08. August 2018 / 21:15 Uhr

Last-Minute-Elfmeter rettet Hansa Rostock den Heimdreier

Last-Minute-Elfmeter rettet Hansa Rostock den Heimdreier

Stefan Ehlers/Christian Lüsch
Traf zum 2:1: Marco Königs mit seinem ersten Tor für Hansa.
Traf zum 2:1: Marco Königs mit seinem ersten Tor für Hansa. © Lutz Bongarts
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Die Hanseaten gewinnen gegen Wehen Wiesbaden mit 3:2. Königs markiert seinen ersten Hansa-Treffer in Torjägermanier, Soukou bleibt in der Nachspielzeit cool und verwandelt einen Strafstoß zum Sieg.

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20.49 Uhr. Die Zuschauer im Ostseestadion hält es nicht mehr auf ihren Sitzen. Hansa-Stürmer Marco Königs wird von Gäste-Torhüter Markus Kolke umgestoßen. Elfmeter in der Nachspielzeit! Cebio Soukou bleibt ganz cool. Ein kurzer Anlauf, dann versenkt er den Ball zum 3:2 (2:1) im Netz. Fünf Tage nach dem furiosen 2:0 über Eintracht Braunschweig feierte die Elf von Trainer Pavel Dotchev gestern Abend gegen den SV Wehen Wiesbaden den zweiten Heimsieg der noch jungen Drittliga-Saison und schaffte damit den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Nach dem frühen Rückstand durch Stephan Andrist (13.) schlugen Pascal Breier (17.) und Marco Königs (28.) eiskalt zurück. Moritz Kuhn hatte drei Minuten vor dem Abpfiff das 2:2 besorgt.

Die Bedingungen für die Spieler waren extrem: Auf dem Feld im Rostocker Ostseestadion zeigte das Thermometer gestern bei Spielbeginn um 19 Uhr immer noch 29Grad an. Die Fans heizten ihrem Team von den Tribünen aus zusätzlich ein. Doch Hansa wurde kalt erwischt. Der Ex-Rostocker Stephan Andrist kam im Fünf-Meter-Raum nahezu unbedrängt zum Kopfball. Hansa-Torhüter Ioannis Gelios streckte sich vergeblich. Der Grieche bekam die Kugel erst hinter der Linie zu fassen – 0:1.

Die Hanseaten schüttelten sich kurz, waren aber gleich wieder da und kamen vier Minuten später zum Ausgleich. Ein Freistoß von Stefan Wannenwetsch segelte durch den Strafraum der Hessen. SV-Torhüter Markus Kolke griff daneben. Pascal Breier wuchtete den Ball per Kopf aus Nahdistanz ins Tor.

Doch es kam noch besser: Julian Riedel schickte Marco Königs mit einem 60-Meter-Pass in den Gäste-Strafraum. Der Stürmer schüttelte seinen Bewacher Sascha Mockenhaupt ab und spitzelte den Ball im Fallen an seinem Kumpel Kolke vorbei ins Tor – 2:1.

Der Ticker zum Nachlesen: So lief das Spiel

Für den gebürtigen Solinger war es das erste Pflichtspieltor für den FC Hansa und das erste nach insgesamt neun Monaten. Wie entfesselt sprintete Königs anschließend in Richtung Westtribüne, grüßte seine Freundin Eva, für die er seine Hände zu einem Herz formte, und ließ sich von den begeisterten Fans bejubeln. Es war der emotionalste Moment einer unterhaltsamen ersten Halbzeit, in der die 15000 Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Mit dabei waren auch ehemalige Klub-Verantwortliche. Ex-Hansa-Manager Herbert Maronn beobachte die Dotchev-Elf für den VfB Stuttgart, um Erkenntnisse für die DFB-Pokalpartie am 18.August zu gewinnen. „Ich war schon beim Spiel gegen Braunschweig im Stadion. Ganz stark, was ich da von Hansa gesehen habe“, meinte der 61-Jährige.

Zudem dabei: der ehemalige Hansa-Profi und spätere Sportdirektor Stefan Studer, der für Bayer Leverkusen scoutet sowie der aktuell vereinslose Ex-Hansa-Coach Marc Fascher.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie etwas. Die Gäste erhöhten den Druck und zwangen Hansa in die Defensive. Die Rostocker beschränkten sich darauf, den kostbaren Vorsprung zu verwalten – und lauerten auf die Chance, um das erlösende dritte Tor zu erzielen.

In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse. Erst wurde Hansa kalt erwischt, doch mit heißem Herzen erzwangen sie den Sieg. Die Gäste, die tags zuvor mit dem Flieger angereist waren, erlebten eine Bauchlandung. Hansa indes feierte ein Happy End in der Hitzeschlacht.

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