Robert Schwanitz (r.) – hier mit Lucas Leutert – trainiert die Nachwuchstorhüter. Robert Schwanitz (r.) – hier mit Lucas Leutert – trainiert die Nachwuchstorhüter. © Karsten Pflieger-Leutert
Robert Schwanitz (r.) – hier mit Lucas Leutert – trainiert die Nachwuchstorhüter.

Kühlungsborner verabschieden sich mit einem Sieg

Landesliga-Elf verpasst trotz des 4:1-Erfolgs gegen Trinwillershagen den Aufstieg in die Verbandsliga.

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Kühlungsborn. Die leisen Hoffnungen haben sich nicht mehr erfüllt. Der FSV Kühlungsborn hat im vierten Jahr hintereinander den erstmaligen Sprung in die Fußball-Verbandsliga knapp verpasst – diesmal als Tabellendritter hinter Landesliga-Nord-Staffelsieger Bölkower SV, der auf den Aufstieg verzichtet, und dem Gnoiener SV. Das 4:1 (2:1) am Sonnabend im letzten Saisonspiel gegen Absteiger SVRot-Weiß Trinwillershagen reichte nicht, um den Rückstand auf die Gnoiener noch aufzuholen. Den Warbelstädtern (53Punkte) reichte das torlose Remis beim SVWarnemünde, um einen Zähler und fünf Tore Vorsprung vor den Kühlungsbornern zu behaupten.

FSV-Co-Trainer Silvio Schulz meinte: „Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber wir wollten uns zum Abschluss noch mal gut verkaufen und die Saison mit einem Sieg abschließen. Das ist uns gelungen.“ Jetzt gelte es, dass Team neu auszurichten und in der Saison 2017/18 wieder anzugreifen.

Drei langjährige Stützen werden dann nicht mehr dabei sein. Torwart Robert Schwanitz, Mittelfeldspieler Tino Säger und Verteidiger Eik Hofmann wurden vor dem Anpfiff der Partie gegen Trinwillershagen mit kleinen Präsenten verabschiedet. „Ich gehe mit gemischten Gefühlen. Einerseits fällt mir der Abschied nach achtzehneinhalb Jahren in der ersten Mannschaft schwer. Andererseits freue ich mich darauf, die Spiele fortan aus einer anderen Perspektive verfolgen zu können“, sagt der 35-jährige Schwanitz. Er wird dem FSV, wo er seit einem Vierteljahrhundert Mitglied ist, weiter treu bleiben – als Torwarttrainer im Nachwuchs und Aktiver in der Ü35. Dass es zum Abschluss seiner Karriere nicht doch noch mit dem Aufstieg geklappt hat, ärgerte Schwanitz. „Wir haben dieses Jahr zu viele Punkte unnötig verschenkt. Keine Ahnung, woran es lag“, sagt das Kluburgestein, dessen erster Trainer einst Fritz Riedel war.

Im Jahr als Robert Schwanitz mit dem Fußballspielen in Kühlungsborn begann, wurde Tino Säger geboren: 1992. Die vergangenen sieben Spielzeiten agierten der Oldie und der 24-Jährige im gleichen Team. Säger zieht es nun berufsbedingt nach Berlin. Dort will er sich einen neuen Verein suchen. Den FSV wird er weiter im Herzen tragen und immer, wenn es zeitlich passt, sich die Heimspiele der Ostseekicker anschauen. Das gilt auch für Eik Hofmann, der bereits Anfang des Jahres ausgeschieden war, und jetzt endgültig verabschiedet wurde. Nach zwölf Jahren beim FSV Kühlungsborn zieht es den kantigen Abwehrrecken beruflich in die Schweiz.

Mittelfeldspieler Tino Säger (r.) – hier im Duell mit Christian Höhler – zieht es nach zwölf Jahren beim FSV Kühlungsborn berufsbedingt nach Berlin. Mittelfeldspieler Tino Säger (r.) – hier im Duell mit Christian Höhler – zieht es nach zwölf Jahren beim FSV Kühlungsborn berufsbedingt nach Berlin. © Tommy Bastian

Während Kapitän Schwanitz und Säger noch mal auf dem Feld zum Einsatz kamen, drückte Hofmann gegen den SV Rot-Weiß Trinwillershagen von der Tribüne aus die Daumen. Die Kühlungsborner mussten drei Punkte und acht Treffer Rückstand gegenüber dem Gnoiener SV aufholen. Sie benötigen daher einen deutlichen Sieg. Es begann auch gut, denn schon nach fünf Spielminuten traf Philip Sibrins per direkt verwandeltem Freistoß aus rund 18 Metern zur Führung. Danach bestimmten die Gastgeber weiter das Geschehen, taten sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste allerdings schwer, klare Chancen herauszuspielen. Erst René Schultz traf Mitte des ersten Abschnitts nach tollem Steilpass von Nicklas Fiedler zum 2:0.

Doch kurz vor der Pause gab es einen Rückschlag, als die Triner auf 1:2 verkürzten. Vom Spielfeldrand kam die Nachricht aus Warnemünde: 0:0 zur Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Kühlungsborner den Druck. Trainer Jens Hillringhaus brachte mit Marco Uchytil einen zusätzlichen Offensivspieler. Doch es nützte wenig. Die FSV-Elf tat sich weiter schwer, konnte erst in der Schlussphase den Vorsprung ausbauen. Das 4:1 reichte aber nicht, um den Tor-Rückstand aufzuholen. Und dann gab es kurz nach dem Abpfiff die Gewissheit, denn in Warnemünde war es beim torlosen Remis geblieben.

FSV Kühlungsborn: Schwanitz (81.Reimer) – Hagedorn, Wilke, Sibrins, T. Säger – Fiedler (46. Uchytil), Jurk (65. Knorr), Puschkaruk – Fogel, Schultz, Leutert.
Tore: 1:0 Sibrins (5.), 2:0 Schultz (27.), 2:1 Schröder (42.), 3:1 Wilke (70.), 4:1 Wilke (81./Elfmeter).
Schiedsrichter: Dennis Heidemann (Wismar).
Zuschauer: 80.

FSV Kühlungsborn (Herren) SV Rot Weiss Trinwillershagen (Herren) FSV Kühlungsborn FSV Kühlungsborn-SV Rot Weiss Trinwillershagen (17/06/2017 17:00) Landesliga Mecklenb.-Vorpom. Mecklenburg-Vorpommern Nord Herren Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Warnow

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