kronholm Den Ball im Visier, den Sprung in die zweite Pokalrunde vor Augen: Holstein-Torwart Kenneth Kronholm vertraut seiner eigenen Lernfähigkeit und will heute Abend gegen Eintracht Braunschweig seinen Kasten möglichst sauber halten. © Paesler
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Kronholm will den Pokalerfolg

Holstein-Torwart lässt sich von den sechs Gegentoren in Liga zwei nicht aus dem Pokal-Gleichgewicht bringen

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2:2 gegen Sandhausen, 3:4 bei Union Berlin – sechs Gegentreffer in zwei Spielen in Folge. Für Kenneth Kronholm, Torwart des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, beim Start in die neue Saison eine ungewohnte Situation. Der 31-Jährige benötigt einige Zeit, um sich zu erinnern, wann ihm derartiges letztmals widerfahren ist. „Stimmt, das war im Dezember 2013, damals noch im Trikot des Drittligisten Elversberg. 0:2 in Chemnitz, 0:5 zu Hause gegen Dortmund II“, sagt Kronholm und lacht. Denn Furcht vor neuerlichen Einschlägen in seinem Kasten heute Abend (20.45 Uhr/Sky) im Erstrunden-Duell des DFB-Pokals gegen Eintracht Braunschweig plagt ihn nicht.Warum auch? Schließlich hat der in Fort Belvoir/USA geborene Keeper ausreichend bewiesen, dass es mit ihm zwischen den Pfosten auch anders geht. 18 Mal stand in der Spielzeit 2014/15 die Null, 16 Mal in der zurückliegenden Aufstiegs-Serie. „Die Null ist für jeden Torhüter schön. Wichtiger aber ist, dass wir als Mannschaft gewinnen. Ich bin auch glücklich, wenn wir am Ende mit 7:6 siegen“, so Kronholm. Ein Ziel, das für ihn ohne Einschränkungen auch heute gegen die Löwen aus Niedersachsen gilt: „Ich will eine Runde weiterkommen. Punkt!“

Die öffentliche Diskussion um die vermeintliche Instabilität der Störche-Defensive, in den vergangenen Monaten das Prunkstück der Kieler, prallt an Kronholm ab. „Wir müssen zusammen an den Feinheiten schleifen. Noch ist ein guter Zeitpunkt, um zu lernen. Natürlich auch für mich“, sagt der Publikumsliebling mit der Rückennummer 18. Dass im Bundesliga-Unterhaus Fehler gnadenloser als zuvor bestraft werden, hat er zuletzt vor Wochenfrist in Berlin zu spüren bekommen. Der von ausgefeilter Technik geprägte Siegtreffer für die „Eisernen“ durch Steven Skrzybski kam aus dem Nichts, dafür aber mit gefühlten 200 km/h ins kurze, ins Torwart-Eck. „An einem überragenden Tag hätte ich in dieser Sekunde vielleicht gerade eine Mücke weggeschlagen“, sagt Kronholm im Flachs.Die Namen der Gegner lassen ihn kalt, die Liga-Zugehörigkeit nicht. „Mir ist es komplett egal, wer auf mich zuläuft oder mich in der Luft anrempelt. Ob Lewandowski, Huntelaar oder eben Skrzybski. Doch die Zweite Liga soll kein kurzes Intermezzo werden. Schließlich hat die Mannschaft eine geile Qualität und der Trainer ein gutes Konzept.“ So lange habe er, so Kronholm weiter, in seiner wechselvollen Karriere mit insgesamt 13 Vereinen auf diesen „wunderschönen Fußball-Alltag mit toller Atmosphäre und großen Stadien“ warten müssen. Diesen Genuss mag er nicht mehr missen.

Auch heute Abend herrscht wieder Großkampf-Stimmung an der Förde – inklusive der Möglichkeit einer Verlängerung oder gar eines Elfmeterschießens. Mit Eintracht Braunschweig gastiert ein Zweitliga-Kaliber der Extraklasse am Westring. Die Pokal-Bilanz zwischen den Kontrahenten ist ausgeglichen. 1943 gewannen die Kieler zu Hause mit 5:4, 1976 gab’s für die Störche ein 1:3 im Eintracht-Stadion. Ob KSV-Torjäger Marvin Ducksch (Fußprellung) eingesetzt werden kann, stand auch nach dem abendlichen Belastungstest unter Flutlicht im Holsteinstadion noch nicht endgültig fest.

Region/Kiel Holstein Kiel Fussball 2. Bundesliga Holstein Kiel-Eintracht Braunschweig (11/08/2017 20:45)

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