11. März 2018 / 21:01 Uhr

Lachnummer VfL Wolfsburg: Das macht Angst!

Lachnummer VfL Wolfsburg: Das macht Angst!

Engelbert Hensel
Ein VfLer trifft! Auf Vorarbeit von Robin Knoche erzielt Josuha Guilavogui in dieser Szene das dritte Hoffenheimer Tor.
Ein VfLer trifft! Auf Vorarbeit von Robin Knoche erzielt Josuha Guilavogui in dieser Szene das dritte Hoffenheimer Tor. © Imago
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Das 0:3 bei 1899 Hoffenheim verursacht in Fußball-Wolfsburg eine Mischung aus Ärger, Scham und Angst - der VfL taumelt Richtung Abstieg.

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Der VfL hat großes Glück in dieser Saison. Großes Glück, dass es mit dem Hamburger SV eine noch größere Bundesliga-Lachnummer gibt.  Denn das 0:3 (0:1) am Samstag vor 25.600 Fans bei 1899 Hoffenheim hat den VfL nicht nur noch tiefer in die Krise rutschen lassen, es hat in Fußball-Wolfsburg die Mischung aus Ärger, Angst und Scham noch verstärkt.

Eine Viertelstunde lang war zu erahnen,  wie der VfL im Kraichgau spielen will. Danach war das Team von Bruno Labbadia gegen spielfreudige Hoffenheimer nur noch eines – in beängstigendem Ausmaß überfordert. Den Satz „So gewinnen die kein Spiel mehr“ hört man von frustrierten Fans überall immer mal wieder. Beim VfL trifft er die aktuelle Lage auf den Punkt.

Bilder vom Spiel des VfL Wolfsburg bei der TSG Hoffenheim (26. Spieltag)

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Nico Schulz hatte früh getroffen, Serge Gnabry und ein Slapstick-Eigentor (Robin Knoche schoss Josuha Guilavogui an) sorgten für das gnädige Endergebnis. Es wäre verdient gewesen, wenn 1899 schon zur Pause klar geführt hätte, denn beim VfL ging   mal wieder – nichts! Und das, obwohl man dem Abgrund so nah ist. Und das, nachdem es erst gegen Bayer Leverkusen eine Nicht-Leistung gegeben hatte.
Dabei hatten Spieler und Verantwortliche in den vergangenen Wochen und Monaten, trotz erster Krisen-Signale, bei der Frage, ob es erneut ein Zittern um den  Klassenverbleib geben könnte, energisch widersprochen. Sinngemäß gab’s Antworten wie: Wir sind diesmal besser, unsere Gruppe ist gefestigter als in der vergangenen Spielzeit, die fast mit einem Fiasko geendet hatte. Wenn es vor diesem Spiel wirklich noch jemand beim VfL gegeben haben sollte, der geglaubt hatte, in diesem Jahr ist irgendetwas besser, dann hat’s derjenige nach dieser Nicht-Leistung hoffentlich verstanden, dass dem nicht so ist.

Und so taumelt dieses erneut wieder blutleere Gebilde, das in Hoffenheim nur in der Anfangsphase den Titel Mannschaft verdient hatte, mal wieder Richtung 2. Liga – nach einer über weite Strecken peinlichen Vorstellung.  Und natürlich wollte dies Olaf Rebbe so nicht stehen lassen. Der in der  Kritik stehende Sportdirektor widersprach: „Peinlich ist der falsche Ausdruck. Es geht darum, Punkte zu holen, und dass die Mannschaft das zeigt, was sie kann. Das machen wir im Moment nicht.“ Im Moment nicht? Die Zahlen sagen da etwas anderes: In den vergangenen zwölf Liga-Spielen hat der VfL nur einen Sieg geholt – das nicht zu sehen, macht auch Angst...

Immerhin, ein bisschen Einsicht gab’s dann doch beim Sportdirektor: „Wir brauchen dringend Punkte, das weiß jeder. Das dauert uns allen viel zu lange. Daher ist die Enttäuschung natürlich groß. Und wir sind dafür verantwortlich, die Hebel zu finden, damit es in eine andere Richtung geht“, meinte Rebbe.

Das sind die nächsten Gegner für den VfL Wolfsburg:

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Viel deutlicher wurde da Labbadia. Rebbes dritter Trainer in dieser Saison sprach von einem „kollektiven Versagen“, gleichwohl forderte er: „Man muss Ruhe bewahren. Das ist jetzt wichtig. Und trotzdem muss man die Dinge, die wir falsch gemacht haben, ansprechen.“ Einzig die Typen hat der VfL nicht in seinen Reihen. Labbadias gleichermaßen  richtige wie angsteinflößende Erkenntnis: „Wir drehen uns ein bisschen im Kreis. Das Selbstvertrauen fehlt. Aber das holst du dir nur über Erfolgserlebnisse.“ Wo das herkommen soll, scheint auch er im Moment nicht zu wissen.

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