht gut oder weit genug waren. Und es fällt doch auf, dass in den vergangenen Jahren alle, die nicht uneingeschränkt auf einer Wellenlänge mit der Führung lagen, also nicht zu allem ja und amen gesagt haben, auf verschiedenen Ebenen bearbeitet wurden."

Gräfe kritisiert Zwayer-Berufung zum FIFA-Schiri

Der Berliner Unparteiische verweist auf seinen Ex-Kollegen Babak Rafati, der sich eigenen Aussagen zufolge aufgrund von Mobbing und zu krassem Leistungsdruck das Leben nehmen wollte. Gräfe kritisiert scharf den Aufstieg von Felix Zwayer - der ebenfalls aus Berlin kommt -  zum FIFA-Schiedsrichter in diesem Sommer. Immerhin war Zwayer stärker als zuvor angenommen in den Skandal um Robert Hoyzer involviert, soll Schmiergeld kassiert haben. "Wie kann so jemand bis in die Spitze der deutschen Top-Schiedsrichter kommen? Kann es vielleicht sein, dass Fandel und Krug dort einen Mann haben wollten, der ihnen zu bedingungsloser Loyalität verpflichtet war?"

Seit Beginn dieser Saison ist Lutz Michael Fröhlich Schiedsrichter-Boss, löste Fandel und Krug ab. Für Gräfe ist es "exemplarisch", dass Top-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus erst jetzt in der Bundesliga pfeifen darf. Unter Fröhlich, so Gräfe, ginge es ausschließlich um Leistung. Der Berliner ist seit 2007 FIFA-Referee und pfiff bislang über 220 Spiele in der Bundesliga. Außerdem war der 43-Jährige schon in WM-Qualifikation, Champions League und der Europa League im Einsatz.

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