28. Oktober 2018 / 23:17 Uhr

Leicester-Besitzer tot: Hubschrauber-Absturz kostet Milliardär das Leben

Leicester-Besitzer tot: Hubschrauber-Absturz kostet Milliardär das Leben

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Tragödie in Leicester. Milliardär und Klub-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha ist bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen.
Tragödie in Leicester. Milliardär und Klub-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha ist bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen. © imago/Uk Sports Pics Ltd
Anzeige

Premier-League-Klub Leicester City trauert um seinen Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha. Der Thailänder ist mit seinem Hubschrauber nach dem Spiel gegen West Ham United abgestürzt. Er und weitere vier Insassen des Helikopters sind tot.

Anzeige

Die Premier League steht unter Schock: Nach dem Samstagabendspiel zwischen Leicester City und West Ham United (1:1) ist der Hubschrauber des Klub-Besitzers Vichai Srivaddhanaprabha abgestürzt. Der Milliardär ist dabei gestorben, wie sein Klub nun in einem Statement bestätigte. Der Helikopter des Vereinspräsidenten zerschellte auf einem Parkplatz neben dem Stadion und ging in Flammen auf, kurz nachdem er vom Spielfeld abgehoben war. Neben Srivaddhanaprabha sollen noch vier weitere Personen an Bord gewesen sein. Zunächst war unklar, ob der der Klub-Boss an Bord gewesen ist.

"Unsere Gedanken sind bei der Srivaddhanaprabha-Familie und den Familien der Opfer an Bord", schrieb der Klub im Statement auf Twitter. "Mit ihm hat die Welt einen großartigen Mann verloren." Srivaddhanaprabha wurde nur 61 Jahre alt

Ein Video im Netz zeigt den Unglücks-Ort:

Srivaddhanaprabha war beliebt bei den Fans

Unter Anhängern von Leicester City war Srivaddhanaprabha beliebt. Im August 2010 hatte er den damaligen Zweitligisten gekauft. Im Februar 2011 übernahm er dazu das Amt des Präsidenten im Fußballclub. Sein Sohn Aiyawatt wurde Vize-Präsident. Das Duo ergriff einige ungewöhnliche Maßnahmen und ließ unter anderem Mönche einfliegen, die das Stadion des Clubs mit religiösen Ritualen segnen sollten.

Doch vor allem mit ihren umfangreichen Investments trugen sie zu Leicesters sportlichem Aufschwung bei. In der Saison 2013/2014 feierte der Club als Tabellenerster die Rückkehr in die Premier League. Als der Zweitliga-Pokal vor jubelnden Fans in die Höhe gestemmt wurde, war Srivaddhanaprabha mittendrin und ließ sich von den Fans feiern.

Diese Deutschen spielen in der Premier League

Leroy Sané, Pascal Groß und André Schürrle gehören zum deutschen Premier-League-Kontingent. Doch welche ihrer Landsleute sind noch in Englands Oberhaus am Ball? Zur Galerie
Leroy Sané, Pascal Groß und André Schürrle gehören zum deutschen Premier-League-Kontingent. Doch welche ihrer Landsleute sind noch in Englands Oberhaus am Ball? ©
Anzeige

Leicester-Spieler erhielten nach der Meisterschaft Autos geschenkt

Die Popularität des Besitzers und Präsidenten stieg weiter. Denn nachdem die Foxes in der Comeback-Saison der Premier League mit einem beeindruckenden Schlussspurt den Abstieg verhindert hatten, gewann die Mannschaft unter dem neuen Coach Claudio Ranieri in der Spielzeit 2015/16 sensationell die englische Meisterschaft - ein Fußballwunder.

Srivaddhanaprabha gilt als großzügig. Der Milliardär spendete zwei Millionen Pfund (rund 2,2 Millionen Euro) für ein Kinderkrankenhaus in Leicester. Nach dem Titelgewinn löste er sein Versprechen ein und beschenkte 19 Spieler mit Luxusautos im Wert von jeweils rund 100.000 Pfund (ca. 130 000 Euro). An seinem Geburtstag spendierte er den Fans im Stadion regelmäßig Bier und Kuchen.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt