26. Juni 2018 / 13:00 Uhr

LFV-Chef Masuch: Verband kümmert sich um Vereinsbelange

LFV-Chef Masuch: Verband kümmert sich um Vereinsbelange

Marco Schwarz
LFV-Chef Joachim Masuch
LFV-Chef Joachim Masuch © Uwe Zucchi
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Im Gespräch mit der OZ zieht Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverbandes MV, ein Jahr nach der Spielklassen- Strukturreform eine insgesamt positive Bilanz. Der 68-Jährige setzt auch künftig auf den direkten Austausch mit den Vereinen.

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Herr Masuch, wie fällt Ihr Fazit ein Jahr nach der Reform aus?

Joachim Masuch: Ich bin überzeugt, dass wir insgesamt zufrieden sein können. Im vergangenen Jahr haben wir die Reform umgesetzt, bereits ein Jahr zuvor aber mit den Vereinen über die Umsetzung gesprochen und diese vorbereitet. Bislang sind an mich persönlich keine negativen Meinungen/Bewertungen durch Vereine herangetragen worden. Mir ist aber auch bewusst, dass nicht alle Wünsche der Vereine bei den Staffelzusammensetzungen berücksichtigt werden können. Das war und ist allerdings nicht unüblich.

Ein Ziel der Reform war es, das sportliche Niveau zu heben. Hat das Ihrer Meinung nach funktioniert?

Ich denke, ja! Die Verringerung von drei auf zwei Staffeln in der Landesliga und von sechs auf vier Staffeln in der Landesklasse hat ein höheres Niveau bewirkt. Übrigens auch in den Kreisfußballverbänden, die durch die Strukturreform rund 30Vereine, die zuvor auf Landesebene aktiv waren, zusätzlich zurückbekommen haben.

Klubs beklagen, dass es bei 16Teams je Staffel zu viele Spiele gibt.

Das wird sicher bei den Staffeltagungen ein zentrales Thema sein. Ein Problem war, dass wir einen Winter erlebt haben, den es so höchst selten gibt. Das hat unweigerlich zu Terminschwierigkeiten geführt.

Könnte die Reduzierung der Staffelstärken zu einem Thema werden?

Wir werden in die Diskussion gemeinsam mit den Vereinen einsteigen. Wenn es deren Wunsch ist, werden wir uns dem nicht entgegenstellen. Dabei ist uns klar, dass niemals alle Vereine einer Meinung sein werden. Wenn sich allerdings eine Mehrheit für die Verringerung der Mannschaftsanzahl auf 14 Teams pro Staffel ausspricht, werden wir uns dem nicht widersetzen. Das Thema gilt es, zunächst gemeinsam zu erörtern.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die weiten Fahrtstrecken zu Auswärtsspielen. Wie versuchen Sie, das in den Griff zu bekommen?

In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern lässt sich das Problem kaum vermeiden. Mir ist klar, dass einige Vereine auf Grund ihrer geografischen Lage davon stärker betroffen sind als andere. Um einen vernünftigen Spielbetrieb zu gewährleisten, streben wir aber auch künftig Staffeln mit gleicher Mannschaftsstärke an. Bevor wir die neuen Staffeleinteilungen vornehmen, liegen uns die Kilometerzahlen für jeden Verein vor. Danach versuchen wir, mit möglichst großer Objektivität die Entscheidungen zur jeweiligen Staffelzugehörigkeit zu treffen. Wenn eine Mannschaft über die Maßen von weiten Fahrtstrecken betroffen ist, prüfen wir jeweils den Einzelfall, ob man sie in der darauffolgenden Saison möglicherweise in einer anderen Staffel einordnen kann. Da setzen wir dann auf das Solidarprinzip mit anderen, dann betroffenen Vereinen!

So, wie es in Bezug auf Schiedsrichterkosten praktiziert wird?

Genau! Ich denke, an diesem Beispiel ist ganz deutlich geworden, dass der Verband sich sehr wohl um die Belange der Vereine kümmert. In Bezug auf die Schiedsrichterkosten gibt es jetzt mehr Solidarität durch die vorgenommenen Veränderungen. Die Kosten sind für alle Vereine einer Staffel in einem Spieljahr identisch.

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