10. September 2018 / 19:08 Uhr

Landespokal: Doberaner nutzen ihre Chancen nicht

Landespokal: Doberaner nutzen ihre Chancen nicht

Marten Vorwerk
Jeppe Lauenstein (Mitte) im Zweikampf gegen den Neubrandenburger Daniel Nawotke, der im zweiten Durchgang nur schwer zu halten war. Im Hintergrund beobachtet Marvin Wiencke die Szene.
Jeppe Lauenstein (Mitte) im Zweikampf gegen den Neubrandenburger Daniel Nawotke, der im zweiten Durchgang nur schwer zu halten war. Im Hintergrund beobachtet Marvin Wiencke die Szene. © Marten Vorwerk
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DFC verliert nach guter erster Hälfte noch klar gegen Neubrandenburg. FSV Kühlungsborn siegt beim SV Warsow.

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Bad Doberan/Warsow. Der Doberaner FC ist am Wochenende in der zweiten Runde des Fußball-Landespokals am 1. FC Neubrandenburg gescheitert. Verbandsligist FSV Kühlungsborn gab sich indes gestern keine Blöße und wird morgen bei der Auslosung für die nächste Runde dabei sein.

Doberaner FC – 1. FC Neubrandenburg 1:5 (0:0). Enttäuschte Gesichter gab es am Sonnabend bei den Fußballern des Doberaner FC. Der Landesligist unterlag nach guter erster Hälfte dem Verbandsligisten 1. FC Neubrandenburg in der zweiten Runde des Landespokals mit 1:5 (0:0). Der DFC konnte die Geschichte somit nicht wiederholen. Vor drei Jahren schaltete der Außenseiter den damaligen Oberligisten durch einen 3:1-Erfolg im MV-Pokal aus. DFC-Trainer Ronny Susa analysierte: „Wir müssen zur Pause 2:0 führen. Aber wenn du deine Chancen nicht nutzt, brauchst du dich am Ende nicht zu beschweren.“

Doberaner vergeben zu viele Möglichkeiten

Die Hausherren kamen sehr gut ins Spiel, ließen hinten kaum etwas zu und konterten gefällig. So zum Beispiel in der 20. Minute, als Marvin Wiencke seinen Mannschaftskameraden André Grenz schickte, der aber frei vor dem Tor vergab. Das war nicht die einzige gute Offensivszene der Hausherren im ersten Durchgang. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten das aber kaum in Gefahr ummünzen. Erst kurz vor der Pause tauchten die Gäste nach einem Konter gefährlich vor dem DFC-Tor auf, doch Keeper Felix Handorf parierte stark.

Die zweite Halbzeit hatte es dann in sich. Erst traf der Neubrandenburger Hussain Trawally zum 1:0 (49.). Nur drei Minuten später glich André Grenz nach einem starken Spielzug über vier Stationen aus. Danach folgten acht Minuten zum Vergessen für die Gastgeber. Zwei Standards und ein Fernschuss zum 1:4 nach 64 Minuten brachen den Münsterstädtern das Genick.

Patrick Pretzer setzt den Schlusspunkt

In den Schlussminuten stellte der Neubrandenburger Patrick Pretzer mit seinem dritten Treffer den 5:1-Endstand her. Für DFC-Mittelfeldspieler Jeppe Lauenstein war die Niederlage lange nicht so deutlich, wie es nach dem Ergebnis den Anschein hatte. „In der ersten Halbzeit hatten wir die klareren Chancen. Durch Unaufmerksamkeiten haben wir die Partie innerhalb weniger Minuten hergeschenkt.“

Der Doberaner FC muss den Blick nach drei Pflichtspielniederlagen nun wieder nach vorn richten. Am kommenden Sonntag geht es in der Landesliga West beim Auswärtsspiel gegen die Spielvereinigung Cambs-Leezen um wichtige Punkte.

Doberaner FC: Handorf – Garske, Capito (75. Eulner), Baor, Kozlowski – Lauenstein, Arnold (70. Strohecker), Wiencke, Wähnke (74. Heilemann) – Zettl, Grenz.
Tore: 0:1 Trawally (49.), 1:1 Grenz (52.), 1:2 Pretzer (56.), 1:3 Fischer (57.), 1:4, 1:5 Pretzer (64., 88.).
Schiedsrichter: Christian Allwardt (Kritzmow).
Zuschauer: 134.

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Kühlungsborn souverän

SV Warsow – FSV Kühlungsborn 1:5 (0:3). Deutlich besser lief es in der zweiten Landespokalrunde beim FSV Kühlungsborn. Der Verbandsligist wurde seiner Favoritenrolle beim SV Warsow (Landesklasse) gerecht und siegte mit 5:1 (3:0). Trainer René Schultz war im Großen und Ganzen zufrieden mit seiner Mannschaft und analysierte: „In den Anfangsminuten war es noch etwas zäh. Der Gegner stand gut in der Defensive. Mit dem ersten Tor war der Bann dann gebrochen.“

In der ersten halben Stunde ließen die Gäste den Ball ordentlich durch die eigenen Reihen laufen. Bis auf ein, zwei Chancen entwickelten sie allerdings keine große Torgefahr. Durch einen Konter und ein anschließendes Foul im Strafraum kam der FSV zum verdienten 1:0. Tom Wilke verwandelte den Elfmeter (33.). Nur drei Minuten später spielte sich der Verbandsliga-Aufsteiger über die linke Seite durch. Robert Franke traf zum 2:0. Kurz vor der Pause sorgte Philip Sibrins mit dem dritten Tor für die Vorentscheidung, nachdem er einen Verteidiger hatte aussteigen lassen. „Durch frühe Wechsel im zweiten Durchgang kam es dann zu einem kleinen Bruch im Spiel“, sagte René Schultz.

Tom Wilke brachte den FSV Kühlungsborn mit einem verwandelten Elfmeter zum 1:0 auf die Siegerstraße.
Tom Wilke brachte den FSV Kühlungsborn mit einem verwandelten Elfmeter zum 1:0 auf die Siegerstraße. © Karsten Pflieger-Leutert
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Gegner zum Ehrentreffer eingeladen

Dennoch konnten die Gäste durch Tore von Alexander Fogel und Raphael Lourenco Santana das Ergebnis auf 5:0 hochschrauben (60.). In der Folge vergab Kühlungsborn noch einige hochkarätige Chancen und musste in der 76. Minute den Ehrentreffer des SV Warsow hinnehmen. „Wir hätten noch deutlicher gewinnen müssen. In der Defensive haben wir allerdings fast nichts zugelassen. Am Ende haben wir den Gegner zum Tor eingeladen“, meinte der Kühlungsborner Trainer.

In der dritten Runde des MV-Pokal treffen die FSV-Kicker nun auf den Ligakontrahenten TSV Bützow. Schultz hat kein Saisonziel für den Pokalwettbewerb ausgegeben. Dennoch kann „gern das Viertelfinale erreicht werden“.

Vorher geht es am kommenden Freitag in der Verbandsliga weiter. Um 19.30 Uhr gastiert der in drei Spielen noch ungeschlagene FSV (7.) beim Tabellenfünften FC Mecklenburg Schwerin.

FSV Kühlungsborn: Giese – Sibrins (60.Werner), Müller (60. Jurk), Rodrigues, Wilke, Fiedler, Fogel, Hagedorn, Zirnsack (46. Bartsch), Franke, Santana.
Tore: 0:1 Wilke (33./Foulelfmeter), 0:2 Franke (36.), 0:3 Sibrins (42.), 0:4 Fogel (54.), 0:5 Santana (60.), 1:5 Burmeister (76.).
Schiedsrichter: Christian Hermann (Parchim).
Zuschauer: 98.

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