14. Mai 2018 / 14:33 Uhr

Landesliga Schleswig: Entscheidungen oben und unten vertagt

Landesliga Schleswig: Entscheidungen oben und unten vertagt

Redaktion Sportbuzzer
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Andre Volkens (TSVA,li.) spielt Eckernfördes Max Guelzner aus und zieht an ihm vorbei.
Andre Volkens (TSVA,li.) spielt Eckernfördes Max Guelzner aus und zieht an ihm vorbei. © sp; Sonja Paar
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Führungstrio marschiert unbeirrt – Kilia verliert im Abstiegskampf wertvollen Boden

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Alle in der Fußball-Landesliga Schleswig anstehenden Entscheidungen wurden auf den letzten Spieltag am 26. Mai vertagt: Nachdem das Spitzenquartett ausnahmslos zu dreifachen Punktgewinnen kam, ist der Kampf um Platz eins und zwei bei Vorteilen für Kropp und Bordesholm genauso offen wie die Frage, wer direkt in die Verbandsliga absteigen muss. Mit Schleswig 06, SG Geest 05 und Kilia Kiel kämpfen drei Klubs um den Relegationsplatz. Dabei fiel Kilia nach dem 0:7 in Husum auf den Regelabstiegsplatz zurück.

Eckernförder SV – TSV Altenholz 1:2

Es ging für beide Mannschaften nur noch darum, die Statistik ein wenig aufzubügeln. Dies gelang den Gästen deshalb, weil sie in der Ausnutzung ihrer Chancen ein effektiver waren als der Eckernförder SV, der vor dem Tor wieder einmal Nerven zeigte. „Das 0:1 war wieder einmal symptomatisch für unser Spiel“, kommentierte ESV-Trainer Töns Dohrn das 0:1 durch Maxim Fröhlich (16.), dem unmittelbar zuvor ein Pfostentreffer des ESV-ers Chris Nommels vorausgegangen war. „Unsere Führung war verdient, weil wir im ersten Abschnitt mehr Spielanteile besessen haben“, fand TSV-Trainer Kristian Hamm. Über den Vorsprung durfte sich seine Elf bis zur 49. Minute freuen, dann verlängerte Tim Schikorr einen Freistoß von Ole Altendorf per Kopf ins lange Eck. Nun erspielte sich der Gastgeber ein leichtes Übergewicht, hatte vor dem gegnerischen Kasten allerdings weniger Glück als Altenholz, der durch den eingewechselten Cedric Lühmann (80.) zum Siegtor kam.

Die Bilder zur Begegnung zwischen dem Eckernförder SV und dem TSV Altenholz

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Husumer SV – FC Kilia Kiel 7:0

In Husum bedankten sich die Gastgeber, dass die erneut personell dezimierten Kilianer zumindest mit elf Spielern angetreten waren, von denen einer Trainer Thomas Schwantes war, der sogar durchspielen musste. „Mir fehlten elf Spieler“, begründete er die Maßnahme. Trotz gefühlt 90 Prozent Ballbesitz taten sich die Gastgeber zunächst schwer gegen die defensiv gut stehenden Kilianer. Die knickten aber innerhalb weniger Minuten ein, als Sascha Feller (23.) und Niklas Ludwig (25., 28.) die Heimelf mit 3:0 nach vorne brachten. „Diese Tore haben wir uns selbst eingeschenkt, das traf unseren Nerv empfindlich“, sah Schwantes krasse Abwehrfehler. Für sein Team registrierte er „lediglich zwei Minichancen.“ Die mit dem Bus ebenfalls angereiste Jugendmannschaft der Kilianer musste mit ansehen, wie die Husumer durch Sascha Feller (40.), Valentin Godt (58.), Finn Christiansen (68.) sowie Niklas Ludwig (85.) für den hohen HSV-Heimsieg sorgten.

TSG Conc. Schönkirchen – Gettorfer SC 0:3

Eine Halbzeit wussten die Gastgeber in dem taktisch geprägten Spiel zu gefallen. Die Wende kam nach dem Seitenwechsel. „Auf dem Weg von der Kabine zum Platz haben wir jegliche Ordnung verloren. Wir haben noch eine Anzeige aufgegeben, aber sie nicht wieder gefunden“, schilderte TSG-Trainer Stefan Köpke. Gettorf dagegen war hellwach und ging durch Kevin Link und Constantin Westphal mit 2:0 in Führung (46., 52.). Die wütenden Angriffe der Gastgeber waren zu unkontrolliert, um für die Wende zu sorgen. Selbst ein Strafstoß von Marius Reese, der am GSC-Torwart Julian Wilde scheiterte (79.), blieb ohne Heikendorfer Torerfolg. Den hatte dafür der GSC, der durch Yannick Wolf den 3:0 Endstand markierte (88.).

TSV Bordesholm – TSV Klausdorf 2:1

Lange konnten sich die Bordesholmer über ihre frühe Führung durch Nick Lemke (4.) nicht freuen, da hatten die engagiert attackierenden Klausdorfer durch Hime Hakaj (Foulelfmeter/14.) schon ausgeglichen. „In einem intensiv geführten Spiel haben wir uns gegen den anlaufenden Gegner noch schwer getan, in der zweiten Halbzeit haben wir es besser gelöst“, bescheinigte der Bordesholmer Coach Björn Sörensen seiner Elf „einen leistungsgerechten Erfolg“. Sein Klausdorfer Kollege Dennis Trociewicz lobte den Aufwand, mit dem sein Team agierte und resümierte am Ende: „Die individuelle Klasse hat letztlich entschieden, obwohl wir vielleicht einen Punkt hätten mitnehmen können.“ Torchancen gab es hüben wie drüben. Pech für die Gäste war, dass Christer Reiser mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gefahren werden musste. Der eingewechselte Malte Lucht sorgte für den 2:1-Siegtreffer (82.). Schiedsrichter Falk Schmidt brachte kräftig Farbe ins Spiel: Er zückte dreimal Rot gegen die Klausdorfer Kevin Wöhlk (73./wdh. Foulspiel) und Jan Petersen (90.+2/Notbremse) sowie den Bordesholmer Tim Vicariesmann (85./Beleidigung).

Die Bilder zum Spitzenspiel der Landesliga Schleswig – TSV Bordesholm gegen TSV Klausdorf:

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TSV Kropp – Osterrönfelder TSV 4:0

Mit dem 0:4 durch Treffer von Anton Merz (37./FE) und Torschützenkönig Lars Horstinger (43., 62., 64.) waren die Geiste beim Spitzenreiter noch gut bedient. Nur bis zum Strafstoß, vor dem Florian Kuklinski Ball und den Fuß von Daniel Schwennsen traf und der Schiri zum Entsetzen des Verlierers auf den Punkt zeigte, konnte der OTSV die Partie noch einigermaßen ausgeglichen gestalten. „Vom dem Rückstand haben wir uns nicht erholt.“ Gäste-Coach Olaf Lehmann machte die Entscheidung des Schiri jedoch nicht im geringsten für die Niederlage verantwortlich. „Wir waren überfordert. Wir hatten zu viele Schwachpunkte.“ Bis auf einen Schuss von Niklas Neumann (35.) und einen Kopfball von Jan-Mattes Szalies (45.) brauchte Kropps Torwart Daniel Jeromin nicht einzugreifen.

Von der Oberliga bis zur Kreisliga: Das sind die Top-Torjäger in der Region (Stand: 28. Mai 2018):

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Schleswig 06 – Büdelsdorfer TSV 2:1

Am Spiel seiner Mannschaft hatte Bill Chaffe keine Freude. „Meine Spieler haben nicht erkannt, dass sie auf einen siegeswilligen Abstiegskandidaten gestoßen sind. Die kämpferische Einstellung war viel zu gering. Das war ein verbrauchter Tag“, kritisierte der BTSV-Trainer. Seine Erkenntnis: „Der Klassenerhalt ist gesichert, ich kann die Jungs leider nicht mehr erreichen.“ Der Sieger dagegen habe von Anfang an Gas gegeben, sei jedem Ball nachgelaufen. „Schleswig hat zielstrebig nach vorne gespielt, dabei aber eine Reihe von Torchancen selbst versiebt.“ Bis auf das 1:1 (32.) von Mats Henke hat Chaffe keine nennenswerte Einschussgelegenheit seines Teams zu sehen bekommen. „Jeder Spieler war von seiner Leistungsfähigkeit weit entfernt.“

Heikendorfer SV – TSV Rantrum 0:3

Zunächst hatten die Rantrumer mehr vom Spiel, was HSV-Coach David Lehwald schon beim Gang in die Pause nicht gefiel: „Wir kamen nur schwer in Gange und haben viele zweite Bälle verloren.“ So war die Halbzeitführung der Gäste durch Lars Michalski (42.) nicht einmal unverdient. Ab Wiederanpfiff machten die Heikendorfer dann Dampf, spielten fast eine halbe Stunde nur auf das gegnerische Tor, vor dem sich aber eine vielbeinige Abwehr postiert hatte. Es ging in vielen Situationen auch nach Eckball-Staffetten turbulent vor dem Gehäuse der Rantrumer zu, doch der Ball fand nicht den weg in deren Netz. „Der Ausgleich wäre mehr als verdient gewesen, zumal das Spiel bis zur 90. Minute komplett offen war“, haderte Lehwald mit dem fehlenden Quäntchen Glück beim Abschluss. Zwei kalte Duschen in Form eines Doppelschlages stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Danny Jessen (88./FE) und Damian Krause (89.) schockten mit ihren Toren die Heimelf.

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