06. März 2018 / 17:42 Uhr

Landespokal: Außenseiter träumen vom DFB-Pokal

Landespokal: Außenseiter träumen vom DFB-Pokal

Johannes Weber
Kürzlich feierte Helge Marquardt sein vierjährige Dienstjubiläum beim TSV Bützow. Er übernahm die Warnowstädter am 9. November 2013 und schaffte im Sommer 2016 den Aufstieg in die Verbandsliga mit dem TSV.
Spielte als Akteur des SV Warnemünde 1997 im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund: Bützows Trainer Helge Marquardt. © Tim Puskeiler/TSV Bützow
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Die Oberligisten FC Mecklenburg Schwerin, Torgelower FC Greif sowie die Verbandsligisten TSV Bützow und Greifswalder FC machen sich Hoffnungen, den großen Coup zu landen.

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Für viele Amateurfußballer ist es der große Traum, einmal in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen Bundesligisten zu spielen. Helge Marquardt, Trainer des TSV Bützow, kam am 14. August 1997 in den Genuss dieses spektakulären Ereignisses. Als Spieler des SV Warnemünde traf er auf den damaligen Champions-League- und Weltpokalsieger Borussia Dortmund und verlor mit 0:8.

"Das war ein einmaliges Erlebnis", schwärmt der 43-Jährige von der Partie, die im Ostseestadion vor 6200 Zuschauern ausgetragen wurde. Als Coach könnte es für Marquardt nun erneut die Chance geben, im DFB-Pokal dabei zu sein. Mit dem Verbandsligisten TSV Bützow empfängt er am 24./25. März im Landespokal-Halbfinale den FC Mecklenburg Schwerin aus der NOFV-Oberliga Nord. Das ergab die gestrige Auslosung des Landesfußballverbandes im NDR-Fernsehen.

Gegen die Landeshauptstädter hoffen die Bützower, für eine Überraschung sorgen zu können. "Schwerin ist der Favorit, aber wir haben auch eine kleine Chance und die wollen wir nutzen", sagt Marquardt über das Duell, das in der Vergangenheit immer viele Tore geboten hat. Sollte der TSV oder der FCM den Finaleinzug schaffen, würde eines der beiden Teams der Teilnahme am DFB-Pokal ein großes Stück näherkommen.

Die Torschützenliste im Landespokal 2017/18 nach drei von vier Viertelfinals

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Für den großen Traum muss allerdings FC Hansa Rostock auch Schützenhilfe leisten. Sollte der Koggenklub seine Drittliga-Saison mindestens auf dem vierten Platz beenden, würde der FCH sein DFB-Pokal-Ticket direkt lösen - unabhängig vom Abschneiden im MV-Pokal. Kommt Hansa tatsächlich unter die besten Vier, darf neben dem Landespokalsieger auch der Finalverlierer im Deutschen Pokal ran.

Der FC Hansa gilt als großer Favorit, das Endspiel im Landespokal zu erreichen. Für das Vorhaben müssen die Rostocker allerdings noch zwei Hürden aus dem Weg räumen. Zunächst bestreitet der FCH das noch ausstehende Viertelfinale beim Verbandsligisten Greifswalder FC, das Anfang bis Mitte April nachgeholt werden soll. Auf den Sieger dieser Partie wartet im zweiten Halbfinale der Torgelower FC Greif (Oberliga). Die Begegnung soll am 1. Mai ausgetragen werden. Das große Finale steigt am 21. Mai, der Austragungsort steht noch nicht fest.

Dass zwei Mannschaften aus M-V gleichzeitig in der ersten Runde des DFB-Pokals spielen, gab es zuletzt im Juli 2011. Damals verloren der FC Hansa Rostock (5:7 n.E. gegen den VfL Bochum) und der FC Anker Wismar (0:6 gegen Hannover 96 in Lübeck) ihre Partien.

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