Valerien-Ismael-in-Dortmund Valerien-Ismael-in-Dortmund © Imago, Fotomontage
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VfL in Dortmund: „Wenn es einen günstigen Zeitpunkt gibt, dann jetzt...“

In seinem 20. Bundesliga-Jahr tritt der VfL am Samstag zum 20. Mal bei Borussia Dortmund an. Für Wolfsburgs Fußballer gab es in der Westfalen-Metropole schon denkwürdige Siege (drei, um genau zu sein) und böse Niederlagen (wie das 1:5 nach peinlicher Leistung im April). Diesmal aber steht schon vor dem Spiel fest, dass es denkwürdig und sehr speziell wird.

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„Wenn es einen günstigen Zeitpunkt gibt, um dorthin zu kommen, dann vielleicht jetzt“, sagt VfL-Trainer Valérien Ismaël - und meint damit nicht nur die Straf-Sperrung der Südtribüne, die dem Spiel am Samstag eine einzigartige Atmosphäre geben wird. Sondern auch die letzten Ergebnisse des BVB.

Mit dem 0:1 bei Benfica Lissabon und dem 1:2 zuvor bei Darmstadt 98 gab‘s zuletzt zwei BVB-Niederlagen in Folge - das hatte die Borussia zuletzt im November 2015 erlebt (1:3 beim HSV, 0:1 in Krasnodar). Entsprechend angespannt ist die Stimmung. Während Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke das Erreichen der Champions League fordert, verweist Coach Thomas Tuchel gern darauf, dass sein junges Team noch nicht konstant sein könne: „Ich plädiere seit Saisonbeginn dafür, dies einzugestehen, und dachte, das ist auch intern schon angekommen“, sagte er nach der Niederlage in Darmstadt. Längst wird bereits munter darüber spekuliert, dass Tuchel nach der Saison vielleicht gehen muss; Stuttgart-Trainer Hannes Wolf (ehemaliger BVB-Jugendcoach) sah sich schon genötigt, Gerüchte um eine Rückkehr nach Dortmund zu dementieren: „Ist absurd!“

Wolfsburg-Coach Ismael: "Sperrung der Südtribüne für uns ein V...

Valerien Ismael, Trainer des VfL Wolfsburg, hat sich zur Sperrung der Südtribüne geäußert. Ob er Recht behält? 😲

Geplaatst door Sportbuzzer op donderdag 16 februari 2017

Konkreter bleiben die Diskussionen um Tuchel, der sich am Dienstag in Lissabon mit der Auswechslung seines schwächelnden Top-Stürmers Pierre-Emerick Aubameyang nach nur einer Stunde neue Kritik zuzog - obwohl Aubameyang selbst das ganz in Ordnung fand: „Ich bin ein bisschen müde.“ Dass das Spiel bei Benfica trotz über weite Strecken sehr starker Leistung mit 0:1 verloren ging, passt da ebenso ins Bild einer leicht angeknockten Borussia, wie die Diskussion um Fan-Gewalt, die nach Beleidigungs-Spruchbändern und Ausschreitungen gegen Leipzig hochkochte und mit der leeren Südtribüne einen Höhepunkt erreicht.

Ist das tatsächlich eine Chance für den VfL? Ismaël relativiert: „Man kann dort als Gegner sehr viel Druck von den Rängen bekommen. Ich weiß aus meiner Zeit als Spieler, was das bedeuten kann.“ Diesmal werde das anders. Er erwartet „ein komisches Gefühl,“ aber dennoch bleibe der BVB als Tabellenvierter natürlich Favorit: „Dortmund war in Lissabon stark, hat jetzt 30 Heimspiele in der Liga hintereinander nicht verloren. Wir wissen, dass wir ein extrem schweres Auswärtsspiel vor der Brust haben.“

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