10. Juni 2018 / 21:34 Uhr

Kühlungsborner feiern historischen Aufstieg

Kühlungsborner feiern historischen Aufstieg

Tommy Bastian
Die Kühlungsborner Spieler bejubeln ein Tor beim Sieg in Warin. Sie gewannen nach einer Leistungssteigerung verdient.
Die Kühlungsborner Spieler bejubeln ein Tor beim Sieg in Warin. Sie gewannen nach einer Leistungssteigerung verdient. © Karsten Pflieger-Leutert
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FSV gewinnt 5:1 in Warin und profitiert vom 0:2 des FC Schönberg in Plate / Sebastian Müller wird der erste Neuzugang des künftigen Verbandsligisten.

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Warin/Kühlungsborn. Riesenfreude beim FSV Kühlungsborn: Die Landesliga-Fußballer aus dem Ostseebad haben am Sonnabend einen historischen Erfolg gefeiert. Sie steigen erstmals in der Klubgeschichte in die Verbandsliga auf, die höchste MV-Spielklasse. Die Kühlungsborner gewannen beim FC Seenland Warin nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 5:1 (1:1). Weil der FC Schönberg beim SV Plate mit 0:2 unterlag, haben die Kühlungsborner (68 Punkte) als Tabellenzweiter der Landesliga West einen Spieltag vor Saisonende vier Zähler Vorsprung vor den Westmecklenburgern. Staffelsieger Bölkower SV (79) verzichtet auf den Sprung nach oben.

Leistungssteigerung in Halbzeit zwei​

Auf den zukünftigen FSV-Cheftrainer René Schultz wartet in der neuen Saison also eine große Herausforderung. „Die Mannschaft hat den Aufstieg verdient. Wir haben das Spielermaterial, um auch in der Verbandsliga zu bestehen“, meint der 37-Jährige, der gemeinsam mit dem bisherigen Co-Trainer Silvio Schulz in der Spielzeit 2018/19 die Verantwortung an der Seitenlinie übernehmen wird.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns gegen den tiefstehenden Gegner noch schwer getan, weil wir zu ungeduldig waren. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft ein richtig gutes Spiel gemacht und sich den Sieg verdient“, analysierte Silvio Schulz, der in Warin den verhinderten Chefcoach Jens Hillringhaus vertrat.

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Sebastian Müller erster Neuzugang​

Hillringhaus hatte die Kühlungsborner im Sommer 2015 übernommen und vieles verändert. „Es waren auch unpopuläre Entscheidungen, die getroffen werden mussten und die vielleicht nicht falsch waren“, sagte der 47-Jährige gestern. Ihn freue es, dass der Verein endlich angekommen ist, wo er seit zehn Jahren hinwollte. Die Strukturen beim FSV sind gut, das Gerüst der aktuellen Mannschaft stark genug, um eine Liga höher mithalten zu können, meint Hillringhaus. „Jetzt gilt es, das Team in der Breite besser aufzustellen. Das Ziel sollte sein, 18 bis 20 Feldspieler mit ausreichend Qualität für die Verbandsliga sowie zwei gute Torwarte im Kader zu haben.“

Als ersten Neuzugang gaben die Kühlungsborner gestern Sebastian Müller (32) bekannt, der vom Bölkower SV kommt. Er soll der Defensive mit seiner Erfahrung zu noch mehr Stabilität verhelfen. Hinter Bölkow (16) stellt der FSV mit nur 22 Gegentreffern in 29 Partien die zweitbeste Abwehr der Liga. „Weitere Gespräche mit möglichen neuen Spielern laufen“, sagt Jens Hillringhaus, der zum Saisonende ausscheidet. Er will den Kühlungsbornern bei Bedarf allerdings als Berater weiter zur Verfügung stehen.

Als einziger Abgang beim FSV steht bislang Defensivspezialist Tommy Kelling (31) fest. Er wird aus beruflichen Gründen wohl seine Karriere beenden (die OZ berichtete). Die meisten Spieler der Ostseekicker fiebern der neuen Herausforderung entgegen. „Ich freue mich schon auf die Verbandsliga und bin gespannt, wie hoch das Niveau dort sein wird,“ sagt Tobias Hagedorn.

Kühlungsborn: Heskamp – Wilke, Kelling, Franke, Sibrins – Fiedler, Raphael Santana, Zirnsack, Hagedorn – Fogel (90. Ahrens), Leutert (42. Balaz).
Tore: 1:0 Brandenburg (33.), 1:1 da Silva (45.+7/Eigentor), 1:2 Wilke (77./Elfmeter), 1:3 Fogel (79.), 1:4 Hagedorn (85.), 1:5 Kelling (88./Elfmeter).
SR: Christian Hermann (Parchim).
Z: 115.

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