04. September 2018 / 16:03 Uhr

Kühlungsborn buhlt um DFB-Nachwuchs

Kühlungsborn buhlt um DFB-Nachwuchs

Lutz Werner
Trafen sich im Kühlungsborner Rathaus (v.l.): Hermann Winkler, Erwin Bugar, Dr. Wolfhard Tomaschewski, Rüdiger Kozian, Uwe Ziesig und Siegfried Kirschen.
Trafen sich im Kühlungsborner Rathaus (v.l.): Hermann Winkler, Erwin Bugar, Dr. Wolfhard Tomaschewski, Rüdiger Kozian, Uwe Ziesig und Siegfried Kirschen. © Werner Lutz
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Gute Tradition: Im Ostseebad könnte es bald wieder attraktive internationale Fußballspiele geben.

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Im Sommer wieder große Fußball-Events in Kühlungsborn bieten, die auch schon mal gut 2000 Zuschauer anziehen, das Ostseebad überregional in die Medien bringen und überhaupt gut fürs Image sind: Darüber sprachen jetzt Bürgermeister Rüdiger Kozian und Stadt-Präsident Uwe Ziesig mit vier hochkarätigen DFB-Bossen. Der Einladung ins Rathaus gefolgt waren Hermann Winkler, Präsident des Fußball-Landesverbandes Sachsen und Europa-Abgeordneter für die CDU, Siegfried Kirschen, Chef des Brandenburger-Verbandes und ehemals weltweit als FIFA-Schiedsrichter im Einsatz, Dr. Wolfhard Tomaschewski, der Präsident des Verbandes Thüringen und – als der Ranghöchste in der Runde – DFB-Vize-Präsident Erwin Bugar, Präsident des Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

Zu einem konkreten Ergebnis kam es nicht, was allerdings bei einem Sondierungsgespräch auch nicht zu erwarten war. Allerdings machte DFB-Vize Erwin Bugar klar, was möglich sei und was nicht. Der DFB sei für Freundschafts-Länderspiele der Nachwuchs-Teams – U19 und darunter – oft auf der Suche nach geeigneten Spielorten, in denen das Umfeld für solche Ereignisse passe: modernes kleines Stadion mit etwa 2000 Zuschauerplätzen, gute Infrastruktur und geeignete Hotel- oder Jugendherbergsangebote. Auch Beach- Soccer sei ein Segment, das für Kühlungsborn mit seinen Voraussetzungen interessant sei, so Bugar, zu dessen Aufgaben-Bereich auch diese Fußball-Nische gehört, „die allerdings immer beliebter wird“.

Trainingslager von DFB-Teams nur noch in Frankfurt am Main

Externe Trainingslager von DFB-Nationalteams werde es allerdings in Zukunft kaum noch geben – nicht in Kühlungsborn und auch nicht andernorts. Denn der DFB baut in Frankfurt am Main auf der alten Galopp-Rennbahn eine große Fußball-Akademie, in der künftig alle derartigen Aktivitäten konzentriert werden. Investitionsaufwand: 150 Millionen Euro.Die nordostdeutschen Verbandsfunktionäre – der Präsident des MV-Verbandes fehlte krankheitsbedingt – waren am zurückliegenden Wochenende in Kühlungsborn zu einer Arbeitstagung im kleinen Kreis zusammengekommen. „Das machen wir häufig, wenn im DFB wichtige Entscheidungen anstehen. Denn die nordostdeutschen Verbände haben in vielerlei Hinsicht gemeinsame Interessen“, so Siegfried Kirschen.

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Bürgermeister Kozian informierte die DFB-Funktionäre, dass die Stadt plane, am Grünen Weg ein Sport- und Freizeit-Areal unter anderem mit Jugendherberge, Schwimm- und Tennishalle sowie einem Fußball- und Leichtathletik- Stadion zu bauen, das auch für Fußball-Events der Größenordnung geeignet sei, über die Bugar geredet hatte.Allerdings trat Ziesig hier auf die Bremse. Denn die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens würde die Preisgabe und den schließlichen Verkauf des Traditionsrasenplatzes im Ortsteil Ost nach sich ziehen – der allerdings nur eingeschränkt belastbar ist (die OZ berichtete). „Alle, die in Kühlungsborn Fußball gespielt haben und es noch tun, haben auf diesem Platz gekickt. Das wird noch heftige politische Diskussionen geben, deren Ausgang durchaus offen ist“, sagte Ziesig.

FC Hansa Rostock war Dauergast

Attraktive Fußball-Events haben in Kühlungsborn Tradition. Zu Erstliga-Zeiten des FC Hansa hatten die Rostocker Trainingslager in Kühlungsborn und spielten auf dem Sportplatz Ost gegen attraktive Gegner. Bundesliga-Teams – selbst Bayern München – übernachteten vor Spielen gegen Hansa im Ostseebad und führten hier das abschließende Training durch. Mit dem Abstieg von Hansa erst in die zweite, dann in die dritte Liga hörte das auf.

Für DFB-Vize Erwin Bugar war die interne Tagung der nordostdeutschen Fußball-Präsidenten auch ein Familienausflug: Er ist der jüngere Bruder des langjährigen Bürgervorstehers von Kühlungsborn, Hermann Bugar – dem Vorgänger von Uwe Ziesig.

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