Eintracht Frankfurt ist Social-Media-Meister der Bundesliga - noch vor Bayern und dem BVB. Eintracht Frankfurt ist Social-Media-Meister der Bundesliga - noch vor Bayern und dem BVB. © imago
Eintracht Frankfurt ist Social-Media-Meister der Bundesliga - noch vor Bayern und dem BVB.

Langzeit-Studie belegt: Eintracht Frankfurt ist deutscher Social-Media-Meister

Die Hessen lieferten in der Rückrunde sportlich eine bescheidene Leistung ab - überzeugten aber auf Facebook, Twitter und Co. mit der besten Performance der Bundesliga-Klubs. Dabei hängte die Eintracht sogar den großen FC Bayern ab.

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Das kommt unerwartet!

Eintracht Frankfurt darf nach einer Rückrunde zum Vergessen und dem verlorenen DFB-Pokalfinale am Ende der Saison doch nochmal jubeln. Denn die Hessen sind Deutscher Meister. Nicht auf dem Fußballplatz, da sind die Bayern doch noch eine ganze Ecke voraus. Aber in den immer wichtiger werdenden Sozialen Medien haben die Frankfurter die Münchner bezwungen. Facebook, Twitter, Instagram, YouTube - 4:0 für die Eintracht!

Das Ismaninger Institut für Fußballmanagement hat die Netz-Aktivitäten sämtlicher Bundesligisten untersucht und mit einem wissenschaftlichen Social-Media-Index (SMI) über die gesamte Saison hinweg bewertet. Dabei schnitt die Eintracht überraschenderweise vor allem in der sportlich enttäuschenden Rückrunde brilliant ab. "Über die gesamte Saison hinweg zeigten die Frankfurter die konstanteste Performance in den sozialen Medien. So konnten sie in sechs von neun Monaten den besten Wert der 18 Bundesligisten erzielen", erklärte Prof. Dr. Tobias Haupt, Fachbereichsleiter "Digitalisierung im Sport".

Die Social-Media-Tabelle der Bundesligisten im Detail. Die Social-Media-Tabelle der Bundesligisten im Detail. © Institut für Fußballmanagement

Kommentare und Likes als Netz-Währung

Aber wie genau setzt sich dieser Wert überhaupt zusammen? Das Zauberwort heißt 'Interaktion'. Dabei geht es nicht allein darum, wie viele Likes (Gefällt-Mir-Angaben) eine Seite bei Facebook oder Twitter hat, sondern wie sehr die Fans auf die Beiträge des Vereins - beispielsweise einen Beitrag auf Facebook - reagieren. Die harte Währung der sozialen Medien sind so etwa Kommentare und Gefällt-Mir-Angaben auf Facebook oder Retweets auf Twitter.  Auch die Qualität und Originalität der Interaktion mit der eigenen Anhängerschaft wurde vom Institut für die Studie berücksichtigt.

"Die Eintracht postete häufig diverse Live-Videos und 360-Grad-Fotos auf ihrer Facebook-Seite, wodurch der Multimedialitätswert nahezu immer die Höchstpunktzahl erreichen konnte. Mit der Einführung der ‚Krombacher Runde’ wurde zudem geschickt aufgezeigt, wie sich Sponsoren in Social-Media-Aktivitäten einbinden lassen", führte Prof. Dr. Haupt aus - auch die Partnerschaft mit BMW untermauern die Hessen bei Facebook mit Kurzvideos. Also: Je cooler, origineller, individueller und videolastiger der Inhalt, desto besser schneiden die Klubs im SMI-Ranking ab.

Es geht um vielerlei Faktoren - nicht nur Gefällt-Mir-Angaben

Als Bemessungsgrundlage hat Haupt ein Modell entwickelt: Das sogenannte "Schiema-Modell des Social-Media-Marketings". Haupt erklärt: "Je höher der Index, desto besser funktioniert die Fanpage des Vereins." Doch nicht nur die jeweilige Like-Zahl ist entscheidend. Haupt: "Auch die Faktoren Sponsoreneinbindung, Crossmedialität, Posthäufigkeit, Interaktionsrate, sportlicher Erfolg, Multimedialität, Aktivierungsquote und Wachstumsrate sind miteinbezogen." Ginge es nur um die Gefällt-Mir-Angaben, wären natürlich die Bayern ganz weit vorn. Mit 42 Millionen Likes mischen die Münchner bei Facebook auch international in der Champions League mit, Frankfurt hat mit etwa 613 700 Fans relativ wenig Anhänger.

Spötter werden jetzt sagen, dass die Leistung auf dem Platz immer noch wichtiger ist als die in den sozialen Medien. Warum also sollte der Social-Media-Index für die Vereine relevant sein? Ganz einfach: Facebook, Twitter & Co. gewinnen immer mehr an Bedeutung, sie sind inzwischen ein ernstzunehmendes Marketing-Instrument. Mit hoher und cooler Social-Media-Aktivität bilden die Klubs ihr Image weiter, erhöhen ihren Bekanntheitsgrad und können ihre Sponsoren gezielter bedienen. Und wer seinen Klub gut vermarkten kann, der ist im Fußball-Business langfristig auch sportlich konkurrenzfähiger. Nun ja - meistens zumindest.

Also: Good job, Eintracht! Jetzt muss nur noch die Performance auf dem Platz mithalten.

Großartig. Von allen. Danke 🙌 #SGE #SGEBVB #DFBPokal #inEINTRACHT

Geplaatst door Eintracht Frankfurt op zaterdag 27 mei 2017
Eintracht Frankfurt (Herren) Fussball Bundesliga

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