07. Juni 2018 / 14:57 Uhr

Kreispokal-Finale: Gegenwart trifft auf Zukunft

Kreispokal-Finale: Gegenwart trifft auf Zukunft

Tobias Denne
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Noch hat er nur Augen für seinen SV Mörsen-Scharrendorf: Friedhelm Famulla. © Thorin Mentrup
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Im Endspiel trifft der SV Mörsen-Scharrendorf mit seinem Trainer Friedhelm Famulla auf den TSV Weyhe-Lahausen - den der SVMS-Coach zur neuen Saison übernimmt

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So eine Geschichte kann nur der Fußball schreiben, heißt es so schön. Wenn am Sonnabend um 18 Uhr der Schiedsrichter zum Anstoß pfeift, beginnt für die Trainer des SV Mörsen-Scharrendorf und des TSV Weyhe-Lahausen ihr jeweils letztes Spiel auf der Trainerbank ihres Vereins – und das beim Kreispokalfinale in Neuenkirchen. Aufseiten des TSV werden Torsten Eppler und Eckart Zunft nach der Saison ihren Hut nehmen und Platz für ihren Nachfolger machen. Dieser ist der derzeitige Trainer des SVMS: Friedhelm Famulla. Dieser spielt also im Pokalendspiel gegen seinen neuen Verein. 

Findige Fußball-Fans werden bei einer derartigen Konstellation schnell hellhörig. Schließlich gab es nahezu identische Situation vor wenigen Wochen im DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt. Für die Eintracht stand Niko Kovač an der Seitenlinie und traf auf seinen künftigen Arbeitgeber – Frankfurt gewann mit 3:1. Eine Parallele, um die natürlich auch Mörsens Famulla weiß: "Ich bin noch bis zum 19. Juni Trainer von Mörsen und konzentriere mich nur den Verein. Alles andere spielt keine Rolle." Für Famulla ist es sogar sein erstes Endspiel. "Ich bin seit 34 Jahren Trainer, bin sechs Mal aufgestiegen, war aber noch nie im Pokalfinale." Er und sein Team sind "heiß auf das Finale", wie er sagt, und sieht zwei gleichstarke Mannschaften, bei denen die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden wird.

Nicht ganz so ausgeglichen geht TSV-Trainer Thorsten Eppler in die Partie. "Ich glaube, Mörsen ist der Favorit und wir leichter Außenseiter", schätzt er. Doch abschenken will er die "Chance, die du nicht jede Woche hast", natürlich nicht. "Wir sind hochmotiviert und wenn wir geschlossen als Mannschaft auftreten, dann wird es ein interessantes Spiel", weiß der Übungsleiter, der bereits die Teilnahme am Finale als ein "Highlight" bezeichnet. Mit einem Sieg würden die Spieler selbstredend Zunfts und seinen Abschied ein wenig versüßen, was aber für Eppler nicht das Wichtigste ist. "Auch für die Jungs ist das Finale ein riesiger Erfolg, aber sie spielen für sich", sagt er und fügt lachend hinzu: "Wenn sie uns ein Abschiedsgeschenk machen, wäre das super."

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