Großwudicke gewinnt dramatisches Pokalspiel (1) Großer Jubel brach beim SV Großwudicke nach dem Sieg im Elfmeterschießen aus. © Christoph Laak
Großwudicke gewinnt dramatisches Pokalspiel (1)

Kreispokal Havelland: Großwudicke gewinnt spektakuläres Pokal-Derby

Kreispokal Havelland: Vor würdiger Kulisse fand das Duell zwischen Rot-Weiß Nennhausen und dem SV Großwudicke seinen Höhepunkt im Elfmeterschießen.

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FC Rot-Weiß Nennhausen - SV Großwudicke 7:9 n.E. (1:3, 4:4, 5:5). Tore: 0:1 David Loff (5.), 0:2 Christian Zick (15.), ​1:2 Florian Fode (20.), 1:3 Eduard Zimmermann (26.), 1:4 Romano Müller (47.), 2:4 Florian Fode (52.), 3:4 Fabian Kunz (67.), 4:4 Sebastian Koch (90.+4), 4:5 Eduard Zimmermann (92., FE), 5:5 Sebastian Koch (112.).

Dieses Pokal-Derby bot einfach alles, was das Fußballer-Herz begehrt: Insgesamt zehn Tore nach regulärer Spielzeit und Verlängerung, rassige Zweikämpfe und ein dramatisches Elfmeterschießen als i-Tüpfelchen. Was den 170 Zuschauern vor Ort, die der Partie einen überaus würdigen Rahmen verliehen, einen tollen Fußballnachmittag am Tag der deutschen Einheit beschert haben dürfte, war für die Akteure auf und neben dem Platz eine echte Zerreißprobe. "Für meine Nerven war das Spiel sehr anstrengend, dennoch hat uns die Partie viel Spaß bereitet", erklärte SV-Coach Christopher Witzak. Die Entscheidung fiel schließlich im Elfmeterschießen, das die Gäste aus Großwudicke mit 2:4 für sich entschieden, auch weil Torhüter Steven Weiss zwei Schüsse parieren konnte.

Zuvor lag der Favorit aus der Kreisliga zur Halbzeit bereits mit 3:1 in Front und erzielte zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff sogar noch das 4:1 und das in Unterzahl. Zuvor sah nämlich Dustin Goldau binnen zwei Minuten die Gelb-Rote Karte (44.) nachdem er sich erst gegen den Schiedsrichter etwas zuviel rausnahm und dann bei einer Grätsche zu spät kam - ein vermeidbarer Platzverweis. Ab der 52. Minute kamen die Gastgeber aus Nennhausen dann durch den 2:4-Anschlusstreffer durch Florian Fode zurück in die Partie. "Wir waren im ganzen Spiel überlegen, eigentlich hätten wir bereits in der regulären Spielzeit siegen müssen", fand Rot-Weiß Kapitän Sebastian Koch. Gäste-Trainer Christopher Witzak sah das ein wenig anders: "Beide Mannschaften hatten ihre Drangphasen, es ging viel hin und her."

Gastgeber Nennhausen bot dem Kreisligisten einen harten Kampf, musste sich aber nach Elfmeterschießen geschlagen geben.

So konnte Fabian Kunz nach 67 Minuten auf 3:4 verkürzen, in der vierten Minute der Nachspielzeit machte Kapitän Koch höchstselbst die Verlängerung mit einem verwandelten Freistoß klar. In dieser schnappte sich der in Unterzahl agierende Favorit gleich nach zwei Minuten die erneute Führung. Eduard Zimmermann verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter. Doch der gastgebende Vertreter aus der 2. Kreisklasse ließ nicht nach und traf acht Minuten vor dem Schlusspfiff, erneut durch Sebastian Koch, zum 5:5-Ausgleich. Dann der bekannte Ausgang: Nach dem Elfmeterschießen stand der 9:7-Sieg der Großwudicker fest. Kein Grund zur Trauer in Nennhausen: "Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Das war Werbung für den Fußball bei uns", war der 34-jährige Koch trotz des knappen Pokalausscheidens zufrieden. Auch der gleichaltrige Witzak fand Gefallen an dem Fight: "Das war ein klassisches Pokal-Derby, so muss das sein. Respekt auch an Nennhausen. Wenn sie so wie gegen uns auch in der Liga spielen, haben sie sich den Aufstieg verdient. Dabei wünschen wir ihnen viel Erfolg."

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