Dennis Weber (l.) und Robert Flügel von Fortuna Babelsberg. Dennis Weber (l.) und Robert Flügel von Fortuna Babelsberg. © Benjamin Feller
Dennis Weber (l.) und Robert Flügel von Fortuna Babelsberg.

Landesklasse West: Fortuna Babelsberg belohnt sich nach Geduldsspiel

Landesklasse West: Team von Trainer Sebastian Michalske besiegt den VfL Nauen knapp.

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Bei teilweise stürmischen Wind gab mit dem VfL Nauen ein Team seine Visitenkarte auf dem Potsdamer Sternsportplatz ab, das in den letzten Wochen mit drei Siegen in Folge aufhorchen ließ. In der Historie der Duelle der beiden Kontrahenten gab es in der Vergangenheit immer wieder heiß umkämpfte Spiele und auch Kuriositäten. So sollte auch dieses Mal eine weitere "Rarität" hinzugefügte werden. Aber der Reihe nach.

50 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz

Mit den bisherigen guten Rückrundenergebnissen hatten die Gäste viel Selbstvertrauen getankt. Dies schien aber mit dem Anpfiff nicht nur vom Winde verweht, sondern sie waren auch von den mit "breiter Brust" auftretenden Babelsbergern beeindruckt. Mit dem kräftigen Wind im Rücken sahen die rund 50 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz die Hausherren im Vorwärtsgang, Die Nauener Gäste wurden in die eigene Hälfte gedrängt aber so mancher Ball bekam durch den Wind einen eigenen Drall, so dass einzelne Abwehraktionen, aber auch gut gemeinte Pässe gefährlicher wurden oder missrieten.

Ein Standard brachte nach zwölf Minuten das 1:0, als Robert Leiche einen Freistoß aus gut 20 Metern in halbrechter Position zur Führung einschoss, die Justus Kautz nur zwei Minuten später mit einem Lattenknaller beinahe ausgebaut hätte.

Kurz danach gab es mehrere Reklamationen seitens der Nauener Mannschaftsverantwortlichen, die wegen des kräftigen Windes "unreguläre Spielbedingungen" sahen, da ruhende Bälle beim Abschlag oder Eckball vereinzelt "Eigenleben" bekamen. Schiedsrichter Marc Kreissl aus Ziesar unterbrach daraufhin das Spiel für rund 20 Minuten, ja sogar ein Spielabbruch stand zur Debatte. Zum Glück für Spieler und auch Zuschauer zog nach einigen Diskussionen, vor allem auf Nauener Seite (sie zogen eine Abreise in Erwägung), wieder Vernunft ein, das Spiel wurde fortgesetzt. Im Buch der Spiele gegen den VfL Nauen wurde damit eine weitere Episode geschrieben.

Die Hausherren fanden nach der Zwangspause, trotz klarer Chancen und optischer Überlegenheit den Spielfaden nicht optimal wieder. Sie vergaben mehrere gute Möglichkeiten zum 2:0.
Allerdings war es auch schwer für die Gastgeberoffensive, denn Nauen stand sehr tief, manchmal mit allen Feldspielern rund um den Strafraum. So bekamen sie oft noch im letzten Moment ein Abwehrbein dazwischen und was dennoch durch kam wurde eine Beute des gut haltenden Enrico Czerwonatis.
Der 1:0-Halbzeitstand der Gastgeber war hochverdient, denn eine nennenswerte Offensive der Gäste fand bis dato nicht statt.

Der Ausgleich aus dem "Nichts"

In Hälfte zwei wollten nun die Gäste den Rückenwind zu ihren Gunsten nutzen, aber der optische Eindruck aus Hälfte eins änderte sich nur wenig. Fortuna spielte nun flach und war so nach wie vor das bessere Team.

Die weiten hohen Bälle der Nauener wurden, bis auf eine Ausnahme, eine sichere Beute der Abwehr. Diese eine Ausnahme stellte den Spielverlauf nach 54 Minuten regelrecht auf den Kopf. Nach einem langen Ball in den Strafraum war Marcel Kuzdak einen Schritt schneller und verwandelte unhaltbar aus acht Metern direkt zum 1:1. Die Partie begann wieder "bei null".

Robert Flügel macht es mit Auge

Dies stachelte aber die Gastgeber und nicht die Gäste an und der Rest der Spielzeit wurde nun klar dominierend gestaltet. Mit der Einwechselung von zwei Offensivspielern wurde das Angriffsspiel weiter belebt. Allerdings fehlte, analog zur ersten Halbzeit, die Abgeklärtheit bei der letzten Aktion bzw. Torabschluss und so lief Fortuna langsam die Zeit davon.

In der 81. Minute war es aber dann soweit. Nach mehreren abgewehrten Bällen hatte Robert Flügel das Auge und schlenzte aus 16 Metern und halblinker Position den Ball zum 2:1 in die Maschen. Danach boten sich weitere Möglichkeiten um den Sack zuzubinden, die aber nicht genutzt wurden und so blieb ein kleines Restrisiko. Fortunas Defensive stand aber souverän und entschärfte die einzig gefahrbringenden ruhenden Bälle von Nauens Routinier Jan Schönnebeck, der immer wieder versuchte seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Unterm Strich bleibt erneut eine kompakte Mannschaftsleistung des Tabellenzweiten in einem fairen Spiel gegen eine sehr junge VfL-Elf. Die faire Spielweise beider Seiten sollte in Hinblick auf die Vergangenheit einiger Duelle unbedingt betont und erfreulich festgestellt werden. Schiedsrichter Marc Kreissl machte seine Sache sehr gut, sieht man von der (eventuell) unnötigen Unterbrechung ab, die "Unruhe" erzeugte.

Am kommenden Samstag geht es für Fortuna zum Tabellendritten Union Neuruppin zum Verfolgerduell. Über die Bedeutung des Spiels sagt die Tabelle aktuell alles aus. Die Nauener ihrerseits empfangen mit dem Tabellenvierzehnten Rot-Weiß Gülitz eine Mannschaft, die jeden Punkt bitter nötig hat, es wird also kein Spaziergang für die Gastgeber werden.

Region/Brandenburg Kreis Havelland Fortuna Babelsberg VfL Nauen Fortuna Babelsberg (Herren) VfL Nauen (Herren) Landesklasse Brandenburg West (Herren) Fortuna Babelsberg-VfL Nauen (18/03/2017 16:00)

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