08. Januar 2018 / 18:28 Uhr

Kreisliga Wolfsburg: Aufholjäger, Ballermänner & ein Bollwerk

Kreisliga Wolfsburg: Aufholjäger, Ballermänner & ein Bollwerk

Redaktion Sportbuzzer
Viel gejubelt: Der SSV Vorsfelde II ist Kreisliga-Spitzenreiter.
Viel gejubelt: Der SSV Vorsfelde II ist Kreisliga-Spitzenreiter. © Roland Hermstein
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Der Hinrunden-Rückblick: Der Favorit ist vorne, das Schlusslicht hofft - das ist die aktuelle Lage in der Kreisliga Wolfsburg zwischen Hin- und Rückrunde.

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SSV Vorsfelde II

Die Vorsfelder wurden als Bezirksliga-Absteiger schon vor der Saison als Top-Favorit auf die Meisterschaft gehandelt und sie wurden dieser Einschätzung mehr als gerecht: Nur eine Niederlage kassierten die Eberstädter in 13 Partien und sicherten sich so souverän den Wintertitel. Auch für SSV-Trainer Matthias Weiß gab’s wenig zu mäkeln: „Wir haben uns auch spielerisch weiterentwickelt“, lobt er. Dennoch weiß er auch: „Die Rückrunde wird kein Spaziergang. Den Spitzenreiter will jeder schlagen.“ Das Ziel Meisterschaft behalten die Vorsfelder dennoch fest im Blick. „Es liegt jedoch noch viel Arbeit vor uns, um dieses Ziel zu erreichen“, mahnt Weiß.

VfB Fallersleben

„Ein paar Punkte haben wir unnötig liegen lassen“, fand VfB-Trainer Lars Ebeling, der weiter erklärt: „Unserer jungen Truppe haben in den entscheidenden Momenten die Routine und die Cleverness gefehlt. Da sind wir noch zu sehr Jugend forscht.“ Alles in allem ist der Coach jedoch zufrieden – schließlich kletterte sein Team noch bis auf Platz zwei nach oben. Und: „Fußballerisch waren wir meist überlegen“, so Ebeling. Für die Rückrunde wollen sich die Fallersleber vor allem auf ihre Spiele konzentrieren, aber auch Tabellenführer Vorsfelde nicht ganz aus den Augen verlieren. Ebeling: „Wir wissen, dass nach oben nur was möglich ist, wenn Vorsfelde strauchelt.“

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TV Jahn Wolfsburg

Die Jahner hatten von Beginn an nur einen kleinen Kader zur Verfügung, dazu kamen noch diverse Verletzte, die teilweise wochenlang ausfielen. „Wir mussten von Woche zu Woche schauen, dass wir eine Mannschaft zusammenbekommen“, schildert Trainer Martin Richter. Dennoch überraschten die Jahner jedes Mal aufs Neue, das Team stand auch in schweren Zeiten zusammen. Richter freute es: „Wir haben das Beste rausgeholt.“

WSV Wendschott

Gegen Ende der Hinrunde etablierte sich der WSV unter den Top-Fünf der Liga. „Vorsfelde hat zwar ein paar Punkte Vorsprung, aber noch ist gar nichts entschieden“, so die Kampfansage von Trainer Giuseppe Millemaci, der jedoch auch weiß: „Vorsfelde ist sehr stark. Aber wir wollen da sein, sollte Vorsfelde patzen.“ Größtes Manko der Wendschotter war die Defensive. Millemaci: „Wir haben zu viele Gegentore kassiert, zu viele Geschenke an den Gegner verteilt.“ Deshalb sei die erste Devise für die Winterpause, die Fehler abzustellen und hinten öfter die Null zu halten.

Lupo/Martini III

Zwischen dem neuen Trainer Alessandro Sicilia und seinem Team passte es gleich: Die Italiener brauchten keine große Eingewöhnungszeit, sondern etablierten sich gleich unter den Top-Teams der Liga. „Die Jungs haben mich als Trainer sehr gut aufgenommen und ich habe eine interessierte und motivierte Mannschaft vorgefunden. Die Jungs geben Gas und sind auch außerhalb des Platzes eine Einheit“, so der Coach. Erst zum Ende der Hinrunde erlaubte sich Lupo eine kleine Schwächephase, verlor drei der letzten vier Spiele. Sicilia: „Da hat mir die Einstellung nicht so gut gefallen.“ Alles in allem ist der Trainer jedoch zufrieden mit seinem Team und kündigt an: „Wir wollen in der Rückrunde so weitermachen und noch mehr junge Spieler in die Mannschaft integrieren.“

Nach der Hinrunde: Die Top-11 der Fußball-Kreisliga Wolfsburg

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TSV Heiligendorf

Anfang der Saison hatten die Heiligendorfer mit Personalsorgen durch viele Platzverweise und Verletzungen zu kämpfen. Erst gegen Hinrunden-Ende lichtete sich das Lazarett. „Da hat sich gezeigt, dass wir eine gute Truppe haben, wenn alle da sind“, so TSV-Trainer Phillip Molkentin, der nun hofft, in der Rückrunde an die zweite Hälfte der Hinserie anknüpfen zu können und so einen einstelligen Tabellenplatz zu sichern.

FSG Neindorf/Almke

„Wir sind mit der Hinrunde sehr zufrieden. Bis uns das Verletzungspech eingeholt hat, haben wir eine richtig starke Hinrunde gespielt und auch nicht unverdient an der Tabellenspitze gestanden“ resümiert FSG-Trainer Marcel Schoolmann. In den letzten vier, fünf Spielen haben der FSG dann bis zu zwölf Spieler gefehlt. „Trotz all der Ausfälle waren wir immer nah dran und die Mannschaft hat die personellen Sorgen stark aufgefangen“, lobte Schoolmann, der sogar selbst in der Defensive aushelfen musste. Als Fazit für das erste halbe Jahr als FSG-Coach meint Schoolmann: „Einzelne Spieler haben sich hervorragend entwickelt und auch taktisch sind wir auf einem guten Weg.“ In der Rückrunde sollen dann die Verletzten zurückkehren. „Da die Trainingsbeteiligung steigen und jeder Einzelne den eingeschlagenen Weg weitergehen wird, gibt es für uns nur einen Weg – nach vorne“, verkündet der Coach.

FC Wolfsburg II

„Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit unserer Hinrunde. Die beiden Niederlagen gegen VfR Eintracht und Kästorf wurmen mich aber sehr“, so FC-Coach Mohammed Rezzoug, der weiter erklärt: „Genau da war auch unser Defizit diese Saison – wir waren nicht in jedem Spiel mit hundertprozentiger Einstellung bei der Sache.“ Zur positiven Seite fügt er hinzu: „Aber wenn die Einstellung da war, dann waren wir wie ein ICE: Nicht aufzuhalten. Die Moral war in vielen Spielen sensationell.“ Der Kader der Wolfsburger schrumpfte aufgrund vieler Verletzter im Laufe der Hinserie immer mehr zusammen. Besonders fehlte dem FC Ivan Colombo. Rezzoug: „Er ist das Herz unserer Mannschaft. Mit ihm kam auch immer mehr Feuer in unser Spiel. Er ist ein Spieler, der nicht wegzudenken ist.“ Für die Rückrunde hofft der Coach, dass sich das Lazarett wieder lichtet und dass eventuell noch der eine oder andere Neuzugang dazustößt.

TSV Wolfsburg

„Wenn man sieht, dass wir nur drei Punkte von Platz fünf entfernt sind, dann müssen wir zufrieden sein. Viele hatten uns ja als ersten Absteiger auf dem Zettel“, so TSV-Co-Trainer Steve Grünwald. Denn das neue Team der Laagberger kickte zum größten Teil in der Vorsaison noch für den VfB Fallersleben II in der 2. Kreisklasse und etablierte sich nun gleich zwei Ligen weiter oben im Mittelfeld der Tabelle.

TSV Ehmen

„Die Platzierung ist für uns erst mal zweitrangig“, erklärt TSV-Coach Sven Schubert, der nach dem Rücktritt von Holger Pufall das Traineramt übernahm. Seine Aufgabe sei es nun hauptsächlich, die Mannschaft zu stabilisieren. Damit’s klappt, hofft er vor allem auf eine bessere Trainingsbeteiligung und eine gute Vorbereitung. „Durch viele Studenten, Schüler und Schichtler haben wir manchmal nur neun, zehn Mann beim Training“, berichtet Schubert. Um dies zu ändern, sollen ein paar Neuzugänge dazustoßen. Mit Dennis Rapmond (zuvor ohne Verein) und Julian Koch (VfB Fallersleben) stehen bereits zwei Neue fest, weitere sollen noch folgen. Schubert: „Ich hoffe, dass in der Vorbereitung viele da sind und sich so die Truppe weiterentwickeln kann. Denn das Potenzial ist auf jeden Fall da.“

ESV Wolfsburg

„Wir wussten von Anfang an, was auf uns zukommt, weil wir eine komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft hatten“, so ESV-Coach Dimitri Fink. Auffällig: Die Eisenbahner verloren ihre Spiele oftmals knapp. Fink begründet: „Wir haben uns als Mannschaft noch nicht gefunden, müssen zudem unsere Chancen besser nutzen und die Trainingsbeteiligung steigern, da oft die Kraft in der Schlussphase fehlte.“ Sein Ziel für die Rückrunde: „Wir wollen mit den Plätzen unten nichts zu tun haben und wenn möglich einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“

VfR Eintracht Nord

„Wir stehen über dem Strich, was unser Ziel war“, so VfR-Coach Antonio Arpaia, der jedoch auch findet: „Es hätten vier, fünf Punkte mehr sein können, aber wir haben uns oftmals nicht für unsere guten Leistungen belohnt. Auch das nötige Glück hat gefehlt.“ Das Ziel, eine Mannschaft zu formen, die die gleichen Interessen verfolgt, sei bereits geglückt. „Wir wollen schauen, ob wir nun noch den einen oder anderen Spieler dazubekommen, da wir noch einen sehr dünnen Kader haben“, verkündet Arpaia, der den Fleiß seines Teams lobt: „Wir haben eine fast hundertprozentige Trainingsbeteiligung.“ Ziel für die Rückrunde bleibt der Klassenerhalt.

MTV Hattorf

Beim MTV lief es zwar nicht rund, dennoch überwintern die Hattorfer auf einem Nichtabstiegsplatz und haben somit im Kampf um den Klassenerhalt noch alle Chancen. „ Wir sind sportlich noch mal mit einem blauen Auge davongekommen“, weiß MTV-Coach Yannic Kiebler, der weiter erklärt: „Wir haben leider seit eineinhalb Jahren einen recht kleinen Kader, der Ausfälle nur bedingt kompensieren kann.“ Jedoch gibt es auch positive Dinge, die der Trainer betonen möchte: „Die Mannschaft hat einen großen Willen. Sie gibt sich nie auf – egal, wie es steht.“

SG Kästorf/Warmenau/Brackstedt

Der SG fehlte vor allem die Konstanz. „Wir haben nie eine Stammelf gehabt, jeden Sonntag stand eine andere Abwehr auf dem Platz. Da bekommt man keine Sicherheit rein und man kassiert so die Gegentore“, so die Erklärungen von SG-Spielertrainer Guiseppe Cristallo, der zudem die mangelnde Trainingsbeteiligung als einen weiteren Punkt sieht, weshalb man im Abstiegskampf steckt. Cristallo: „Ich hoffe, dass wir nun eine gute Vorbereitung machen können, so dass wir uns die Punkte in der Rückrunde wieder erkämpfen.“

SV Nordsteimke

Beim SVN lief es von Beginn an nicht rund – so steht am Ende der Hinrunde nur ein einziger Sieg zu Buche. Jedoch besteht noch Hoffnung, da der Rückstand auf das rettende Ufer nur vier Zähler beträgt und der SVN noch weniger Spiele absolviert hat als die Konkurrenz. Mit dem neuen Trainer Danny Wedel soll nun der Umschwung geschafft werden. Wedel löste kurz vor der Winterpause das Trainerteam Thomas Wagner/Timo Krüger ab.

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