02. April 2018 / 17:49 Uhr

Landesklasse West: TSV Treuenbrietzen entscheidet Abstiegskrimi für sich (mit Galerie)

Landesklasse West: TSV Treuenbrietzen entscheidet Abstiegskrimi für sich (mit Galerie)

Arne Schütze
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Im hart umkämpften Nachholspiel traf Nico Höhne (vorne, in Weiß) zum 1:0. Teamkollege Pit Päpke (hinten) legte in Hälfte zwei mit einem Doppelpack nach. © Jörgen Heller
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Landesklasse West: TSV Treuenbrietzen verwandelt 1:3-Rückstand gegen Lok Seddin in 4:3-Heimsieg.

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Nach dem Zwei-Tore-Rückstand Anfang der zweiten Hälfte schienen den Fußballern des TSV Treuenbrietzen gegen den ESV Lok Seddin die so nötigen drei Punkte aus den Händen zu gleiten. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Hausherren den wahrlichen Abstiegskrimi der Landesklasse West aber noch drehen und einen hart erkämpften 4:3 (1:1)-Sieg feiern.

Die Treuenbrietzer Mannschaft, die am Samstag an der Seitenlinie von Karsten Päpke betreut wurde, sowie der Seddiner Gegner besaßen die gleiche Ausgangssituation. Mit guten Einzelspielern und einer kompakten Spielanlage waren sie in vorangegangen Saisonspielen häufig nicht clever genug, Punkte einzufahren. Oftmals standen sie sich selbst im Wege und belohnten sich selten für ihre gute Leistungen.

​Seddin gleicht durch Handelfmeter aus

Beide Abstiegs-Kontrahenten gingen vor gut 50 Zuschauern mit großem Engagement in die Partie. Und die Heimelf legte einen Bilderbuchstart hin. Denn bereits nach vier Spielminuten tauchte nach schönem Pass aus dem Zentrum Nico Höhne, der im gesamten Spiel eine bärenstarke Partie machte, allein vor dem Seddiner Schlussmann auf. Die Chance ließ sich der technisch starke Offensivmann nicht nehmen und schob überlegt ins kurze Eck zur 1:0-Führung ein. Darauf erspielte sich der Gastgeber weitere gute Möglichkeiten. So setzte Pit Päpke einen Kopfball knapp neben das Gästetor. Die Seddiner dagegen blieben in der Anfangsphase ungefährlich.

In der 21. Minute dann eine Ecke für die Gäste. Im voll besetzten Fünf-Meter-Raum setzte der Ball einmal auf und sprang TSV-Stürmer Sebastian Beelitz gegen den Arm. Und der Schiedsrichter entschied nicht ganz unumstritten auf Elfmeter. Den Strafstoß vollendete Lok-Spieler Gordon Klostermann sicher zum 1:1. Das Spiel gestaltete sich darauf ausgeglichen, mit den klareren Chancen für Treuenbrietzen. TSV-Kapitän Thomas Knappe setzte aus gut 20 Metern einen Schuss knapp über das Gehäuse. Bis zur Pause entwickelte sich ein echtes Kampfspiel ohne ein weiteres Tor.

TSV kämpft sich zurück

Beide Teams starteten unverändert in den zweiten Durchgang. Und die ersten Minuten verschlief der TSV komplett. Zwei individuelle Fehler ließen den Gast jubeln. In Minute 51 konnte die Abwehr der Sabinchenstädter einen Ball nicht konsequent klären. Man wartete nach einem Foul an Martin Maas auf den Pfiff. Der blieb jedoch aus und so tauchte Lok-Spieler Philipp Kruggel frei vor TSV-Keeper Enrico Maas auf und vollendete eiskalt per Lupfer zur erstmaligen 2:1-Führung für sein Team. Nur zwei Minuten später eine Kopie des letzten Treffers. Der TSV schaltete etwas zu spät und erneut überlupfte Kruggel Torwart Maas, so dass Seddin wie aus dem Nichts mit zwei Toren in Front lag. Nach dem kassierten Doppelschlag wachte der TSV endlich auf. Und bis auf eine Großchance der Seddiner, die Keeper Maas hervorragend parierte, war größtenteils nur noch der Gastgeber am Drücker.

In Bildern: Der TSV Treuenbrietzen besiegt Lok Seddin mit 4:3.

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Zunächst konnte er eine Doppelchance nicht nutzen. Knappe und Jerome Weigmann verfehlten knapp. Zwischenzeitlich wurden Hans Maßwig und Yannick Tessnow eingewechselt. Die bis dahin aufopferungsvoll spielenden Kilian Hertel und Martin Maas waren kräftemäßig am Ende, auch weil beide bereits am Donnerstag für die TSV-Reserve zu Einsatz kamen. In der 65. Minute dann der verdiente Anschlusstreffer für Treuenbrietzen. TSV-Offensivspieler Pit Päpke versenkte einen gut vorgespielten Angriff ins lange Eck zum 2:3. Kurz darauf kam dann auch noch der ebenfalls am Donnerstag eingesetzte Stephan Kalisch in die Partie. Alle Einwechselspieler integrierten sich super in die Mannschaft und besaßen ihren Anteil daran, dass am Ende noch weitere Treffer für die Gastgeber zu bejubeln waren.

​Pit Päpke erzielt Siegtreffer

In der 71. Minute wurde ein langer Ball in den Seddiner Strafraum gespielt. Und nun konnte man von ausgeglichener Gerechtigkeit sprechen. Denn diesmal pfiff der Unparteiische Elfmeter für den Gastgeber. Der Lok-Defensivspieler ging etwas zu unkontrolliert in den Zweikampf, so dass ebenfalls nicht ganz unumstritten auf den Punkt gezeigt wurde. Kapitän Knappe verwandelte sicher zum 3:3-Ausgleich, womit er sein fünftes Saisontor markierte.

In der 83. Minute belohnte sich der TSV dann für seinen Kampfgeist. Aus einem Gewühl heraus erzielte Pit Päpke den viel umjubelten Siegtreffer zum 4:3. Der Ball fand seinen Weg ins lange Eck, vorbei an Freund und Feind, unerreichbar für den Seddiner Schlussmann.

​Karsten Päpke: "Anspannung bei allen zu spüren"

In den verbleibenden Minuten drückte der Gast noch einmal auf den Ausgleich. Doch Treuenbrietzen verteidigte kompromisslos und ließ keine Chance des Gegners mehr zu. So gab es nach vier Minuten Nachspielzeit im Waldstadion endlich wieder Grund zum Jubeln. Dank der drei am Samstag erzielten Heimpunkte konnte der TSV Treuenbrietzen zwischenzeitlich die Rote Laterne abgeben.

„In Halbzeit zwei zeigte man Moral, das war super. Dennoch lagen zwischenzeitlich die Nerven am Boden und die Anspannung war bei allen zu spüren“, resümierte Karsten Päpke den Auftritt seiner TSV-Mannschaft.

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