12. September 2018 / 12:43 Uhr

Nach Querschnittslähmung: Das sagt Kristina Vogel zur Anteilnahme

Nach Querschnittslähmung: Das sagt Kristina Vogel zur Anteilnahme

Redaktion Sportbuzzer
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Kristina Vogel bei der Pressekonferenz in Berlin.
Kristina Vogel bei der Pressekonferenz in Berlin. © 2018 Getty Images/Montage
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Kristina Vogel nimmt ihr Leben nach dem tragischen Unfall mit viel positiver Energie in Angriff. Die Radsport-Olympiasiegerin hat viele Optionen, Kraft geben ihr die Familie, ihr Freund und die große Anteilnahme. Am Wochenende darf sie zum ersten Mal nach Hause.

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Die querschnittsgelähmte Radsport-Olympiasiegerin Kristina Vogel hat sich von der Anteilnahme an ihrem Schicksal überwältigt gezeigt. „Ich hätte niemals gedacht, dass das so eine Welle schlägt. Das war berührend, das war herzzerreißend und hat mir positive Energie gegeben“, sagte die 27 Jahre alte Sportlerin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn.

„Ich habe vor Freude geweint, als ich aus dem Koma erwacht bin und gemerkt habe, welche Anteilnahme es auf der ganzen Welt gibt“, sagte Vogel, die sich nach ihrem „Spiegel“-Interview erstmals öffentlich äußerte.

„Er hat sich noch nicht gemeldet“

„Zu dem Fahrer hatte ich noch keinen Kontakt. Er hat sich noch nicht gemeldet“, sagte sie über den niederländischen Sportler, mit dem sie zusammengestoßen war. Vogel weiter: „Mir stellt sich die Schuldfrage auch nicht. Ich gebe keinem die Schuld, das klären andere.“ Auch der niederländische Verband habe sich nicht bei ihr gemeldet.

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Seit zweieinhalb Monaten wird die Ausnahmeathletin, die seit ihrem Trainingssturz vom 26. Juni vom siebten Brustwirbel abwärts gelähmt ist, in der Berliner Spezialklinik behandelt. Am Wochenende fährt sie zum ersten Mal nach dem Unfall für ein paar Tage nach Hause nach Erfurt. „Ich möchte ins Leben zurück“, sagte die junge Frau im Rollstuhl vor etwa 80 Journalisten. Ihre Reha will sie in Marzahn bis Weihnachten fortsetzen und danach in ihr neu gebautes Haus in Erfurt umziehen.

„Er ist immer für mich da“

Seit dieser Woche dürfe sie „schon wieder richtig Sport machen“, sagte Vogel. „Ich war gestern schon beim Rollstuhltraining. Der Ehrgeiz ist geweckt.“ Sehr dankbar sei sie ihrer Familie, ihrem Lebensgefährten Michael und der Bundespolizei, die ihr alle Kraft gegeben hätten. „Michael hat die ersten Nächte auf dem Stuhl nebenan geschlafen“, erzählte sie. „Ich hab' durch ihn einen sicheren Halt. Ich weiß: Er ist immer für mich da.“

Athletensprecherin des Weltverbandes UCI wolle sie „auf alle Fälle“ bleiben. Zu einer möglichen zweiten Karriere als Paralympics-Sportlerin wollte sie sich nicht konkret äußern, die zweimalige Olympiasiegerin und elfmalige Weltmeisterin deutete aber an: „Vielleicht hole ich meine zwölfte Goldmedaille woanders.“ Ihr Manager Jörg Werner betonte, es sei nicht zwingend, dass Kristina Vogel im aktiven Sport bleibe. Sie habe „viele andere Möglichkeiten“.

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